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    Mixed Reality feat. FinDAC, SKIO, Vermibus

    Mixed Reality - FinDAC, SKIO Vermibus

    FinDAC, SKIO, Vermibus
    „Mixed Reality“

    Ab dem 08.April zeigen wir die Ausstellung „Mixed Reality“ mit Werken von FinDAC, SKIO
    und Vermibus. Wir freuen uns sehr neue Arbeiten von FinDAC zu zeigen, den wir nun schon seit 2012 im Programm haben, und mit SKIO und Vermibus zwei neue sehr spannende Künstler präsentieren zu dürfen. Alle Künstler setzen sich in ihren Kunstwerken mit Schönheit, Ästhetik und ihrer Wahrnehmung in unserer Gesellschaft auseinander.

    Unter Mixed Reality, Vermischte Realität oder Gemischte Realität werden Umgebungen oder Systeme zusammengefasst, die die natürliche Wahrnehmung eines Nutzers mit einer künstlichen Wahrnehmung vermischen. Dies hört sich ein wenig nach Science Fiction an. Betrachtet man den Begriff aber weniger technisch, stellt man schnell fest, wie intensiv wir heute schon mit vermischten Realitäten konfrontiert sind. Medien, die ungeheure Flut von Informationen die uns durch das Internet zur Verfügung gestellt wird und natürlich die sozialen Medien stellen unsere
    Vorstellung von dem was wirklich ist fast täglich auf die Probe.

    Nichts ist wie es scheint
    Die drei Künstler in der Show „Mixed Reality“ setzen sich mit diesen sich vermischten Wirklichkeiten auseinander. FinDAC zeigt in seinen Collagen in der Tat „zerrissene“ Protagonistinnen und kombiniert verschiedene Versionen des scheinbar gleichen neu. Dabei hinterfragt er sexuelle Stereotypen und auch kolonial geprägte Wahrnehmungen. SKIO beobachtet eine durch die wachsende Dominanz der sozialen Medien immer virtueller werdenden Alltag. In seinen Gemälden untersucht er die Uniformität, die unsere Gesellschaft den Menschen auferlegt, und den Anspruch an Schönheit, der vor allem Frauen aufgezwungen wird. Auch Vermibus setzt sich mit gesellschaftlich und medial geprägten Schönheitsidealen auseinander. Er vermenschlicht seine zuvor ent-personalisierten Modelle, indem er sie im wahrsten Sinne des Wortes auflöst und übt so eine scharfe Gesellschaftskritik an der Werbe- und Modeindustrie.

    Zu sehen sind Collagen, Gemälde und analog manipulierte Photographien.

    FinDAC, SKIO, Vermibus
    „Mixed Reality“
    8. April – 13. Mai
    Vernissage: 08. April 19h

    FinDAC Mixed Reality show

    FinDAC

    In seiner sich sehr rasant entwickelnden Karriere als Urban Artist hat der irische Künstler FinDAC eine sehr markante Bildsprache perfektioniert. Dabei vereint er in seinen Werken Elemente zeitgenössischer Kunst mit Urban Art. Er nennt es „Urban Aesthetics“. Autodidakt und Nonkonformist, reichen seine Einflüsse von Dark Graphic Novels bis hin zu den Arbeiten von Francis Bacon und Aubrey Beardsley.

    Dieser Stil hat ihm in etwas mehr als einem Jahrzehnt eine sensationell erfolgreiche Karriere beschert, wobei alle seine Werke, Druckveröffentlichungen und Originale heute sehr begehrt sind. Man kann mit Sicherheit sagen, dass er ein Künstler mit einer mittlerweile weltweiten Anhängerschaft treuer Sammler ist. In seinen Werken setzt sich FinDAC mit weiblicher Emanzipation und Ermächtigung, sowie der Neuausrichtung des männlichen und kolonialistisch geprägten Blicks auf Frauen fremder Ethnien auseinander.
    FinDAC malt meistens eurasische Frauen, die er in traditioneller und zeremonieller Kleidung inszeniert. Sein Interesse ist jedoch nicht oberflächlich oder gedankenlos. In seiner Darstellung dieser Frauen formuliert FinDAC geschlechter-spezifische und kulturelle Stereotypen die sie umgeben neu und entwirft eine Erzählung, die ihre Sinnlichkeit mit Sensibilität und nicht mit Aneignung feiert.
    In seinen Wandbilder sind die Frauen, die FinDAC malt, oft groß und imposant. Dabei beanspruchen sie die Kontrolle über ihre urbane Umgebung, sind aber auch gleichermaßen feminin, mit klassisch zarten Zügen. Sie sind sowohl mächtig als auch verletzlich, ästhetisch und intellektuell, körperlich und emotional.
    Obwohl seine Wandbilder in Ländern und Kontinenten auf der ganzen Welt präsent sind, bleibt Fin ein Außenseiter der Street-Art-Szene, der es vorzieht, mit persönlichen Projekten seinen eigenen, individuellen Weg zu gehen.

    SKIO

    SKIO

    In seiner neusten Werkserie «Human in the City» hinterfragt SKIO die Situation des Menschen in einer modernen Welt und ihrer bedrückenden Anonymität. In einem durch die wachsende Dominanz der sozialen Medien immer virtueller werdenden Alltag reflektieren seine Kunstwerke mit der Gleichförmigkeit, die unsere Gesellschaft den Menschen auferlegt, sowie den Anspruch an Schönheit, der unter anderem Frauen aufgezwungen wird. Man sagt, dass die Augen der Spiegel der Seele sind. SKIO lässt diese in seinen Bildern bewusst weg, und verstärkt so das Gefühl der Anonymität. Durch den fehlenden Augenkontakt öffnet er dem Betrachter einen Raum, in dem er sich den Bildern innewohnenden Spannnug nicht entziehen kann.
    SKIO zeigt seine menschlichen Figuren in surrealistisch inspirierter Architektur und hinterfragt dabei unseren Platz im urbanen Umfeld. Er spielt mit der visuellen und den Konzepten virtueller Welten. Einige seiner Protagonisten scheinen eine VR-Brille zu tragen und verweisen auf den wachsenden virtuellen Aspekt unseres sich ständig verändernden Lebens.

    Skios malte seine ersten Wandbilder 1993 in der Region Nizza. Nach einer Zeit des Experimentierens mit Typografie und Graffiti fand er bald zu eher figurativen Bildwelten, die anfänglich von der Pop- und Fernsehkultur inspiriert waren. Heute vermischt SKIO in seinen Arbeiten geometrische und architektonische Formen mit Portraits die wie Skulpturen anmuten. Inspiriert von der Bauhaus-Bewegung und dem Surrealismus strebt er eine Balance zwischen Komplexität und Minimalismus an und experimentiert dabei mit Geometrie, Anatomie und Farbe.
    SKIO hat seine Werke auf zahlreichen Ausstellungen und Festivals auf der ganzen Welt (Paris, London, Mexiko, Shanghai ) gezeigt. In den letzten Jahren hat SKIO ein sensationelle Entwicklung gemacht, die sein Schaffen in den Fokus vieler Urban Art Sammler gerückt hat.

     

    Vermibud

    Vermibus

    Von der Glättung der Gesichtshaut, über die Reduzierung von Tränensäcken bis hin zur Vergrößerung von Augen und Lippen ist das „Photoshopping“ des menschlichen Körpers zur „Perfektion“ in der Werbung zum Normalfall geworden. Schönheit geriert sich als Synonym für Erfolg und Glück, und auch wenn der Durchschnittsmensch erkennt, dass diese Prämisse falsch ist, wird sie weiterhin gesellschaftlich akzeptiert und von der großen Mehrheit befolgt. In den sozialen Medien werden diese Werbekonzepte von sogenannten Influencern übernommen und zu einer großen Mehrheit von Menschen gebracht, die begonnen haben, sich als ihre persönliche Marken oder Produkt zu präsentieren.
    Der in Berlin lebende Künstler und Aktivist Vermibus hat einen einzigartige künstlerischen Prozess entwickelt, die die Kritik zeitgenössischer Schönheitsideale thematisiert. Dabei kritisiert er die Entwicklung weg von der individuellen Identitäten und hin zum Konformismus.

    Große Aufmerksamkeit erregte Vermibus, als er begann, Plakatwerbung aus dem öffentlichen Raum zu entfernen, sie in seinem Atelier zu verändern und wieder neu im Stadtraum zu installieren. Dabei vermenschlicht er seine zuvor ent-personalisierten Modelle, indem er sie im wahrsten Sinne des Wortes auflöst und übt so eine scharfe Gesellschaftskritik an der Werbe- und Modeindustrie. Der öffentliche Raum ist für die Botschaft von Vermibus‘ Werk von wesentlicher Bedeutung.

    Vermibus wurde 1987 in Palma de Mallorca, Spanien, geboren wo er bereits früh Anschluss an die lokale Graffiti Szene fand. 2003 zog er nach Madrid, entdeckte neue Maltechniken und begann mit Schablonen Werbung zu dekonstruieren. Kurz darauf begann er als Illustrator und später als Fotograf für verschiedene Werbeagenturen zu arbeiten. Ende 2010 zog Vermibus nach Berlin und war sofort von der spannenden und aktiven Street-Art-Szene begeistert. Bald darauf startete er das Projekt „Unveiling Beauty“, das 2015 von dem Fotografen Mark Rigney und dem Filmemacher Xar Lee dokumentiert wurde und seinen unverwechselbaren Stil auf eine ganz neue konzeptionelle Ebene brachte. Das Projekt führte zu einer Reihe neuer öffentlicher Interventionen während der einflussreichen Fashion Week in New York, London, Mailand und Paris. Durch eine Reihe von Interventionen in den „Big Four“ bemühte sich Vermibus, die Schlüsselthemen von Schönheitskulten im Kern ihrer Entstehung anzusprechen.
    Seitdem hat Vermibus seine Werke in zahlreichen Ausstellungen und Publikationen gezeigt. Seine unverwechselbare Bildsprache und seine radikale konzeptionelle Arbeitsweise hat ihm weltweit große Anerkennung und eine ständig wachsende Zahl treuer Sammler eingebracht.