ARDIF & Friends "Realm of ancient Mechanimals"

ARDIF | DZIA | Horor | Parvati |Sandrot

Ausstellung

30. APR 2021 — 25. JUN 2021

Vernissage

30. APR, 19:00

ARDIF & Friends "Realm of ancient Mechanimals"

Beschreibung

Fabelwesen sind seit jeher Geschöpfe, deren Erscheinung der menschlichen Fantasie entspringt. Und doch haben viele von ihnen ihren Ursprung in der realen Welt und sind von der Zeitgeschichte geprägt. Auf mystische Weise tragen sie die alten Geschichten der Menschheit in sich und erzählen sie weiter.

Moderne Fabelwesen

ARDIFs neue Serie von Arbeiten zeigt moderne Fabelwesen: Cyborgs, Mischwesen aus biologischem Organismus und einer Machina obscura, einer surrealen Symbiose aus mittelalterlicher Architektur und antiker Mechanik. Der maschinelle Teil, der mit seiner Fülle an Details das Auge des Betrachters fesselt, romantisiert dabei den zunächst eher dystopischen Eindruck der Komposition.

Auch ARDIFs Geschöpfe sind Kinder ihrer Zeit. Eindrücklich reflektiert der französische Urban-Art-Künstler das zunehmend aus dem Gleichgewicht geratene Verhältnis von Mensch und Natur, das kurzfristig eine Bedrohung für unseren Planeten darstellt, langfristig aber vor allem eine für unsere eigene Spezies. Ebenso spiegeln sich in seinen Werken die fortschreitende Technisierung unseres Alltags, die Digitalisierung und das Zeitalter der Maschinen wider, das wie ein Gespenst im Raum steht.

Das Reich der uralten Mechanimals

In „Realm of Ancient Mechanimals“ greift ARDIF die alten Geschichten der Menschheit auf und ergänzt seine Fabelwesen um eine weitere Erzählebene. Seine Schöpfungen haben ihren Ursprung in Mythen und Folklore unterschiedlichster Kulturkreise. Zu seinem Reich der uralten Mechanimals gehören unter anderem der japanische Kitsune, ein vielschwänziger, maskierter Fuchs, der als Glücksbringer gilt, der griechische Pegasus, das geflügelte Pferd, das für Weisheit und Dichtkunst steht, und der Jackalope, ein Mischwesen aus Hase und Gabelbock, das in Nordamerika sehr beliebt ist.

ARDIF & Friends

Um das Thema noch weiter zu vertiefen, hat ARDIF vier befreundete Künstlerinnen und Künstler zum Dialog eingeladen: Dzia, Horor, Parvati und Sandrot. Entstanden sind Gemeinschaftsarbeiten, in denen ARDIFs Verbindung von Natur und Technik um die ganz eigenen Sichtweisen seiner Gäste erweitert wird.

Dzia

Der belgische Maler Dzia zerlegt die Tiere, die er malt, mit geometrischen Freiformen in eine Art Mosaik, das den Konturen der Tierform folgt. Seinen unverkennbaren Strich findet man weltweit in unzähligen Wandbildern, jüngste Projekte führten ihn nach China, Norwegen und Spanien. Dzia hat an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen einen Master in Bildender Kunst erworben. Für seinen Beitrag zur Ausstellung wählte er eine geflügelte Katze aus der Mythologie Nordafrikas.

Horor

Horor fand Anfang der 2000er-Jahre als Graffiti-Writer zur Kunst. Auch nach seinem Studium der Bildenden Kunst an der Sorbonne hat er seine Wurzeln nicht vergessen, sondern einen Mix aus Typografie und Malerei entwickelt. In seiner Bildsprache verbindet er gekonnt die Einflüsse der Straßen der Pariser Vororte mit einem klassischen Repertoire, das er während seines Studiums entdeckte. Seine Werke zeigen Einflüsse des sinnlichen Surrealismus, der zeitgenössischen Illustration und des naturalistischen Zeichnens. Geprägt sind sie von einer kalligrafisch inspirierten Linienführung, die wellenförmig und rhythmisch durch seine Schöpfungen fließt.

Parvati

Die hybriden Figuren der französisch-indischen Künstlerin Parvati sind halb Mensch, halb Vogel. Sie öffnen die Tür zu einem poetischen Traum, der die Beziehung zwischen dem Bizarren und dem Schönen ebenso infrage stellt wie die Grenze zwischen Mensch und Tier. Neben der Fauna ist auch die Flora in ihren Werken allgegenwärtig, ein Echo der Amazonaswälder in Französisch-Guayana, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Inspiriert von den großen Meistern der Renaissance, malt sie ihre Figuren ausschließlich in Öl, während in den Hintergründen auch Acryl und Sprühfarbe zum Einsatz kommen. Für ihre Interventionen im öffentlichen Raum nutzt sie, ebenso wie ARDIF, häufig Paste-ups: im Atelier vorbereitete, anthropomorphe Vögel in Menschengröße, die sie anschließend in die Straßen klebt.

Sandrot

Die französische Künstlerin Sandrot verbindet in ihrer Malerei Pop-Art mit Urban Art. Sie hat eine Vorliebe für große Formate und ist für ihre ausdrucksstarken Wandbilder bekannt. Mit ihren Bildern möchte sie das Bewusstsein für die Bedeutung der Tierwelt und den Umweltschutz schärfen. Sie setzt sich mit dem Wesen der Tiere auseinander, rückt ihren Charakter in den Fokus und zeigt sie als beseelte Geschöpfe. Für die Ausstellung hat sie gemeinsam mit ARDIF einen afrikanischen Elefanten geschaffen, der auf seinem Kontinent als Symbol für Weisheit, Macht und Würde gilt.

„Realm of Ancient Mechanimals“
ARDIF & Friends (Dzia, Horor, Parvati, Sandrot)

Ausstellung
30. April – 25. Juni 2021
Dienstag – Freitag, 14 – 19 Uhr

Pretty Portal
Brunnenstraße 12
40223 Düsseldorf

Newsletter

Exklusiver Vorabzugang zu limitierten Editionen und private Einblicke in die Galerie. 1–2 E-Mails im Monat.