Andrea Michaelsson ist der weibliche und bekanntere/präsentere Part des spanischen Künstlerduos BTOY aus Barcelona. Obwohl sie erst seit 2001 angefangen hat, mit Stencils zu arbeiten, hat sie sehr schnell ein hohes Ansehen in der internationalen Streetart Szene verdient. Heute ist BTOY ein fester Begriff da, ihre Ausstellungen in Los Angeles, Paris, London, Mexico, Brüssel erregen immer großes Aufsehen.
Ihre Bilder basieren unter anderem auf alten Portraitphotographien prominenter Hollywood-Schauspielerinnen aus den 20er oder 50er Jahren wie z.B. Judy Garland als Dorothy in dem "Zauberer von Oz"order Elizabeth Taylor als Cleopatra, denen ein unvergesslicher Ausdruck durch viele mit der Lasur-Technik übereinaner gelegte semitransparente Farbschichten verliehen wird. Mit großzügig kräftigen Pinselstrichen werden satte Farbtöne und erdfarbene Schattierungen auf der schwarz-weißen Fläche der alten Fotoaufnahmen verteilt und hauchen in diese neues Leben ein. Durch den Kontrast von Monochromie und Buntheit wird die nostalgische Stimmung noch verstärkt.
Aus der Tiefe einer anderen Epoche schauen den Betrachter fragile Gestalten an, suchen einen direkten Augenkontakt mit ihm, um mit ihrem Blick Gschichten zu erzählen. Es scheint, dass für deren Zerbrechlichkeit die vergangene Zeit verantwortlich sei. Die Schöpfungen von BTOY kommen dem Betrachter verträumt, geheimnisvoll, melancholisch vor. Die Schönheit ihrer Modelle wird dadurch um ein vielfaches gesteigert, dass sie aus dem ursprünglichen Kontext herausgerissen werden und für sich alleine in einer fremden Umgebung stehen. Intertextualität spielt für sie auch eine wichtige Rolle. So möchte sie den Lauf der Zeit für den Betrachter für einen kurzen Moment aufhalten, ihn dazu einladen, hinter die Maske ihrer Figuren zu schauen, an das Schicksal derer zu denken und sich an die eigenen verflüchtigten Träume zu erinnern.
BTOY im Pretty Portal Online Shop
"Stencils Only"
24.9. - 15.10.2010
zusammen mit:
C215 (Paris)
2SickBastards (London)
PISA73 (Berlin)
L.E.T. (Düsseldorf)
Bilder von der Ausstellung


