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Künstler
Jahr

Unfenced bringt zwei argentinische Künstlerinnen zusammen, deren Werke sich auf den ersten Blick in entgegengesetzte Richtungen zu bewegen scheinen. Milu Correch malt die Straßenecken ihres eigenen Viertels in Buenos Aires — einen verrosteten Combi, geparkte Motorräder, einen Jungen, einen verrosteten Combi, geparkte Motorräder, einen Jungen, der im Hinterhof in einem Pool voller Pudel auf einer Luftmatratze treibt. Irene Lasivita malt Figuren, die sich keinem festen Ort zuordnen lassen: eine sphinxartige Gestalt mit pinkfarbenem Haar, halb Mensch, halb Tier, eingebettet in dichtes, traumhaftes Blattwerk. Die eine Künstlerin arbeitet aus der Beobachtung, die andere aus der Erfindung. Im Dialog miteinander gesehen, zeigt sich: Beide tun im Grunde dasselbe — nur von entgegengesetzten Enden her. Milu Correch: Das Magische im Alltag Correchs Buenos Aires ist nie rein dokumentarisch. Ihre Szenen sind aufgeladen mit etwas, das über das rein Abgebildete hinausgeht — ein Vibrieren unter dem Alltäglichen, eine Energie, die sich vollständiger Erklärung entzieht. Sie hat keine formale Kunstausbildung durchlaufen, und das zeigt sich in der Direktheit ihres Blicks: Farbe und Geste übernehmen die Erzählung, während das Bild selbst so viel zurückhält, wie es preisgibt. Correch spricht von einer visuellen Poesie, die sich Transparenz verweigert — die Betrachtenden müssen die Geschichte selbst vervollständigen. Nicht alles wird gesagt. In ihrer jüngsten Werkgruppe kippt dieser Impuls weiter in Richtung magischer Realismus und lässt das Wunderbare aus einer Straßenecke auftauchen, an der man sonst achtlos vorbeigehen würde. Irene Lasivita: Hybride Wesen und Traumlogik Lasivita startet vom entgegengesetzten Pol und gelangt an dieselbe Schwelle. Ausgebildet an der Fernando Fader School of Arts in Buenos Aires und seither geprägt von eigenständiger Recherche zu posthumanistischem Denken, relationalen Ontologien und amerindianischem Perspektivismus, baut sie Bildwelten, in denen die Grenze zwischen Mensch und Nicht-Mensch, Natur und Kultur schlicht nicht mehr trägt. Ihre jüngsten Arbeiten wenden sich weiter dem Oneirischen zu — inszeniert als Übergänge in eine Traumlogik, in der eine Figur mitten im Bild ihre Gestalt wechseln kann und das Wunderbare als schlichte Tatsache der Welt behandelt wird. Eine gemeinsame Art des Sehens Was die beiden Praktiken verbindet, ist eine Art des Sehens. Keine der beiden Künstlerinnen hat sie aus der westlichen Bildtradition geerbt, die das Wilde lange vom Häuslichen, das Mythische vom Realen getrennt gehalten hat. Lasivita erfindet ihre Kosmologie aus Recherche und Imagination; Correch gewinnt ihre aus der direkten Beobachtung einer einzigen Straße. Unterschiedliches Material, gleiche Geste: eine Weigerung, das Magische ins "Anderswo" auszugrenzen. Unfenced schlägt vor, dass das Verzauberte und das Alltägliche nie auf entgegengesetzten Seiten einer Grenze standen — in der Stadt ebenso wenig wie außerhalb von ihr war das Terrain je völlig eingezäunt. Über die Künstlerinnen Irene Lasivita (geb. 1983, Buenos Aires) ist eine argentinische bildende Künstlerin, deren Praxis die Malerei durch Muralismus, Virtual Reality, immersive Medien und Installation erweitert. Ausgebildet an der Fernando Fader School of Arts, hat sie seither eine Praxis entwickelt, die Malerei, Philosophie, Kunst im öffentlichen Raum und neue Technologien verbindet — wobei die Malerei den konzeptuellen Kern ihrer Arbeit bildet. Seit 2010 leitet sie zudem eigenständige Lehrprogramme in Zeichnung, Komposition und Ölmalerei. Milu Correch (geb. 1991, Buenos Aires) ist eine argentinische Muralistin, deren eindringliche, erzählerische Arbeiten weltweit auf Wänden zu sehen sind — von großen urbanen Zentren bis zu abgelegenen ländlichen Gemeinden. Ohne formale Kunstausbildung verbindet sie traditionelle Technik mit einem zeitgenössischen Blick und schafft Szenen, die die Betrachtenden auf einer instinktiven, fast vorsprachlichen Ebene treffen.

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Altered Nature - ARDIF x Pixelpancho - Kunstausstellung

In der Ausstellung "Altered Nature" bringen wir mit ARDIF und Pixelpancho zwei prägnante Positionen der Urban Art in einer Ausstellung zusammen. Dabei wird die Natur nicht als Abbild, sondern als veränderbaren, dynamischen Zustand gesehen. Beide Künstler entstammen der Street- und Urban-Art-Szene, in der sich organische Formen, technische Ästhetiken und urbane Einflüsse auf besondere Weise verbinden.Die Idee einer Natur Im Zentrum steht die Idee einer Natur, die längst nicht mehr als unberührt oder idealisiert gedacht werden kann, sondern durch menschliche Eingriffe, technologische Prozesse und kulturelle Überformungen geprägt ist.Ein hybrides System In den Arbeiten von ARDIF und Pixelpancho erscheint Natur als hybrides System – zugleich organisch und konstruiert. Während ARDIFs Bildwelten häufig biomechanische Strukturen zeigen, in denen Pflanzen und Maschinen ineinander übergehen, entwickelt Pixelpancho komplexe Szenarien zwischen Natur, Architektur und mechanischen Elementen. Strukturen wirken gewachsen und gebaut zugleich, Oberflächen tragen Spuren von Zeit, Erinnerung, Beschädigung und Reparatur.Wachstum und Zerfall Es entstehen Bildwelten, die weniger Landschaften im klassischen Sinne zeigen, sondern vielmehr Prozesse sichtbar machen: Wachstum und Zerfall, Überlagerung und Fragmentierung, Mechanik und Abstraktion.Der Titel Altered Nature bleibt dabei bewusst offen. „Altered“ beschreibt sowohl physische Veränderung als auch eine Verschiebung der Wahrnehmung – eine Natur, die durch Technologie, urbane Räume und Imagination gefiltert ist.Die Ausstellung versteht sich nicht als klare Aussage, sondern als atmosphärischer Raum, in dem unterschiedliche Zustände einer veränderten Natur aufeinandertreffen und neue Verbindungen eingehen. ALTERED NATURE ARDIF x PIXELPANCHO 30.5. – 17.7. Vernissage : 30.5. 19-22h

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Pretty Portal at ARTMUC 26 - FinDAC, SKIO, Guy Denning, Alexis BUST Stephens

Zur diesjährigen Ausgabe der ARTMUC zeigen wir eine Auswahl figurativer Positionen mit Arbeiten von Fin DAC, SKIO, Alexis Stephens und Guy Denning.Im Zentrum der Präsentation steht die menschliche Figur – nicht als klassisches Abbild, sondern als Projektionsfläche für Wahrnehmung, Transformation und innere Zustände. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Urban Art, zeitgenössischer Figuration und malerischer Geste und setzen sich damit auseinander wie Identität im Spannungsfeld von Körper, Raum und Bild konstruiert wird.Die vier künstlerischen Positionen eröffnen dabei unterschiedliche Zugänge: Fin DAC entwickelt eine hochästhetische, präzise Bildsprache, in der sich kulturelle Referenzen und Traditionen zu einer eigenständigen Form von Identität verdichten. Im Zentrum stehen dabei starke, selbstbewusste Frauenfiguren, die Präsenz und Haltung ausstrahlen.SKIO entwickelt seine Arbeiten aus einer rein analogen Malerei heraus, deren Bildwirkung dennoch an die Logik digitaler und KI-basierter Bildproduktion erinnert. Geprägt von einer reduzierten, bauhausnahen Formensprache entstehen Kompositionen mit beinahe übernatürlicher Anmutung – und reflektieren eine Wahrnehmung, die zunehmend von hybriden Realitäten geprägt ist.In den Arbeiten von Alexis Stephens wird der Körper selbst zum Ausdrucksträger von Bewegung, Energie und Entscheidung: Gesten wirken wie eingefrorene Momente eines dynamischen Prozesses, in dem Kontrolle und Impuls gleichzeitig präsent sind. Guy Denning hingegen reduziert die Figur auf eine rohe, unmittelbare Präsenz – seine Arbeiten verhandeln das Menschliche in einer Direktheit, die zwischen Verletzlichkeit und Widerstand oszilliert.Öffnungszeiten ARTMUC Mai 2026Freitag, 01. Mai 2026 / 11:00 – 19:00 Samstag, 02. Mai 2026 / 11:00 – 19:00 Sonntag, 03. Mai 2026 / 11:00 – 18:00ANFAHRT MTC Locations / Ingolstädter Straße 45-47 / 80807 MünchenParken vor Ort: Die Location bietet mehr als 1.000 Parkplätze vor Ort.Öffentliche Verkehrsmittel: U-Bahn Linie U2 – Haltestelle Frankfurter Ring (+ ca. 7 Min. Spaziergang zur Location)

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Guy Denning - The idea of her - Ausstellung in Düsseldorf

Seit über zehn Jahren arbeiten wir mit Guy Denning zusammen, zeigen seine Arbeiten in zahlreichen Gruppen- und Themenausstellungen und begleiten die Entwicklung seiner künstlerischen Praxis. „The Idea of Her“ ist seine erste Einzelausstellung bei Pretty Portal seit „Shooting Angels“ vor zehn Jahren.Der KünstlerGuy Dennings Werk bewegt sich seit Langem an der Schnittstelle zwischen traditioneller Malerei und zeitgenössischer Urban Art und schöpft gleichermaßen aus der europäischen Bildtradition wie aus politischer Dringlichkeit. Seine Gemälde und Zeichnungen sind geprägt von einer expressiven, oft fragmentierten Figuration, kombiniert mit schablonierten und collagierten Texten, Abrieb, Übermalungen und bewussten Störungen. Identität erscheint bei Denning niemals als fest oder abgeschlossen, sondern als fragil, vorläufig und ständig im Wandel.Die AustellungDie in dieser Ausstellung gezeigten Arbeiten markieren eine besonders konzentrierte und intime Phase seines Schaffens. Zeichnungen und Gemälde kreisen um Erinnerung, Vorstellung und Projektion. Sie verweigern bewusst die Konventionen des klassischen Porträts und nähern sich ihren Figuren stattdessen über Andeutung, Bewegung und emotionale Verdichtung. Nähe entsteht hier nicht durch Ähnlichkeit, sondern durch Haltung. Das Bild im KopfThe Idea of Her ist eine Ausstellung über das Bild im Kopf – über das, was bleibt, wenn Abbild und Gewissheit nicht mehr ausreichen. Sie zeigt den Beginn einer Werkgruppe, die sich bewusst zwischen persönlicher Erfahrung und künstlerischer Offenheit positioniert.Der folgende Text von Guy Denning gibt Einblick in den Ursprung dieser Arbeiten. Er ist als persönliche Widmung gedacht und wird hier übersetzt, aber im Inhalt unverändert wiedergegeben.„Diese Ausstellung ist meiner Partnerin, Gefährtin, Verteidigerin und Geliebten von zweiunddreißig Jahren gewidmet, die kurz vor Weihnachten verstorben ist.Colleen war die schönste, stärkste und lustigste Frau, die ich je das Privileg hatte zu kennen.Seit wir uns kennengelernt haben, versuchte ich, sie davon zu überzeugen, mich ein formales Porträt von ihr malen zu lassen. Doch da sie nicht einmal den Gedanken mochte, fotografiert zu werden, lehnte sie stets lachend ab.Letztes Jahr fragte ich sie erneut, und schließlich stimmte sie zu – allerdings unter einer Bedingung: Das Porträt müsse von der ‚Idee‘ von ihr handeln und von den Künstlern inspiriert sein, die sie am meisten bewunderte. Es sollte ganz ausdrücklich kein traditionelles Ähnlichkeits-Porträt sein.Sie mochte auch meine frühere Werkgruppe, die auf der Idee ‚imaginärer‘ Porträts und Selbstporträts beruhte – in der wir, ähnlich wie Autobiografen, die tröstlichen Fiktionen konstruieren, von denen wir möchten, dass andere an uns glauben.So gab sie mir im Laufe des letzten Jahres vor ihrem Tod ihre Gedanken und Ideen für dieses Porträt mit auf den Weg: die Lebensgeschichten von Stärken und Schwächen, von Helden und Schurken, von Sehnsüchten und Träumen.Ein großer Teil des Beginns dieser Arbeit ist hier zu sehen, gezeigt bei Pretty Portal.Colleen hat mich gefunden und gerettet; sie hat mich vor der Welt bewahrt – und oft auch vor mir selbst.Sie wird immer mein Kapitän, mein Kompass und mein Schiff sein. Ich werde sie für immer an meiner Seite auf dieser verrückten Reise vermissen.“(Guy Denning)Wir fühlen uns zutiefst geehrt, diese Ausstellung zeigen und diese Arbeiten – Acryl- und Ölgemälde auf Leinwand sowie Zeichnungen in Kohle und Kreide – in diesem besonders persönlichen und bedeutungsvollen Kontext präsentieren zu dürfen.

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FAKE & L.E.T.  "THE ART OF PROTEST"

Stencil Art war schon immer tief im Protest verwurzelt. Diese Technik entstand nicht in Ateliers, sondern auf der Straße – als Waffe aus Worten und Bildern in Zeiten, in denen das Aussprechen von Wahrheit gefährlich war. In den 1960er- und 70er-Jahren nutzten Aktivist:innen und Künstler:innen Schablonen, um politische Botschaften schnell und effektiv zu verbreiten: gegen Krieg, für Freiheit, für Gleichberechtigung. Die Wände wurden zu Zeitungen des Volkes, die Sprühdose zur Druckmaschine des Widerstands.In den 1980er-Jahren erhielt die Stencil-Kunst durch Künstler wie Blek le Rat in Paris und später Banksy in London eine neue Bedeutung. Ihre Arbeiten zeigten, dass Protest nicht immer laut sein muss – er kann auch flüstern, mit Humor, Ironie und ästhetischer Präzision.The Art of Protest führt diese Tradition in den Werken von FAKE und L.E.T. fort. Beide Künstler nutzen Schablonen, um Macht zu hinterfragen, Konformität aufzubrechen und zum Denken zu provozieren. Ihre Bildsprache ist kraftvoll, mehrschichtig und unvermeidlich politisch – eine Erinnerung daran, dass echte Kunst sich immer noch traut, zu stören.Die Schablone bleibt, was sie immer war: die Stimme jener, die gehört werden wollen.

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SKIO "Mensch & Form"

Unter dem Titel „Mensch & Form“ beleuchtet die Ausstellung das Spannungsfeld zwischen menschlicher Figur und gebauter Urbanität. SKIO schafft einen feinsinnigen Dialog zwischen emotional aufgeladener Figuration und klarer geometrischer Abstraktion.Inspiriert vom Geist des Bauhauses und zugleich stark im Heute verankert, verbinden seine Werke Sanftheit mit Struktur, Intimität mit architektonischer Strenge. Fragmente von Gesichtern und Körpern fügen sich in stilisierte Kompositionen ein. Oft fehlt der Blick, und das ist bewusst gewählt. Diese Leerstelle lädt zur Projektion ein und wirft Fragen auf: Wie sichtbar sind wir in der Anonymität der Stadt? Wo bleibt das Individuum im urbanen Raum?Mit seiner surrealen, grafischen Bildsprache reflektiert SKIO unser Verhältnis zur Stadt: physische Präsenz, emotionale Rückzugsorte und innere Wahrnehmung. Die Ausstellung ist eine stille, poetische Auseinandersetzung mit dem modernen Menschsein zwischen Rückzug und Sichtbarkeit, Struktur und Zerbrechlichkeit.Über den KünstlerSKIO begann seine künstlerische Laufbahn 1993 an der französischen Riviera. Nachdem er mit für Graffiti typischen Schriftzügen angefangen hatte, wandte er sich figurativeren und romantischeren Bereichen zu. Im Anschluss an sein Grafikdesign-Studium in Manchester und sein Objektdesign-Studium am European Institute of Design in Toulon entwickelte er eine unverwechselbare Bildsprache, die Geometrie, Realismus und symbolische Erkundungen des Blicks miteinander verbindet.Beeinflusst von Bauhaus und Surrealismus, schafft SKIO eine raffinierte und sensible Ästhetik, in der jedes Werk unsere Präsenz im urbanen Raum hinterfragt. Seine Gemälde verbinden anatomische Fragmente, stilisierte Architektur und zeitgenössische Texturen und bewegen sich dabei zwischen Abstraktion und Figuration. SKIO beherrscht unterschiedliche Techniken wie Sprühfarbe, Pinsel und Intarsien. Digitale Werkzeuge nutzt er in der Entwurfsphase. Er arbeitet in Formaten wie Wandmalerei, Leinwand und Installation. Seit zwanzig Jahren werden seine Werke international ausgestellt, in Städten wie Paris, New York, Mexiko-Stadt, Sarajevo, Düsseldorf und Mumbai.

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Alexis "Bust" Stephens – Couples

Die Werke von Alexis „Bust“ Stephens begeistern. Die darin eingefangene Energie ist für jeden Betrachter spürbar. Mit seiner dynamischen, performativen Maltechnik hält er den Augenblick fest, die Kraft des Moments.Tanz und MalereiSein Thema ist der Tanz. Schon früh trat Alexis „Bust“ Stephens als Tänzer mit Hip-Hop- und Breakdance-Formationen auf internationalen Bühnen auf. Parallel dazu fand er als Maler seinen Weg in die Pariser Urban-Art-Szene. Diese beiden Ausdrucksformen, Tanz und Malerei, verschmelzen heute auf einzigartige Weise in seinem künstlerischen Werk.Paare im TanzManchmal tanzt man allein, häufig aber zu zweit: ein Dialog durch gemeinsame Bewegung. Führen und geführt werden. Dominieren und sich hingeben. Ein Austausch von Gefühl und Spannung. In seiner neuen Ausstellung in der Galerie Pretty Portal zeigt Alexis vor allem tanzende Paare. In seinen Bildern erscheinen dynamische, schwebende oder sich drehende Körper, eingefangen in einem Stil, der von der Energie des Abstrakten Expressionismus inspiriert ist. Bewegung, Rhythmus und körperlicher Ausdruck werden bei ihm zu einer gestisch pulsierenden Bildsprache voller Intensität und Leben.Im MuseumAktuell sind Alexis' Werke in einer großen Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen zu sehen. Vor Kurzem wurden sie im Espace Saint-Pierre des Minimes gezeigt, einer zum Museum umgebauten Kirche in Compiègne (Frankreich). Darüber hinaus sind seine Arbeiten im Olympischen Museum in Lausanne vertreten.Ausstellung in Düsseldorf 25. April – 6. Juni 2025Vernissage Freitag, 25. April 2025, 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Graffiti überzieht die Stadt mit vielschichtigen Botschaften. Es lagert sich auf Wänden ab, wird überklebt, verwischt, ergänzt oder übermalt. Wie Sedimente der Zeit erzählen diese Schichten von Stimmen, die gehört werden wollen: manchmal laut und direkt, manchmal verborgen unter neuen Ebenen.Struktur und EbenenDie Stadt wird dabei zur Leinwand aus unzähligen Strukturen: Beton, Metall, verwitterte Farbe. Strom- und Verteilerkästen werden zu Trägern spontaner Mitteilungen und dienen dem Austausch von Informationen, die sich im Vorbeigehen offenbaren. Wo sich offizielle Infrastruktur und informelle Ausdrucksformen überlagern, entsteht eine neue, vielstimmige Textur.Im VorübergehenWer aufmerksam durch die Straßen geht, entdeckt diese Ebenen: abblätternde Sticker, durchschimmernde Schriftzüge, Spuren vergangener Eingriffe. Die Ausstellung STROM 2 macht diese flüchtigen Momente sichtbar und zeigt, wie urbane Texturen durch Graffiti ständig neu verhandelt werden. Oliver Räke versteht die Ausstellung als Spielraum, als Resonanzraum, als lebendige Struktur im Wandel. Gezeigt werden Collagen, Malerei und Unikat-Siebdrucke.Der KünstlerUnter dem Pseudonym MAGIC hinterließ Oliver Räke bereits Anfang der 1980er-Jahre seine ersten Spuren im Düsseldorfer Stadtraum. Schnell fand er Kontakt zu anderen Pionieren der Szene wie Loomit und How & Nosm. Gemeinsam mit ihnen prägte er in den 1980er- und 1990er-Jahren die Graffitilandschaft in Deutschland und den Nachbarländern. Seitdem lotet er die Schnittmengen zwischen urbanem Umfeld und White Cube aus. Oliver Räke, der in der internationalen Graffitiszene Legendenstatus genießt, verbindet heute Tagging mit Ideen der modernen Grafik und Konzepten der zeitgenössischen Kunst. Er gilt als einer der frühen Vertreter des Post-Graffiti.Oliver „MAGIC“ Räke – STROM 2Ausstellung 14. März – 11. April 2025Vernissage Freitag, 14. März 2025, 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Guy Denning - Vermibus- Tipping Point - Ausstellung in Duesseldorf

Das Wort Tipping Point oder Kipp-Punkt begegnet uns im Alltag immer häufiger. Verwendet wird es meist im Zusammenhang mit Auswirkungen des menschlichen Lebens auf die Natur und das Klima. Auch in Diskussionen über die Veränderung des gesellschaftlichen Miteinanders oder der Verschiebungen des politischen Klimas hin zu extremen Richtungen taucht dieses Wort immer wieder auf. Kipp-Punkte werden als Schwellenwerte beschrieben nachdem Veränderungen unwiderruflich und extrem werden. Diese finden wir auch in der Kunst. Zustände ab dem ein Werk seine Bedeutung oder Visualität massgeblich verändert.VERMIBUS Vermibus bearbeitet Photographien mit Lösungsmitteln. Dabei modifiziert er deren Ästhetik und damit natürlich auch wie es wahrgenommen wird. Der einmal gestartete chemische Prozess muss wohl dosiert sein und dann im richtigen Moment gestoppt werden um das von VERMIBUS gewünschte Ergebnis zu erzielen. Der spanische Künstler ist seit vielen Jahren als sogenannter Adbuster aktiv. Aus Protest gegen das proklamierte, bis zur Perfektion pervertierte Schönheitsideal der Werbung, das Glück nur als Folge von vermeintlicher Erscheinung erlaubt, entfernt er Werbeplakate, verfremdet die Motive in seinem Studio und hängt sie anschließend wieder an die gleiche Stelle. Heute macht VERMIBUS eigene Photographien, bearbeitet diese im gleichen Prozess und lotet diese Schwellenwerte aus an denen die Bilder ihre Ästhetik und Aussage massgeblich verändern. Guy Denning Auch in unserer Gefühlswelt kennen wir Kipppunkte. Momente in denen eine Stimmung die Situation plötzlich komplett verändert. Obwohl man sich des stärker werdenden Gefühls noch gar nicht so ganz bewusst ist, ist sie häufig schon im Ausdruck des Gesichts und der Körperhaltung les- und sichtbar. Der englische Künstler Guy Denning sucht diese Expressionen und zeigt sie in seinen Arbeiten. Mit seiner für ihn sehr typischen und ausdrucksstarken Maltechnik fängt er die Emotionen seiner Protagonisten ein und arbeitet sie zum Teil mit wenigen markanten Strichen heraus. Guy Dennings Werke kombinieren traditionelle und zeitgenössischen Malweise. Er verwendet Kohle und Kreide, Ölfarben aber auch Sprühlack in seiner Arbeit. Mit vom Punk inspirierten, als Collage eingefügten und schablonierten Text ergänzt er eine zusätzliches Narrativ. Seine Bildsprache und Ästhetik, vermischt mit der politischen Erzählung, die sich durch sein Werk zieht, geben seinen Arbeiten eine ungewöhnliche Kraft. Ausstellung: 15. November 2024 – 17. Januar 2025 Vernissage: Donnerstag 15. November, 19h Pretty Portal Brunnenstrasse 12 40223 Düsseldorf

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Als kleines Intermezzo zeigen wir eine Fotoausstellung der amerikanischen Fotografin Sheila Rock, die anlässlich der Electri_City Conference in Düsseldorf zu Gast ist. Bekannt ist sie vor allem für ihre Porträts von Musikerinnen und Musikern wie Debbie Harry (Blondie), The Clash, Visage und Billy Idol. Die Ausstellung ist vom 24. Oktober bis 2. November zu sehen.Über die FotografinSheila Rock wurde in den USA geboren und zog 1970 nach London. Ihre Karriere als Fotografin begann 1980 mit der Zeitschrift THE FACE. Sie stellt regelmäßig in London und international aus. Ihre Porträtarbeit umfasst ein breites Spektrum an Stars aus Musik und Unterhaltung. Ihre Arbeiten erschienen in Publikationen von der Vogue bis zur Sunday Times. Teile ihres Werks befinden sich in der ständigen Sammlung der National Portrait Gallery in London.Sheila Rock war mit dem 2021 verstorbenen Fotografen Mick Rock verheiratet, der mit seinen Aufnahmen von David Bowie, Lou Reed, Queen und Syd Barrett bekannt wurde.Sheila Rock – PhotographyAusstellung 24. Oktober – 2. November 2024Vernissage Donnerstag, 24. Oktober 2024, 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Schon die alten Griechen befragten Orakel, wenn sie wichtige Entscheidungen fällen mussten oder Veränderungen im Leben anstanden. Damals mussten dafür noch Priesterinnen in Trance versetzt werden, und das Orakel stand nur Mitgliedern der Gesellschaft von hohem Stand offen. Die Aussagen des Orakels waren vielfältig auslegbar und luden zur Reflexion ein. Die Befragung von Orakeln findet sich in allen Kulturen wieder und reicht bis in die Gegenwart.Das TarotMit dem Tarot taucht im 15. Jahrhundert in Italien ein Kartenspiel auf, das ab dem 18. Jahrhundert, vor allem in Frankreich, zur Wahrsagung sowie zu psychologischen und esoterischen Zwecken verwendet wird. Bis heute erfreut sich das Tarot großer Beliebtheit und wird zur Auseinandersetzung mit der individuellen Lebenssituation oder mit anstehenden Entscheidungen herangezogen. In einer Zeit, die kaum komplexer sein könnte und uns mit Veränderungen in unserer Lebenswirklichkeit konfrontiert, wünschen sich viele einen mystischen Fingerzeig, mit dem sie den Blick in die Zukunft neu justieren können.ARDIFs Interpretation der ArkanaDer französische Urban-Art-Künstler ARDIF hat sich mit dem Thema des Orakels auseinandergesetzt und ein ganz eigenes Tarot entwickelt. Dafür hat er die 22 großen Arkana in seiner unverwechselbaren illustrativen Bildsprache umgesetzt und das „Oracle of Mechanimals“ geschaffen. Das Werk von ARDIF zeichnet sich durch konzeptionelle Stärke und zeichnerisches Talent aus, das in seinen detailreichen Illustrationen eindrucksvoll zur Geltung kommt. Seine Arbeiten begeistern Kunstinteressierte und Sammler aus aller Welt. Die 22 Zeichnungen des „Oracle of Mechanimals“ sind ab dem 26. April in der Galerie Pretty Portal zu sehen

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Ein Rätsel ist mehr als eine offene Frage. Es ist eine Einladung, genauer hinzusehen, Zusammenhänge zu erkennen und Bedeutungen zu entschlüsseln. Genau diese Einladung sprechen die Werke von REMED und SAM3 aus. In der Duo-Show ENIGMA bringen wir die beiden Künstler, die seit Langem fester Teil unseres Galerieprogramms sind, zusammen und zeigen ihre neuen Arbeiten.Zwei PioniereREMED und SAM3 gehören zu den frühen Vertretern der Urban Art, einer bis heute jungen Kunstrichtung. Ihre Werke wurden bereits in der MODART besprochen, und ein Wandbild von SAM3 ist in Banksys Film „Exit Through the Gift Shop“ zu sehen. Die beiden Künstler kennen und schätzen sich seit vielen Jahren.1 + 1 = 3Für ENIGMA haben sie gemeinsam an mehreren Arbeiten gemalt und die Schnittmenge ihrer künstlerischen Spielräume ausgelotet. Entstanden sind drei Leinwände, in denen sich beide Bildsprachen auf eindrucksvolle Weise verbinden und etwas ganz Neues hervorbringen. Begleitet wird dieses Ensemble von einer Reihe von Skizzen, die Einblick in den gemeinsamen Arbeitsprozess geben. Darüber hinaus zeigen beide Künstler eigenständige Werke.Form und FarbeREMED und SAM3 teilen eine klare, reduzierte Formensprache, setzen Farbe jedoch ganz unterschiedlich ein. SAM3 arbeitet stark reduziert und kontrastreich, vorwiegend in Schwarz und Weiß. Die Werke von REMED hingegen sind ausgesprochen farbenfroh. Dabei verzichtet er meist darauf, Farben zu mischen, und setzt Farbflächen direkt nebeneinander. Aus diesen Kontrasten im Farbspektrum entsteht eine besondere Leuchtkraft.Vertraut und rätselhaftDie Besucher erwarten zeitlos anmutende Werke, die sich mit philosophischen Konzepten auseinandersetzen und aus Motiven und Symbolen der klassischen Antike schöpfen. Dadurch wirken sie vertraut und zugleich mystisch und laden zur Reflexion ein.REMED & SAM3 – „ENIGMA“Ausstellung 17. November 2023 – 25. Januar 2024Vernissage Freitag, 17. November 2023, 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Der erste Eindruck täuscht. Das wissen wir alle, und doch lassen wir uns immer wieder vom schönen Schein verleiten. Die Ausstellung „Looks are deceiving“ vereint vier Künstler, die sich in ihren Porträts mit Schönheit, Ästhetik und deren Wahrnehmung in unserer Gesellschaft auseinandersetzen.Der schöne ScheinIn einer Zeit, in der stündlich Millionen neuer Bilder über das Internet und die sozialen Netzwerke in Umlauf kommen, ist das kaum verwunderlich. Wir wissen, wie Bilder manipuliert werden und dass sich heute selbst Videos in Echtzeit mit Filtern verändern lassen. Und doch beeinflussen sie unseren Blick auf die Wirklichkeit. Seit Kurzem erzeugt künstliche Intelligenz Bilder, die täuschend echt aussehen. Das Verwirrspiel erreicht damit ein neues Level.Das Spiel mit der WahrnehmungDie Werke in dieser Ausstellung sind echt. Sie wurden nicht von einem Computer nach Eingabe einiger Textzeilen generiert, sondern von Hand gemalt. Und doch spielen sie mit unserer Wahrnehmung. Die teils fotorealistisch wirkenden Porträts werden stellenweise verwischt, verzerrt und mit geometrischen Elementen überlagert. Künstliche, oft monochrome Farbgebungen erzeugen eine Visualität, wie man sie aus der hyperrealistischen Computergrafik kennt. In dieser Ästhetik liegt der besondere Reiz der Arbeiten: Sie laden dazu ein, zu verweilen und in den schönen Schein einzutauchen.Ben SlowBen Slow arbeitet mit unterschiedlichen Materialien an seinen meist monochromen Porträts. Seine dramatisch wirkenden Werke bewegen sich zwischen Abstraktion und Figuration. Inspiration findet er im pulsierenden Leben der Londoner Viertel mit ihrer elektrisierenden Mischung verschiedener Kulturen und in den schillernden Charakteren, denen er auf seinen Reisen begegnet..EPODDie Arbeit von .EPOD ist stark von Graffiti, Konzeptkunst und Fine Art beeinflusst. Aus der Verschmelzung dieser drei Einflüsse entsteht eine unverwechselbare, sofort wiedererkennbare Handschrift. In seinen Werken verbindet .EPOD unsere Vorstellung von Zukunft mit Vintage, Mode mit Technologie und Realität mit Verfremdung.Fin DACFin DAC hat über die Jahre eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt, die er „Urban Aesthetics“ nennt. Bekannt ist er für seine Darstellungen eurasischer Frauen. In seinen Arbeiten hinterfragt er Themen wie Emanzipation und Selbstbestimmung von Frauen, sexuelle Stereotype und kolonial geprägte Wahrnehmungsmuster.SKIOSKIO beobachtet einen Alltag, der durch die wachsende Dominanz sozialer Medien immer virtueller wird. In seinen Gemälden untersucht er die Uniformität, die unsere Gesellschaft dem Einzelnen auferlegt, und den Anspruch an Schönheit. Inspiriert von Bauhaus und Surrealismus sucht er die Balance zwischen Komplexität und Minimalismus und experimentiert dabei mit Geometrie, Anatomie und Farbe.„Looks are deceiving“Ausstellung 23. Juni – 5. AugustVernissage Freitag, 23. Juni, 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Cutting Edge - Ausstellung in Düsseldorf

Ab dem 5.5. zeigen wir die Ausstellung „Cutting Edge“ mit Werken von Marc C. Woehr und Theo Lopez. Damit stellen wir zwei weitere Künstler vor, die im vergangenen Jahr am Pretty Wall Project in Düsseldorf beteiligt waren. Beide Künstler sind in der grafischen Abstraktion angesiedelt. Der Titel Cutting Edge bezieht sich einerseits auf den künstlerischen Prozess und andererseits auf die stetige Weiterentwicklung, mit der sowohl Marc C. Woehr als auch Theo Lopez Graffiti neu interpretieren und mit Ideen des Informel, Bauhaus, Dada und des Abstrakten Expressionismus verweben. Die Straße als kleinste Einheit, die Architektur und die Stadt als große StrukturMarc C. Woehr begann seine ästhetische Produktion vor mehr als zwanzig Jahren auf der Straße. Die Straße als kleinste Einheit, die Architektur und die Stadt als große Struktur, als Matrix haben ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Er hat sie durchdrungen und in alle Richtungen untersucht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Seine Holzreliefs und Papercuts sind zu seinem absoluten Alleinstellungsmerkmal geworden. Aus der Auseinandersetzung mit der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts sind frische und sehr zeitgemäße Arbeiten entstanden, die nicht im Geringsten erkennen lassen, dass der Künstler seine Karriere nicht mit dem Pinsel oder dem Zeichenstift, sondern mit der Sprühdose in der Hand begonnen hat. Wild Style, Dada & abstrakter Expressionismus In Théo Lopez Bildern gleiten Linien über die Leinwände. Sie folgen imaginären Freiformen, schwingen im harmonischen Rhythmus, nehmen gerade Wege um plötzlich ihre Richtung zu ändern. Dabei definieren sie Formen, die an Wild Style Graffiti erinnern und von Dadaismus und Surrealismus inspiriert sind. Nach weiteren Einflüssen gefragt, nennt Theo Lopez die russischen Konstruktivisten, und den abstrakten amerikanischen Expressionismus. All diese Richtungen vereint Théo Lopez in Werken die der zeitgenössischen Kunstrichtung des Graffuturismus zuzuordnen sind. Auffällig sind neben der ausdrucksstarken Formensprache auch sein gekonnter Umgang mit Licht und Schatten und der Einsatz kräftiger Farben, die seinen Werken eine wunderbare Lebendigkeit verleihen. Théo Lopez ist eins der besonderen Talente der französischen Urban Contemporary Szene. Er wurde 1989 in den Pariser Vorstädten geboren wo er nach wie vor lebt und arbeitet. Bereits 2008 wurde er von der Kunstsammlung 9éme Concept eingeladen, für die er mehrere große Projekte auf internationaler Ebene realisierte. Seitdem arbeitet Theo an seinem Ausdruck und seiner Bildsprache. Dabei hat er sich immer weiter vom Gegenständlichem zum Abstrakten, vom Effekt zum Wesentlichen weiterentwickelt. Seine Werke wurden in einer Vielzahl von Ausstellungen und Publikationen vorgestellt. Einige seiner Werke sind Teil der Kollektion von Nicolas Laugero Lasserre und sind im Art42 Urban Art Museum in Paris ausgestellt. ' Marc C. Woehr & Theo Lopez „Cutting Edge“ Ausstellung 5. Mai – 16 Juni 2023 Vernissage Freitag 5. Mai 2023, 19h Pretty Portal Brunnenstrasse 12 40223 Düsseldorf

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Ausstellung in Düsseldorf Alexis Bust Stephens

In street dance, to "bust a move" means to throw down a dance move: a moment full of energy and tension that combines precision of expression with absolute focus on the arc of movement and body dynamics. This is precisely the moment Alexis "Bust" Stephens captures in his paintings and drawings. Bust a move is his first solo exhibition at Pretty Portal.A Rapid RiseWe first presented him in 2021 in a duo show with Guy Denning. Since then, his artistic career has taken off at remarkable speed. Alexis was selected by the International Olympic Committee to paint the new Olympic sports for The Olympic Museum in Lausanne, where his works are now on display. Watch the making-of video of the project. Shortly before that, he had been invited by Hera (Herakut) to take part in an art project she curated in Bayreuth. Over the past two years, Alexis has painted murals at numerous art events, including the Pretty Wall Bilk project in Düsseldorf. We are excited to see what the near future holds for him.The Body as a WaveAt the heart of Alexis "Bust" Stephens' artistic vision lies his love of physical expression, movement and gesture. He likes to imagine the body as the result of organised waves: "We are not made of much, and yet everything pulses within us." Inspired by Abstract Expressionism and graffiti, he translates the movement and energy he senses into his works. Alexis lives and breathes the idea of the grand geste and of Abstract Expressionism. In his artistic process, he combines painterly technique with instinct. His lively line work reflects waves and frequencies, creating a cycle of rhythm and colour. His brushstrokes, born of gesture and expression, initially appear abstract, almost chaotic. The further a work develops, the more clearly they take the form of his dancing protagonists.Complete Freedom of Expression in Public SpaceAlexis "Bust" Stephens was born in Paris in 1983 to a French mother and a Jamaican father. He discovered his talent for dance and painting early on and began his artistic journey within urban culture. His hip-hop and breakdance performances quickly drew attention, and he was invited with various crews to competitions and jams across Europe. Above all, however, he preferred to leave his mark in public space, which offered him complete freedom of expression.While experimenting with different painting techniques, he soon connected with the vast Parisian street art and graffiti scene. From the outset, he was determined to combine dance and painting in his style, his motifs and his performances. This period gave rise to his alias "Bust the Drip", a combination of the dance slang "to bust a move" and the "drips" of running paint that often result from his technique. Invitations to art festivals and projects soon followed, as well as exhibitions in various French galleries. With features in magazines and on television, and with his works in The Olympic Museum in Lausanne, he is today one of the most exciting emerging artists in French urban art.Alexis "Bust" Stephens – "Bust a move"Exhibition 17 March – 28 AprilOpening Friday, 17 March, 7 pmPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Stencils Only, feat. AKE, Guy Dennning, Jana&JS, kurznachzehn, L.E.T., Monkeybird, Otto Schade seileise

Nomen est omen: STENCILS ONLY presents artists for whom working with stencils plays a central role.A Technique with HistoryThe stencil is one of the oldest image-making techniques of all, and at the same time one of the most defining in urban art. In the early 1980s, Blek le Rat took it to the streets of Paris and established it as an art form in its own right. Later, the legendary Banksy helped it achieve worldwide popularity. Today, countless exciting artists work with stencils, taking their interventions to the streets and creating artworks in public space.Precision and ImmediacyThe appeal of the technique lies in a contradiction. Cutting a stencil is a slow, precise process, often taking many hours and several layers. Spraying, by contrast, takes seconds. The stencil thus combines meticulous craftsmanship with the speed of the street. Every work is reproducible, yet remains unique, as the surface, the application of paint and the surroundings change the image each time.Eight PositionsIn this edition of the STENCILS ONLY show, we present new works by eight artistic positions that demonstrate how diverse this technique can be: from pointed social critique and poetic snapshots to richly symbolic visual worlds.FAKE Dutch artist FAKE is considered Amsterdam's best-known stencil artist, both on the street and on canvas. His vividly coloured works draw on icons of everyday life and pop culture, slightly provocative and always with a healthy dose of humour and irony. Among his best-known pieces is the award-winning "Super Nurse", a tribute to healthcare workers during the COVID-19 pandemic.Guy Denning British artist Guy Denning combines a traditional painterly style with a contemporary, punk-inspired element: collaged and stencilled text that adds a further, often political layer of narrative to his figures. His works are held in several public collections, including the MAGI'900 Museum of Contemporary Art in Bologna.Jana & JS The Austrian-French duo has been painting together since 2006 and is known for multicoloured stencil works based on their own photographs. Jana & JS combine portraits with urban landscapes and architecture, deliberately choosing old materials that speak of the passage of time. After years in Madrid and Paris, they now live in Salzburg.kurznachzehn German artist kurznachzehn discovered her technique in 2011 through nostalgic family photos from the 1950s. She first sprays her multi-layered stencils onto paper and then pastes them up in the urban landscape. For her gallery works, she also uses wooden panels and found metal.L.E.T. The initials stand for "Les Enfants Terribles". The French-born artist has been active on the street since 1992 and has shaped the cityscape of his adopted hometown, Düsseldorf, making him one of the street artists of the very first hour. He pairs his mostly black-and-white figures with charmingly provocative messages that expose the shortcomings of our consumer and fun-driven society with a wink.Monkeybird The Bordeaux duo, made up of Temor ("Monkey") and Blow ("Bird"), has been working together since 2012. Their entirely hand-cut stencils depict metaphysical architectures inspired by geometry, mechanics, cosmology and astronomy. The monkey and the bird represent the two sides of human nature: the realist and the dreamer.Otto Schade Born in Chile, the artist also known as "Osch" began his career as an architect and urban sculptor. He has lived in London since 2006, where his architectural understanding of space led him to develop his distinctive "ribbon" style. The intertwining bands shape his subjects and give them an almost sculptural presence.seiLeise Behind seiLeise is Cologne-based artist Tim Ossege, who uses stencils and other urban art techniques to comment on social developments and world events. His pointed motifs provoke thought without wagging a finger. He is also regarded as a pioneer of reverse graffiti, using stencils and a sandblaster to clean motifs out of dirty walls."STENCILS ONLY"Exhibition 2 December 2022 – 10 February 2023Opening Friday, 2 December 2022, 7 pmPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Pretty Wall Bilk

Wo man früher den Schritt beschleunigte, bleibt man heute stehen. Seit August 2022 hat Düsseldorf ein neues kulturelles Highlight: Pretty Wall Bilk. In der Unterführung des S-Bahnhofs Bilk zeigen zehn Urban-Art-Künstler ihre Werke. Aus einem unwirtlichen Ort, den jeder so schnell wie möglich zu passieren versuchte, ist eine Galerie im öffentlichen Raum geworden.Eine Galerie im VorübergehenDas neue Open-Air-Museum zeigt ein breites Spektrum zeitgenössischer urbaner Positionen: figurative neben abstrakten Werken, von Graffiti über Street Art bis hin zu Urban Art und Graffuturismus. Passanten halten heute auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen an und nehmen sich einen Moment Zeit für die Kunst.Fünf Jahre bis zum ersten PinselstrichDie Idee für eine Galerie in der Unterführung hatten wir bereits 2017. Doch gute Dinge brauchen Zeit, und so dauerte es weitere fünf Jahre, bis sie umgesetzt werden konnte. Bürokratische Hürden, Genehmigungen für die Gestaltung der Wände und Säulen, die Suche nach finanzieller Unterstützung und manch andere, weniger spannende Aufgabe mussten bewältigt werden, bevor das Projekt 2022 endlich starten konnte. Noch bevor der erste Pinselstrich die Wand erreichte, wurde die Projektidee mit dem Urbanana-Preis von Tourismus NRW ausgezeichnet.Die teilnehmenden Künstler waren schnell gefunden. Alexis „Bust“ Stephens, ARDIF, Demon, L.E.T., Marc C. Woehr, Roman Klonek, Oliver „MAGIC“ Räke, SKIO, Théo Lopez und Top Notch brachten ihre künstlerischen Ideen ein, übertrugen sie auf die Wände und ließen Pretty Wall Bilk Wirklichkeit werden.Von der Wand in die GalerieFür THE PRETTY WALL SHOW haben wir alle beteiligten Künstler eingeladen, ihre neuesten Studioarbeiten zu zeigen. Wie die Werke in der Unterführung bietet auch die Auswahl in der Galerie einen hervorragenden Überblick über die Bandbreite zeitgenössischer Urban Art. Zu sehen sind Gemälde, Mixed-Media-Installationen und Zeichnungen.„THE PRETTY WALL SHOW“Ausstellung 14. Oktober – 25. November 2022Vernissage Freitag, 14. Oktober 2022, 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Chazme & Pavel Ryzko "COPYPASTE"

Kopieren und Einfügen: zwei Befehle, die wir täglich nutzen, fast ohne darüber nachzudenken. Sie stehen für Übernahme, Wiederholung und Versatzstücke. In „CopyPaste“ bekommen sie eine neue Bedeutung. Hier übernehmen zwei Künstler nicht einfach Elemente voneinander, sondern bringen ihre Bildsprachen in einen echten Dialog und schaffen dabei etwas vollständig Neues.Zwei BildsprachenInspiriert von Brutalismus und Konstruktivismus, sind die urbanen Labyrinthe, die für CHAZMEs Bildsprache typisch sind, eine Metapher für das städtische Umfeld des modernen Menschen. Paweł Ryżko steht in der Tradition der osteuropäischen Plakatkunst.Das ExperimentFür „CopyPaste“ haben CHAZME und Paweł Ryżko gemeinsam eine Reihe von Werken geschaffen, in denen sie Collage, Siebdruck, Schablone und Malerei kombinieren. Dafür mussten sich beide aus ihrem vertrauten konzeptionellen Raum hinausbewegen und sich auf vielfältige Weise mit dem Verständnis von Farbe, Raum und Komposition des jeweils anderen auseinandersetzen, ohne dabei den eigenen Stil aufzugeben. Um dem Experiment einen Rahmen zu geben, einigten sie sich auf eine konkrete formale Vorgabe. Entstanden ist eine Serie von Arbeiten im Format 20 × 20 cm.Ein neuer SpannungsbogenIn diesen Arbeiten sind die charakteristischen Elemente beider Künstler deutlich erkennbar. Im Aufeinandertreffen der Bildsprachen entsteht darüber hinaus ein neuer, einzigartiger Spannungsbogen, der uns die bekannten Motive von CHAZME und Ryżko aus einer ungewohnten Perspektive näherbringt. Zu sehen sind Collagen und Gemälde.CHAZMEDaniel Kaliński alias CHAZME ist bekannt für seine Darstellungen surrealer, verschachtelter und komplexer Architekturen. Seinen künstlerischen Weg begann er mit figurativer Malerei in der Warschauer Graffitiszene. Seitdem hat sich seine Bildsprache hin zu formaler, grafischer Abstraktion entwickelt. In seinen Bildern verbindet er klassische Mythologie mit zeitgenössischer urbaner Erfahrung: Brutalismus trifft auf Poesie. Der in der Schweiz geborene polnische Künstler hat in Warschau Architektur und Stadtplanung studiert. Als international gefragter Muralist hat er seine Werke zudem in zahlreichen Ausstellungen in ganz Europa gezeigt.Paweł RyżkoPaweł Ryżko (geb. 1984) ist Absolvent der Akademie der Schönen Künste in Łódź. In seiner Arbeit bezieht er sich auf den Konstruktivismus und greift zu klar strukturierten Motiven, geometrischen Formen und ausdrucksstarken Farben, die immer wieder von typografischen Elementen unterbrochen werden. Für sein Werk erhielt er unter anderem den Preis der Polnischen Plakatbiennale und den Polnischen Grafikdesignpreis. Er ist Mitbegründer des internationalen Kollektivs „Void Projects“ (gemeinsam mit Alex Void) sowie des Studios Kukugrafika, das er mit Sainer von Etam Cru gegründet hat. Mit seiner Leidenschaft für Typografie, Druckgrafik und Wandmalerei ist sein Werk im urbanen Raum ebenso zu Hause wie in Galerien. Zudem hat er eine Reihe von Albumcovern gestaltet, darunter Frank Zappas „Hammersmith Odeon“, das 2010 vom Zappa Family Trust veröffentlicht wurde.CHAZME & Paweł Ryżko – „CopyPaste“Ausstellung 3. Juni – 15. JuliVernissage 3. Juni, 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Mixed Reality Show in Düsseldorf

Als Mixed Reality bezeichnet man Umgebungen oder Systeme, die die natürliche Wahrnehmung eines Menschen mit einer künstlichen verbinden. Das klingt zunächst nach Science-Fiction. Betrachtet man den Begriff jedoch weniger technisch, wird schnell klar, wie sehr wir heute schon mit vermischten Realitäten leben. Die Medien, die ungeheure Informationsflut aus dem Internet und nicht zuletzt die sozialen Netzwerke stellen unsere Vorstellung davon, was wirklich ist, fast täglich auf die Probe.Nichts ist, wie es scheintDie Ausstellung „Mixed Reality“ vereint drei Künstler, die sich mit diesen vermischten Wirklichkeiten auseinandersetzen und dabei Schönheit, Ästhetik und deren Wahrnehmung in unserer Gesellschaft hinterfragen. Fin DAC, den wir bereits seit 2012 im Programm haben, zeigt neue Arbeiten. Mit SKIO und Vermibus freuen wir uns, zwei weitere spannende Positionen erstmals bei uns zu präsentieren.Fin DAC zeigt in seinen Collagen buchstäblich „zerrissene“ Protagonistinnen und setzt verschiedene Versionen des scheinbar Gleichen neu zusammen. Dabei hinterfragt er sexuelle Stereotype und kolonial geprägte Wahrnehmungsmuster. SKIO beobachtet einen Alltag, der durch die wachsende Dominanz sozialer Medien immer virtueller wird. In seinen Gemälden untersucht er die Uniformität, die unsere Gesellschaft dem Einzelnen auferlegt, und den Schönheitsanspruch, der insbesondere Frauen aufgezwungen wird. Auch Vermibus setzt sich mit gesellschaftlich und medial geprägten Schönheitsidealen auseinander. Er vermenschlicht seine zuvor entpersonalisierten Modelle, indem er sie im wahrsten Sinne des Wortes auflöst, und übt so scharfe Kritik an der Werbe- und Modeindustrie.Zu sehen sind Collagen, Gemälde und analog bearbeitete Fotografien.Fin DACIn seiner rasanten Karriere als Urban Artist hat der irische Künstler Fin DAC eine sehr markante Bildsprache perfektioniert, die Elemente zeitgenössischer Kunst und Urban Art vereint. Er selbst nennt sie „Urban Aesthetics“. Seine Einflüsse als Autodidakt und Nonkonformist reichen von düsteren Graphic Novels bis zu den Werken von Francis Bacon und Aubrey Beardsley. Dieser Stil hat ihm in gut einem Jahrzehnt eine außergewöhnlich erfolgreiche Karriere beschert: Seine Originale und Editionen sind heute sehr begehrt, und er hat weltweit eine treue Sammlerschaft.In seinen Werken setzt sich Fin DAC mit weiblicher Emanzipation und Selbstbestimmung auseinander sowie mit der Neuausrichtung des männlichen, kolonial geprägten Blicks auf Frauen anderer Kulturen. Meist malt er eurasische Frauen, die er in traditioneller und zeremonieller Kleidung inszeniert. Sein Interesse ist dabei weder oberflächlich noch gedankenlos. Fin DAC formuliert die geschlechtsspezifischen und kulturellen Stereotype, die diese Frauen umgeben, neu und entwirft eine Erzählung, die ihre Sinnlichkeit mit Sensibilität feiert statt mit Aneignung.In seinen Wandbildern sind die Frauen oft groß und imposant. Sie beanspruchen die Kontrolle über ihre urbane Umgebung und sind zugleich feminin, mit klassisch zarten Zügen: mächtig und verletzlich, ästhetisch und intellektuell, körperlich und emotional. Obwohl seine Wandbilder auf der ganzen Welt zu finden sind, bleibt Fin DAC ein Außenseiter der Street-Art-Szene, der lieber mit persönlichen Projekten seinen eigenen Weg geht.SKIOIn seiner neuen Werkserie „Human in the City“ hinterfragt SKIO die Situation des Menschen in einer modernen Welt und ihrer bedrückenden Anonymität. Man sagt, die Augen seien der Spiegel der Seele. SKIO lässt sie in seinen Bildern bewusst weg und verstärkt so das Gefühl der Anonymität. Gerade der fehlende Blickkontakt öffnet dem Betrachter einen Raum, in dem er sich der Spannung der Bilder nicht entziehen kann.SKIO setzt seine Figuren in surrealistisch inspirierte Architekturen und hinterfragt so unseren Platz im urbanen Umfeld. Dabei spielt er mit der Ästhetik und den Konzepten virtueller Welten. Einige seiner Protagonisten scheinen VR-Brillen zu tragen und verweisen auf die wachsende virtuelle Dimension unseres Lebens.SKIO malte seine ersten Wandbilder 1993 in der Region um Nizza. Nach einer Phase des Experimentierens mit Typografie und Graffiti fand er bald zu figurativeren Bildwelten, die anfangs von Pop- und Fernsehkultur inspiriert waren. Heute verbindet er geometrische und architektonische Formen mit Porträts, die wie Skulpturen anmuten. Inspiriert von Bauhaus und Surrealismus sucht er die Balance zwischen Komplexität und Minimalismus und experimentiert mit Geometrie, Anatomie und Farbe. Seine Werke waren in zahlreichen Ausstellungen und Festivals weltweit zu sehen, unter anderem in Paris, London, Mexiko und Shanghai. In den letzten Jahren hat SKIO eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen, die sein Schaffen in den Fokus vieler Urban-Art-Sammler gerückt hat.VermibusGlattere Haut, kleinere Tränensäcke, größere Augen und vollere Lippen: Das „Photoshoppen“ des menschlichen Körpers zur vermeintlichen Perfektion ist in der Werbung längst der Normalfall. Schönheit geriert sich als Synonym für Erfolg und Glück. Und obwohl die meisten Menschen erkennen, dass diese Prämisse falsch ist, wird sie gesellschaftlich akzeptiert und von der großen Mehrheit befolgt. In den sozialen Medien übernehmen Influencer diese Werbekonzepte und tragen sie zu einem breiten Publikum, das begonnen hat, sich selbst als Marke oder Produkt zu präsentieren.Der in Berlin lebende Künstler und Aktivist Vermibus hat einen einzigartigen künstlerischen Prozess entwickelt, mit dem er zeitgenössische Schönheitsideale hinterfragt. Im Fokus steht die Entwicklung weg von individueller Identität hin zum Konformismus. Große Aufmerksamkeit erregte er, als er begann, Werbeplakate aus dem öffentlichen Raum zu entfernen, sie in seinem Atelier zu bearbeiten und anschließend wieder im Stadtraum anzubringen. Der öffentliche Raum ist für die Botschaft seines Werks von zentraler Bedeutung.Vermibus wurde 1987 in Palma de Mallorca geboren, wo er früh Anschluss an die lokale Graffitiszene fand. 2003 zog er nach Madrid, entdeckte neue Maltechniken und begann, Werbung mit Schablonen zu dekonstruieren. Kurz darauf arbeitete er als Illustrator und später als Fotograf für verschiedene Werbeagenturen. Ende 2010 zog er nach Berlin und war sofort von der lebendigen Street-Art-Szene begeistert. Bald darauf startete er das Projekt „Unveiling Beauty“, das 2015 vom Fotografen Mark Rigney und dem Filmemacher Xar Lee dokumentiert wurde und seinen Stil auf eine neue konzeptionelle Ebene hob. Das Projekt führte zu einer Reihe öffentlicher Interventionen während der Fashion Weeks in New York, London, Mailand und Paris. Mit diesen Interventionen in den „Big Four“ wollte Vermibus die Schönheitskulte dort ansprechen, wo sie entstehen. Seitdem wurden seine Werke in zahlreichen Ausstellungen und Publikationen gezeigt. Seine unverwechselbare Bildsprache und seine radikale konzeptionelle Arbeitsweise haben ihm weltweit große Anerkennung und eine stetig wachsende Sammlerschaft eingebracht.Fin DAC, SKIO, Vermibus – „Mixed Reality“Ausstellung 8. April – 13. MaiVernissage 8. April, 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Roman Klonek - Magic Box

Wer eine magische Kiste öffnet, weiß nie genau, was zum Vorschein kommt. Knapp drei Jahre nach seiner letzten Einzelausstellung bei Pretty Portal öffnet Roman Klonek seine und zaubert daraus eine wunderbare Zusammenstellung neuer Arbeiten hervor.Traumartige WeltenRoman Kloneks Bilder entführen uns in rauschhafte, traumartige Welten, in denen er Geschichten von Fabelwesen und anthropomorphen Figuren erzählt. Seine Erzählungen führen uns in wattig-absurde Landschaften und versetzen uns immer wieder in fröhliches Erstaunen. Textelemente in Schriften, die den meisten von uns fremd sind und die Roman augenzwinkernd „Merkwürdigkeitsverstärker“ nennt, runden seine Kompositionen ab.Die Kunst des HolzschnittsDoch nicht nur Romans Bildwelten sind etwas ganz Besonderes. Auch der Holzschnitt, mit dem er seine Werke herstellt, sticht heraus und lädt dazu ein, seine Arbeiten mehr als nur einmal zu betrachten.Der KünstlerDer 1969 im polnischen Kattowitz geborene Künstler studierte Anfang der 1990er-Jahre visuelle Kommunikation an der FH Düsseldorf. Bei Harald Fuchs schloss er sein Studium mit einer Serie von Holzschnitten ab, die den Grundstein für seine weitere Entwicklung legte. Geistig verbunden fühlt er sich Künstlern wie Fjodor Chitruk, Zdeněk Miler, Yoshitomo Nara oder Takashi Murakami. Erfahrungen sammelte er nicht nur im ungewöhnlichen Charakterdesign, sondern auch als Gründer der Non-Profit-Galerie Revolver in Düsseldorf, als Gastprofessor in Mainz und als Dozent für Druckgrafik an der FH Würzburg. Zahlreiche nationale und internationale Einzel- und Gruppenausstellungen halten seine Finger fürs Zeichnen und Schneiden in seinem Düsseldorfer Atelier warm.Verloren im Druck Text von Raiko OldenettelWer schreibt, bleibt. Roman Klonek weiß das und macht sich gerne Notizen. Dass diese nicht aus Worten bestehen, mag das Ergebnis seines Arbeitsprozesses sein. Sein Ideenfundus besteht aus Skizzen, kleinen Variationen von Figuren und Formen, Abstraktionen aus Cartoon und Andersweltlichem. Diese Notizen denken nicht rückwärtsgewandt und erinnernd, sondern sind in ständiger Verwandlung auf die Zukunft ausgerichtet. So könnte man sagen: „Wer skizziert, der wird.“ Was genau aber macht der Düsseldorfer Künstler, wenn er täglich zeichnet, Altes neu erfindet und schließlich einen kleinen, ausgewählten Teil auf das Podest des Papiers erhebt?Eine Narration in FormenKlonek wurde in den 1960er-Jahren in Polen geboren und verbrachte dort seine frühe Kindheit. Erinnerungen an ratternde Super-8-Cartoons nahm er mit nach Deutschland, wo klassische amerikanische Cartoons, tschechische Animationsfilme sowie japanische Anime und Manga seinen unverkennbaren Stil prägten. Er entschied sich für ein Studium der visuellen Kommunikation und verlangsamte das bewegte Bild in seinem Geist schon früh auf dessen druckgrafische Qualität. Das Film-Still, ein wiederkehrender Begriff im Wortschatz seiner Kenner und Kritiker, schält er aus den Formenwelten seines Notizbuchs heraus. Gerade deshalb mag er sich dem langsamsten Medium, der Druckgrafik, zugewandt haben, um diese Entschleunigung noch zu radikalisieren.Klonek arbeitet im Holzschnitt, genauer gesagt in der Technik des verlorenen Schnitts. Der Aufwand, bis seine Ensembles farbig, reduziert und lebendig vor dem Betrachter erscheinen, ist kolossal. Anders als bei seinen rastlos sich wandelnden Skizzen muss er die Realisierung nun rückwärts denken, denn im verlorenen Schnitt geht das Material unwiederbringlich verloren. Zunächst überträgt er die Vorzeichnung auf die Platte. Dann trägt er Schicht für Schicht die Partien ab, die in der zuvor gedruckten Farbe stehen bleiben sollen. Nur die verbleibenden, erhabenen Flächen nehmen die nächste Lage öliger Druckfarbe auf und geben Konturen und Felder an das Blatt ab. Da sich dieser Vorgang für jede Farbe wiederholt, muss er nicht nur spiegelverkehrt denken, sondern darf auch keine Form aus den Augen verlieren. Was einmal abgetragen ist, lässt sich nicht zurückholen; Korrekturen sind kaum möglich. Kleine Auflagen sind die Folge, und jedes Blatt ist dank minimaler Abweichungen im Grunde ein Unikat: ein Statement in einer Zeit, in der Offsetdruck und digitale Medien die visuelle Kommunikation dominieren und auf Replizierbarkeit setzen.Bitte nähertreten!Nicht nur die Technik, auch die Bildwelten selbst appellieren an das Gefühl des Verlorenseins. Wie in einem angenehmen Rausch begegnet man wilden Tieren, anthropomorphen Mischwesen und unmöglichen Landschaften. Mit Überschriften, Untertiteln und comichaften Sprechblasen verbindet er die Ratlosigkeit mit der Unwirklichkeit des Gesehenen, denn die abgebildeten Sprachen sind für die meisten Europäer nicht lesbar. Japanisch und Russisch haben es ihm durch seine Reisen besonders angetan. „Merkwürdigkeitsverstärker“ nennt er die Schriftzüge aus Kanji und kyrillischen Buchstaben: merkwürdig, weil sie stetige Aufmerksamkeit verlangen, verstärkend, weil sie die Irritation katalysieren. Ihre Zeichenhaftigkeit unterstreicht die innere Energie der Fabelwesen und Superschurken, die das Publikum mit Buntfarbigkeit und scheinbarer Harmlosigkeit anziehen.Steht man jedoch erst einmal vor einem Blatt wie „Naruto“, das von Weitem wie ein Filmplakat anmutet, und erfasst die eigentliche Handlung der Kreatur, halb Fledermaus, viertel Mensch, viertel Gummistiefel, kann von Sicherheit keine Rede mehr sein. Kloneks narrative Formen-Mutanten haben Zähne. Sie können riesengroß oder winzig sein, erinnern an Naturgewalten aus der Petrischale oder haben, wie eben in „Naruto“, ihre eigenen Waffen mitgebracht. Dass viele von ihnen mit sich selbst oder ihrem eigenen Unglück beschäftigt scheinen, ist kein Grund zur Entwarnung. Es ist eben das Ergebnis eines Skizzenbuchs, dessen verworfene Figuren erst recht neugierig machen. Roman Klonek – „Magic Box“Ausstellung 25. Februar – 1. AprilVernissage 25. Februar, 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Enter the circle | Graffuturism | urban abstract art

Bei einem Gespräch mit einem befreundeten Literaten über Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ kam natürlich auch der bekannte Dialog zwischen Zarathustra und dem Zwerg zur Sprache, in dem es um Zeit, Raum und den Augenblick geht: „Alles Gerade lügt, murmelte verächtlich der Zwerg. Alle Wahrheit ist krumm, die Zeit selber ist ein Kreis.“Die Mutter aller FormenDer Kreis wird oft als Mutter aller Formen bezeichnet, als vollkommene Form und als Grundgerüst, das direkt der Natur entspringt. Dennoch entstehen die meisten Bilder der zeitgenössischen Kunst auf rechteckigen Formaten. Das Rechteck setzt dem Bild eine klarere Grenze und bildet eine geschlossenere Fläche. Der Kreis dagegen hat keine Ecken und keine Innenwinkel, man könnte auch sagen: unendlich viele Seiten. Ein kreisrunder Malgrund ist für viele Künstlerinnen und Künstler deshalb eine neue Herausforderung.Die HerausforderungIn „Enter the Circle“ stellen sich zehn Positionen der grafischen Abstraktion und des Graffuturismus genau dieser Herausforderung. Manche nutzen den Kreis regelmäßig als Bildbegrenzung, manche gelegentlich, und einige haben für diese Ausstellung zum ersten Mal ein rundes Format gewählt.Zehn BildsprachenIn ihren Arbeiten reflektieren sie unterschiedlichste Ideen und Konzepte. Inspiration finden sie in der Auseinandersetzung mit Farben und Formen, in der Natur, in Architektur und urbanen Landschaften, in Typografie und Graffiti. So entstehen Bildsprachen, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Manche Werke sprudeln vor Lebendigkeit und Spontaneität, andere sind klar konstruiert und von großer Präzision. Gearbeitet wird mit Lack, Acryl, Papier, Holz und weiteren Materialien.„Enter the Circle“Ausstellung 3. Dezember 2021 – 4. Februar 2022 Dienstag – Freitag, 14 – 19 UhrVernissage Freitag, 3. Dezember 2021, 17 – 22 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Engel, die aus dem Jenseits ins Diesseits schreiten, Tänzer, die sich von Wellen und Frequenzen getragen selbst inszenieren, Individuen, die ihre Grenzen ausloten: In „Passing Through“ begegnen wir Gestalten auf der Durchreise. Sie wandeln auf besondere Weise durch Raum und Zeit, befinden sich auf dem Weg der Selbstfindung und setzen sich im stetigen Wandel mit der Vergänglichkeit auseinander.Zwei Positionen im DialogGuy Denning und Alexis „Bust“ Stephens stellen beide den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Bilder. Guy Denning, einer der frühen Vertreter der Urban Art, trifft in diesem Künstlerdialog auf Alexis „Bust“ Stephens, der unter dem Pseudonym „Bust the Drip“ vor allem in Paris in den Fokus von Kennern und Sammlern gerückt ist. Beide zeichnen sich durch einen sehr lebendigen Strich aus. Mit ihren ganz unterschiedlichen Maltechniken gelingt es ihnen, Diffusion und Auflösung mit detailgenauer Darstellung in einem Bild auf unverwechselbare Weise zu vereinen.Kohle und Kreide, Pinsel und SprühfarbeGuy Denning arbeitet vorrangig mit Kohle und Kreide. Er ist ein Meister darin, Ausdruck und Emotionen seiner Protagonisten mit nur wenigen Strichen präzise und nachfühlbar darzustellen. Alexis „Bust“ Stephens malt mit Pinsel und Sprühfarbe und fängt in seinen Bildern die Bewegung seiner Modelle ein. Seine Linien zeigen ganze Bewegungsabläufe und scheinen mit den Figuren auf der Leinwand zu tanzen. Gezeigt werden Arbeiten auf Papier und Leinwand.„Passing Through“ Guy Denning | Alexis „Bust“ StephensAusstellung 22. Oktober – 26. November 2021 Dienstag – Freitag, 14 – 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfAlexis „Bust“ StephensAlexis „Bust“ Stephens wurde 1983 in Paris als Sohn einer französischen Mutter und eines jamaikanischen Vaters geboren. Schon früh entdeckte er sein Talent für Tanz und Malerei und begann seine künstlerische Reise in der urbanen Kultur. Mit seinen Hip-Hop- und Breakdance-Performances erregte er schnell Aufmerksamkeit und wurde mit verschiedenen Formationen zu Wettbewerben und Jams in ganz Europa eingeladen. Am liebsten aber hinterließ er seine Spuren im öffentlichen Raum, der ihm völlige Freiheit des Ausdrucks gewährte.Beim Experimentieren mit verschiedenen Maltechniken knüpfte er bald Kontakte zur großen Pariser Street-Art- und Graffitiszene. Von Anfang an stand für ihn fest, dass er Tanz und Malerei in seinem Stil, seinen Motiven und seinen Performances verbinden wollte. Aus dieser Zeit stammt sein Alias „Bust the Drip“, eine Kombination aus dem Tanz-Slang „to bust a move“ und den „Drips“, den Farbverläufen, die bei seiner Malweise häufig entstehen.Später trat er dem Künstlerkollektiv Bang Crew bei, dessen Mitglieder aus Tanz, Malerei, Video, Fotografie und Musik kommen. Die Synergien im Kollektiv ermöglichten ihm umfangreiche Projekte in Frankreich und im Ausland. In dieser Zeit erkannte er, dass er sich stärker auf die Malerei konzentrieren und den Tanz als Motiv und in seinen Performances beibehalten wollte.Im Zentrum seiner künstlerischen Idee steht seine Liebe zu körperlichem Ausdruck, Bewegung und Gestik. Er stellt sich den Körper gerne als Resultat organisierter Wellen vor: „Wir bestehen nicht aus viel, und doch pulsiert alles in uns.“ Inspiriert von Abstraktem Expressionismus und Graffiti überträgt er die Bewegung und Energie, die er wahrnimmt, in seine Arbeiten. Alexis lebt und atmet die Idee des grand geste und des Abstrakten Expressionismus. In seinem künstlerischen Prozess verbindet er Maltechnik und Instinkt. Seine lebendige Linienführung spiegelt Wellen und Frequenzen wider, mit denen er einen Kreislauf aus Rhythmus und Farbe erzeugt. Seine Pinselstriche, die aus Gestik und Ausdruck entstehen, wirken zunächst abstrakt und irritierend. Je weiter sich ein Werk entwickelt, desto deutlicher formen sie seine tanzenden Protagonisten.Guy DenningGuy Denning wurde 1965 in North Somerset geboren. Schon als Kind war er von bildender Kunst besessen. Mit elf Jahren begann er, in Öl zu malen, nachdem ihm ein Verwandter, der das Interesse daran verloren hatte, einen Satz alter Farben überlassen hatte. In den 1980er-Jahren bewarb er sich mehrfach erfolglos um ein Studium der Malerei. Er malte dennoch weiter, studierte Kunstgeschichte an der Open University und lernte Maltechnik bei älteren Malern, die er im Westen Englands kannte. Ab 1992 stellte er in ganz Großbritannien aus, seit 2007 auch in den USA, in Deutschland, Italien und Frankreich. Seine Gemälde waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Seine Arbeiten befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter die politikwissenschaftlichen Institute der University of Bristol und der University of Galway sowie das Museum für zeitgenössische Kunst MAGI'900 in Bologna.Guy Dennings Werk verbindet einen traditionellen, malerischen Stil mit einem zeitgenössischen, vom Punk inspirierten Element: eingebetteten, collagierten und schablonierten Texten. Diese Ästhetik, verbunden mit einer politischen Erzählung, hat ihm eine treue Anhängerschaft unter Sammlern von Urban Art eingebracht.„Urban Art ist kein neues Phänomen. Menschen haben auf der Straße ihre Präsenz, ihren Humor, ihre Ängste und ihre Wut kundgetan, seit es Straßen gibt, auf denen man es sehen kann. Sie ist die demokratischste Kunstform, ein Medium, das jedem offensteht, der das Bedürfnis hat, es zu nutzen. Mit der Akzeptanz und Würdigung der Graffitikultur im 20. Jahrhundert ist sie an einem Punkt angekommen, an dem sie nun abseits der Straße zu finden ist, in angesagten Galerien. Ja, Moden ändern sich, aber glaubt nicht, dass Graffiti je verschwinden werden. Diese Schrift stand schon immer an der Wand.“ – Guy Denning

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ARDIF & Friends "Realm of ancient Mechanimals"

Fabelwesen sind seit jeher Geschöpfe, deren Erscheinung der menschlichen Fantasie entspringt. Und doch haben viele von ihnen ihren Ursprung in der realen Welt und sind von der Zeitgeschichte geprägt. Auf mystische Weise tragen sie die alten Geschichten der Menschheit in sich und erzählen sie weiter.Moderne FabelwesenARDIFs neue Serie von Arbeiten zeigt moderne Fabelwesen: Cyborgs, Mischwesen aus biologischem Organismus und einer Machina obscura, einer surrealen Symbiose aus mittelalterlicher Architektur und antiker Mechanik. Der maschinelle Teil, der mit seiner Fülle an Details das Auge des Betrachters fesselt, romantisiert dabei den zunächst eher dystopischen Eindruck der Komposition.Auch ARDIFs Geschöpfe sind Kinder ihrer Zeit. Eindrücklich reflektiert der französische Urban-Art-Künstler das zunehmend aus dem Gleichgewicht geratene Verhältnis von Mensch und Natur, das kurzfristig eine Bedrohung für unseren Planeten darstellt, langfristig aber vor allem eine für unsere eigene Spezies. Ebenso spiegeln sich in seinen Werken die fortschreitende Technisierung unseres Alltags, die Digitalisierung und das Zeitalter der Maschinen wider, das wie ein Gespenst im Raum steht.Das Reich der uralten MechanimalsIn „Realm of Ancient Mechanimals“ greift ARDIF die alten Geschichten der Menschheit auf und ergänzt seine Fabelwesen um eine weitere Erzählebene. Seine Schöpfungen haben ihren Ursprung in Mythen und Folklore unterschiedlichster Kulturkreise. Zu seinem Reich der uralten Mechanimals gehören unter anderem der japanische Kitsune, ein vielschwänziger, maskierter Fuchs, der als Glücksbringer gilt, der griechische Pegasus, das geflügelte Pferd, das für Weisheit und Dichtkunst steht, und der Jackalope, ein Mischwesen aus Hase und Gabelbock, das in Nordamerika sehr beliebt ist.ARDIF & FriendsUm das Thema noch weiter zu vertiefen, hat ARDIF vier befreundete Künstlerinnen und Künstler zum Dialog eingeladen: Dzia, Horor, Parvati und Sandrot. Entstanden sind Gemeinschaftsarbeiten, in denen ARDIFs Verbindung von Natur und Technik um die ganz eigenen Sichtweisen seiner Gäste erweitert wird.DziaDer belgische Maler Dzia zerlegt die Tiere, die er malt, mit geometrischen Freiformen in eine Art Mosaik, das den Konturen der Tierform folgt. Seinen unverkennbaren Strich findet man weltweit in unzähligen Wandbildern, jüngste Projekte führten ihn nach China, Norwegen und Spanien. Dzia hat an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen einen Master in Bildender Kunst erworben. Für seinen Beitrag zur Ausstellung wählte er eine geflügelte Katze aus der Mythologie Nordafrikas.HororHoror fand Anfang der 2000er-Jahre als Graffiti-Writer zur Kunst. Auch nach seinem Studium der Bildenden Kunst an der Sorbonne hat er seine Wurzeln nicht vergessen, sondern einen Mix aus Typografie und Malerei entwickelt. In seiner Bildsprache verbindet er gekonnt die Einflüsse der Straßen der Pariser Vororte mit einem klassischen Repertoire, das er während seines Studiums entdeckte. Seine Werke zeigen Einflüsse des sinnlichen Surrealismus, der zeitgenössischen Illustration und des naturalistischen Zeichnens. Geprägt sind sie von einer kalligrafisch inspirierten Linienführung, die wellenförmig und rhythmisch durch seine Schöpfungen fließt.ParvatiDie hybriden Figuren der französisch-indischen Künstlerin Parvati sind halb Mensch, halb Vogel. Sie öffnen die Tür zu einem poetischen Traum, der die Beziehung zwischen dem Bizarren und dem Schönen ebenso infrage stellt wie die Grenze zwischen Mensch und Tier. Neben der Fauna ist auch die Flora in ihren Werken allgegenwärtig, ein Echo der Amazonaswälder in Französisch-Guayana, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Inspiriert von den großen Meistern der Renaissance, malt sie ihre Figuren ausschließlich in Öl, während in den Hintergründen auch Acryl und Sprühfarbe zum Einsatz kommen. Für ihre Interventionen im öffentlichen Raum nutzt sie, ebenso wie ARDIF, häufig Paste-ups: im Atelier vorbereitete, anthropomorphe Vögel in Menschengröße, die sie anschließend in die Straßen klebt.SandrotDie französische Künstlerin Sandrot verbindet in ihrer Malerei Pop-Art mit Urban Art. Sie hat eine Vorliebe für große Formate und ist für ihre ausdrucksstarken Wandbilder bekannt. Mit ihren Bildern möchte sie das Bewusstsein für die Bedeutung der Tierwelt und den Umweltschutz schärfen. Sie setzt sich mit dem Wesen der Tiere auseinander, rückt ihren Charakter in den Fokus und zeigt sie als beseelte Geschöpfe. Für die Ausstellung hat sie gemeinsam mit ARDIF einen afrikanischen Elefanten geschaffen, der auf seinem Kontinent als Symbol für Weisheit, Macht und Würde gilt.„Realm of Ancient Mechanimals“ ARDIF & Friends (Dzia, Horor, Parvati, Sandrot)Ausstellung 30. April – 25. Juni 2021 Dienstag – Freitag, 14 – 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Bestranged

Bestranged“ verbindet zwei englische Wörter, die das vergangene Jahr treffend beschreiben: „strange“, seltsam, und „estranged“, entfremdet. Monatelang haben wir eine Situation erlebt, die für uns alle neu und befremdlich war. Wir haben Abstand gehalten, Masken getragen, Begegnungen vermieden und uns ein Stück weit voneinander entfernt. Zurück blieben Gefühle, für die es oft keine Worte gab.Kunst aus dem LockdownDie Ausstellung zeigt eine Auswahl von Werken, die diese Zeit widerspiegeln. Sie erzählen von Menschen in einer Ausnahmesituation, von Isolation und Entfremdung, von verhüllten Gesichtern und der Sehnsucht nach Nähe. Acht Positionen der Urban Art haben sich auf ganz unterschiedliche Weise mit den Erfahrungen der letzten Monate auseinandergesetzt: mal ironisch, mal poetisch, mal mit beklemmender Direktheit.Einen Eindruck der Ausstellung vermittelt unser Video.FAKE Der Niederländer FAKE gilt als Amsterdams bekanntester Stencil-Künstler, auf der Straße ebenso wie auf der Leinwand. In seinen farbintensiven Arbeiten greift er Ikonen des Alltags und der Popkultur auf, leicht provokant und stets mit einer guten Portion Humor und Ironie. Bekannt wurde unter anderem seine preisgekrönte Arbeit „Super Nurse“, eine Hommage an das Pflegepersonal während der Corona-Pandemie.Guy Denning Der Brite Guy Denning verbindet eine traditionelle, malerische Handschrift mit einem zeitgenössischen, vom Punk inspirierten Element: collagierten und schablonierten Texten, die seinen Figuren eine zusätzliche, oft politische Erzählebene verleihen. Seine Arbeiten befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter das Museum für zeitgenössische Kunst MAGI'900 in Bologna.Jana & JS Das österreichisch-französische Duo malt seit 2006 gemeinsam und ist für seine mehrfarbigen Stencil-Arbeiten bekannt, die auf eigenen Fotografien basieren. Jana & JS verbinden Porträts mit Stadtlandschaften und Architektur und wählen bewusst alte Materialien, die für das Vergehen der Zeit stehen. Nach Jahren in Madrid und Paris leben sie heute in Salzburg.Natalia Rak Die polnische Künstlerin schloss 2012 ihr Studium an der Kunstakademie in Łódź ab und malt seit 2011 großformatige Wandbilder auf der ganzen Welt. Ihre leuchtenden, meist weiblichen Figuren sind von Volksüberlieferungen und Märchen inspiriert und haben eine surreale Anmutung. Ihr Wandbild „Legend of the Giants“ in Białystok, das ein Mädchen zeigt, das sich um einen echten Baum kümmert, wurde in die Street-Art-Serie der Polnischen Post aufgenommen.Otto Schade Der in Chile geborene Künstler, auch bekannt als „Osch“, begann seine Laufbahn als Architekt und Stadtbildhauer. Seit 2006 lebt er in London, wo er aus seinem architektonischen Raumverständnis heraus seinen markanten „Ribbon“-Stil entwickelte. Die ineinander verschlungenen Bänder formen seine Motive und verleihen ihnen eine fast skulpturale Wirkung.Shai Dahan Der 1979 in Haifa geborene Shai Dahan wuchs in Los Angeles auf, wo er mit 14 Jahren als Graffiti-Writer begann. Seit 2010 lebt er in Schweden und wurde dort mit seiner Neuinterpretation des Dalapferds bekannt, des traditionellen schwedischen Holzpferdchens. 2019 malte er in Borås das damals größte Wandbild Schwedens.Sokar Uno Der 1987 in Gotha geborene Berliner Künstler kam Ende der 1990er-Jahre über die Graffitiszene zur Kunst. Seine teils realistischen, oft düsteren Figuren wirken, als seien sie zerbrochen und wieder zusammengesetzt worden, wie Fragmente einer Bronzeskulptur. Der Autodidakt verarbeitet in seinen Werken aktuelle Ereignisse ebenso wie persönliche Erfahrungen und Gefühlszustände.STF Moscato Der 1976 geborene Marseiller Stéphane Moscato alias STF ist ein Kind des Punk. Seit vielen Jahren löst er in den Straßen seiner Stadt ganze Plakatschichten von den Wänden und kaschiert sie im Atelier auf Leinwand. Mit Schablone und Sprühlack schafft er darauf Unikate, die sich von diesen Fragmenten der Straße leiten lassen und hinter denen subtil eine gesellschaftliche und politische Haltung durchscheint.„BESTRANGED“Ausstellung 8. März – 10. April 2021 Dienstag – Freitag, 14 – 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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L.E.T. "How is this happening !?"

Eine Rettungsweste ist ein Versprechen. Wer sie anlegt, hofft, das andere Ufer lebend zu erreichen. Für unzählige Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa fliehen, ist sie das letzte Symbol der Hoffnung. Für viele endet diese Hoffnung tödlich.Hoffnung, die zu Trauer wirdIn seiner Installation „How is this happening!?“ reflektiert der Düsseldorfer Urban-Art-Künstler L.E.T. die Situation der Flüchtlinge vor den Toren Europas. Als Material verwendet er Rettungswesten und zeigt, wie sich dieses Symbol der Hoffnung auf der Reise der meisten Flüchtlinge verwandelt.Der Friedhof der RettungswestenVor einigen Monaten reiste L.E.T. nach Lesbos und besuchte dort den sogenannten Friedhof der Rettungswesten: eine riesige Müllhalde, auf der die von Flüchtlingen zurückgelassenen Schwimmwesten gesammelt werden. Das unwirkliche Bild hatte er bereits vor drei Jahren in einer Reportage gesehen, und es ließ ihn nicht mehr los. Vor Ort sprach er mit Flüchtlingen und mit Helfern der Organisation „The Hope Project“ und machte sich ein eigenes Bild.Drei LeichensäckeNach seiner Rückkehr ließ er aus den auf Lesbos gesammelten Rettungswesten drei Leichensäcke nähen. Sie sind das zentrale Element der Installation und zeigen die Verwandlung von Hoffnung in Trauer. Sie stehen für die Reise unzähliger Menschen, die auf der Flucht vor unmenschlichen Zuständen an den Toren der Festung Europa ein grausames Ende findet. Ergänzt wird die Installation durch Leinwände, in denen sich L.E.T.s Erlebnisse auf Lesbos widerspiegeln.Kein Platz in der HerbergeGerade in der Vorweihnachtszeit drängt sich beim Betrachten der Arbeit das Bild der Krippe auf. Die werdenden Eltern fanden keinen Platz in der Herberge und mussten in einem Stall Zuflucht suchen, wo ihr Kind zur Welt kam. Das vorwiegend christlich geprägte Europa, das auch in diesem Jahr wieder Weihnachten mit vielen materiellen Zuwendungen feiert, hat das Konzept der Nächstenliebe nach rund 2000 Jahren noch immer nicht verinnerlicht.Der FilmAuf seiner Reise wurde L.E.T. von der Düsseldorfer Künstlerin Laura Knapp und dem Kameramann Chris Schwarz begleitet. Schwarz hat den Aufenthalt des Künstlers und die Situation vor Ort dokumentiert. Der Film ist ebenfalls Teil der Installation und kann hier angesehen werden. Ein Making-of vom Aufbau der Ausstellung finden Sie hier.„How is this happening!?“ L.E.T.Ausstellung 11. Dezember 2020 – 29. Januar 2021 Dienstag – Freitag, 14 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Sebastien Preschoux Marc Woehr Curves and Corners

Kurven und Ecken, Kreise und Diagonalen: Schon mit wenigen klaren Formen lassen sich ganze Bildwelten bauen. In „Curves and Corners“ treffen zwei Künstler aufeinander, die beide grafisch abstrakt arbeiten und sich klarer Formen bedienen. Ihre Bildwelten harmonieren und kontrastieren zugleich.Hand und MaschineAuf der einen Seite Kreise und geschwungene Formen, auf der anderen Geraden, Diagonalen und Ecken. Der visuelle Kontrast zwischen den Bildkonzepten setzt sich in den dahinterliegenden Ebenen fort: Während Marc C. Woehr für seine Kompositionen auch den Computer und andere Maschinen nutzt, setzt Sébastien Preschoux ausschließlich auf Handarbeit.Arbeiten von Marc C. Woehr haben wir bereits 2016 und 2018 gezeigt, Sébastien Preschoux ist zum ersten Mal bei Pretty Portal zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten auf Leinwand und Papier sowie Reliefs aus Holz und Karton.„Curves and Corners“ Sébastien Preschoux & Marc C. WoehrAusstellung 9. Oktober – 20. November Dienstag – Freitag, 14 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfSébastien PreschouxSébastien Preschoux ist ein französischer Künstler, der für seine geometrischen Zeichnungen bekannt ist. Die oszillierenden Linien und Formen seiner Werke wirken, als seien sie am Computer generiert. Was seine Kunst jedoch von vielen zeitgenössischen ästhetischen Konzepten unterscheidet, ist sein Beharren auf Handarbeit. Inspiriert ist er dabei von den Werten des Bauhauses, das die grundlegende Bedeutung handwerklicher Arbeit betonte.Wer Sébastien Preschoux bei der Arbeit zusieht, spürt die Spannung zwischen der Gelassenheit, mit der er seine Linien ohne Eile auf die Leinwand bringt, und der Schönheit einer unendlich präzisen Geste. Unweigerlich denkt man an Karesansui, den japanischen Zen-Garten. Ohne Ungeduld bildet er die Bewegung der Zeichnung in der Zeit ab und lässt das Material sich im Raum entfalten.In einer natürlichen und spontanen Beziehung zu den Materialien, zur Umgebung, zur Zeit und zur Arbeit, die darin steckt, zeigt Preschoux in Echtzeit, was nötig ist, um etwas zu erschaffen, das man heute meist Maschinen überlässt. Dabei hebt er den Wert und die Möglichkeiten des menschlichen Körpers als perfektes Werkzeug hervor. In seinen Werken leben die Konzentration aller Sinne, die vollständige Fokussierung auf einen Punkt und das Mantra „Mensch gegen Maschine“. Mit seiner Herangehensweise setzt er sich mit unserer zeitgenössischen Kultur auseinander, in der die Technologie vorherrscht und den Menschen vielerorts verdrängt und ersetzt.Marc C. WoehrSeit seinen Anfängen als Graffiti-Künstler in den 1990er-Jahren hat Marc C. Woehr einen langen Weg zurückgelegt und sich zu einer beeindruckenden künstlerischen Freiheit vorgearbeitet. Wie fast jeder Graffiti-Writer begann er mit einfachen Schriftzügen, dann folgten große, sich über mehrere Meter erstreckende Bilder. Irgendwann merkte er jedoch, dass ihm das hektische, weil verbotene Arbeiten bei Nacht im Außenraum nicht mehr genügte. Er wollte stärker kompositorisch arbeiten, bezog kurzerhand ein Atelier und tauschte die rauen Außenmauern gegen klassische Leinwände.Die Straße als kleinste Einheit, die Architektur und die Stadt als große Struktur, als Matrix, haben ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Aus dieser intensiven Auseinandersetzung mit dem Stadtraum entstanden im Atelier zunächst Collagen: Kompositionen aus Fotografien und Zeitungsausschnitten, kombiniert mit malerischen Partien. Schon diese Collagen lassen Anklänge an die 1920er-Jahre, an Bauhaus und Dada spüren und deuten die Ästhetik seiner späteren Holzreliefs an.Die Holzreliefs sind inzwischen zu seinem absoluten Alleinstellungsmerkmal geworden. Aus der Auseinandersetzung mit der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts sind frische und sehr zeitgemäße Arbeiten entstanden, die nicht im Geringsten erkennen lassen, dass der Künstler seine Karriere nicht mit Pinsel oder Zeichenstift, sondern mit der Sprühdose in der Hand begonnen hat.

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Düsseldorf: Mit Ecken und Kanten

Düsseldorf hat Ecken und Kanten, und gerade die machen die Stadt aus. Abseits von Königsallee und Rheinufer zeigt sie Gesichter, an denen viele achtlos vorbeigehen.50 Stadtteile, unzählige SpurenFür die Fotoausstellung „Düsseldorf: Mit Ecken und Kanten“ hat sich der Fotograf Rouven Maccario auf eine Reise durch alle 50 Stadtteile begeben. Seine Bilder dokumentieren interessante und teils ungesehene Gesichter der Stadt. Immer wieder tauchen dabei Zeichen von Graffiti auf: Sticker, Tags und Throw-ups, und auch ein wenig Urban Art.Spuren, die die Stadt prägenDiese Spuren werden in der öffentlichen Wahrnehmung zum Teil kontrovers diskutiert. Aus dem öffentlichen Raum sind sie dennoch kaum noch wegzudenken, und sie prägen den Lebensraum Stadt.Ein Trikot für DüsseldorfDie Ausstellung wird von Fortuna Düsseldorf präsentiert und begleitet die Vorstellung des neuen Ausweichtrikots für die Saison 2020/21. Auch das Trikot ist eine Hommage an die Stadt: Das Muster auf Ärmeln und Schultern greift die Umrisse der 50 Stadtteile auf, im Kragen steht der Schriftzug „Mit Ecken und Kanten“. Nach der Ausstellung „Aufstiegshelden“ist dies bereits unsere zweite Zusammenarbeit mit Fortuna. In der Sommerpause zeigen wir die Fotografien als kleines Intermezzo in den Räumen der Galerie.„Düsseldorf: Mit Ecken und Kanten“ Fotografien von Rouven Maccario, präsentiert von Fortuna DüsseldorfAusstellung Sommerpause 2020 Dienstag – Freitag, 14 – 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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STENCILS ONLY 2020

Ein Stück Karton, ein Cutter, eine Sprühdose: Mehr braucht es nicht, um ein Bild in Sekunden an eine Wand zu bringen, und zwar immer wieder. Diese Einfachheit hat den Stencil zu einem der wichtigsten Werkzeuge der Kunst im öffentlichen Raum gemacht.Wegbereiter der Street ArtMit Schablonen geschaffene Kunstwerke haben die Bildsprache der Street Art und der urbanen zeitgenössischen Kunst entscheidend geprägt. Ausgehend von Blek le Rat, der Anfang der 1980er-Jahre in Paris damit begann, ebnete der Stencil den Weg für die Kunst im öffentlichen Raum, wie wir sie heute kennen.Eine Technik, viele HandschriftenDer Stencil ermöglicht es, ein Motiv schnell, präzise und beliebig oft zu wiederholen, auf der Straße ebenso wie im Atelier. Wie unterschiedlich diese Technik genutzt werden kann, zeigen die fünf Positionen dieser Ausstellung: von ironischen Popkultur-Zitaten über fotografisch inspirierte Stadtporträts und sozialkritische Paste-ups bis hin zu skulptural verschlungenen Bändern und nostalgischen Familienbildern. Die Künstler leben und arbeiten in den Niederlanden, in Frankreich und Österreich, in Deutschland, Großbritannien und den USA.FAKE Der Amsterdamer Künstler FAKE ist seit 2005 auf der Straße aktiv und gilt als einer der bekanntesten Stencil-Künstler der Niederlande. In seinen sauber geschnittenen, farbintensiven Arbeiten greift er Ikonen des Alltags und der Popkultur auf und versieht sie mit Humor und Ironie. Eine seiner bekanntesten Arbeiten, „FAKE Love“, erzählt davon, wie sehr Liebe wehtun kann.Jana & JS Das österreichisch-französische Duo malt seit 2006 gemeinsam und ist für seine mehrfarbigen Stencil-Arbeiten bekannt, die auf eigenen Fotografien basieren. Jana & JS verbinden Porträts mit Stadtlandschaften und Architektur und wählen bewusst alte Materialien, die für das Vergehen der Zeit stehen. Nach Jahren in Madrid und Paris leben sie heute in Salzburg.kurznachzehn Die aus Deutschland stammende Künstlerin kurznachzehn fand 2011 über nostalgische Familienfotos aus den 1950er-Jahren zu ihrer Technik. Ihre vielschichtigen Stencils sprüht sie zunächst auf Papier und plakatiert sie anschließend im Stadtraum. Seit 2016 lebt sie in San Diego, Kalifornien, wo ihre Arbeiten zahlreiche Fassaden prägen.L.E.T. Hinter dem Kürzel steht „Les Enfants Terribles“. Der aus Frankreich stammende Künstler ist seit 1992 auf der Straße aktiv und prägt das Bild seiner heutigen Heimatstadt Düsseldorf, damit gehört er zu den Street Artists der ersten Stunde. Seine meist schwarz-weißen Figuren versieht er mit charmant-provokanten Botschaften, mit denen er augenzwinkernd die Schwächen unserer Konsum- und Spaßgesellschaft offenlegt.Otto Schade Der in Chile geborene Künstler, auch bekannt als „Osch“, begann seine Laufbahn als Architekt und Stadtbildhauer. Seit 2006 lebt er in London, wo er aus seinem architektonischen Raumverständnis heraus seinen markanten „Ribbon“-Stil entwickelte. Die ineinander verschlungenen Bänder formen seine Motive und verleihen ihnen eine fast skulpturale Wirkung.„STENCILS ONLY“Ausstellung 15. Mai – 26. Juni 2020 Dienstag – Freitag, 14 – 19 UhrAus gegebenem Anlass findet zu dieser Ausstellung keine Vernissage statt. Die Galerie ist aber zu den Öffnungszeiten für Sie da, und wir freuen uns auf Ihren Besuch. Wenn Sie den Katalog zur Ausstellung (PDF) erhalten möchten, senden Sie uns gerne eine E-Mail.Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Various & Gould "InterFace"

Eine Schnittstelle verbindet zwei eigenständige Systeme und ermöglicht ihnen, miteinander zu kommunizieren. Genau davon erzählt „InterFace“, der neueste Siebdruck von Various & Gould, der auch der Ausstellung ihren Titel gibt. Die Arbeit versinnbildlicht die enge und tiefgreifende Verbindung zwischen zwei Individuen, die über das rein oberflächlich Sichtbare hinausgeht: zwei Menschen, unabhängig und autonom, und doch auf besondere Weise durch ihre Ideen, Sensoren, Gedanken und Emotionen miteinander verbunden.GrenzgängerDas Berliner Künstlerduo arbeitet bereits seit 2005 zusammen. 2010 schlossen beide ihr Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB) bei Prof. Alex Jordan ab, einem Mitglied des französischen Grafikerkollektivs Grapus. Various & Gould sind Grenzgänger auf verschiedenen Gebieten und stehen für die schlichte, aber wirkungsvolle Formel 1 + 1 = 3. Gemeinsame Interessen wie die Liebe zum Papier, die Begeisterung für die zufällige Schönheit im Alltag und vor allem die Arbeit im öffentlichen Raum bilden die Grundlage ihrer Kollaboration.Siebdruck und CollageSiebdruck und Collage sind ihre Leidenschaft. Auf meist spielerische Weise greifen sie gesellschaftlich relevante Themen auf, etwa Arbeit, Migration, Gender, Tod, Globalisierung, Religion oder die Finanzkrise. Ihre Werke sind von (politischer) Plakatgrafik, Dada und Pop-Art beeinflusst und zeichnen sich durch eine starke Farbigkeit und eine vieldeutige Verknüpfung von Symbolen, Assoziationen und Stilen aus.Vernissage und Buchpräsentation„InterFace“ ziert auch das Cover ihres Buchs „Permanently Improvised“, das im vergangenen Oktober erschienen ist. Bei der Vernissage stellen Various & Gould das Buch vor, gehen auf zurückliegende Projekte ein und erläutern ihre Gedanken zu verschiedenen Wandbildern. Im Anschluss an den Vortrag stehen die beiden Künstler für Fragen und eine offene Gesprächsrunde zur Verfügung.„InterFace“ Various & GouldVernissage und Buchpräsentation Freitag, 6. März 2020 Einlass: 19 Uhr, Beginn der Präsentation: 20 UhrAusstellung 6. – 21. März 2020Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Monkeybird "Between here and now"

Ein Affe und ein Vogel: Der eine steht fest auf dem Boden der Tatsachen, der andere strebt in die Höhe. In den meisten Werken von Monkeybird begegnen sich diese beiden Figuren. Sie verkörpern die zwei Gesichter der Menschheit: Der Affe ist der Realist, der Vogel der Träumer.Zwischen Traum und WirklichkeitDie Arbeiten des französischen Künstlerduos reflektieren die Suche nach einer Balance zwischen Träumen und Wirklichkeit. Sie zeigen surreale, anthropomorphe Figuren, die Körper und Seele darstellen und vollständige Wesen repräsentieren sollen. Ihre mit Symbolen und Allegorien beladenen Bilder setzen sich mit dem menschlichen Fortschritt auseinander, mal emotional, mal rational.Mystik und altes WissenZu ihren Inspirationsquellen zählen die beiden Künstler Leonardo da Vinci. In ihren symbolischen Bildern verbinden sie Mystik und altes Wissen mit dem Bewusstsein einer modernen Gesellschaft. Beeinflusst sind ihre Werke von der grundsätzlichen Idee der Vergänglichkeit, von religiösen und mythologischen Gemälden sowie vom Jugendstil.MonkeybirdDie beiden Künstler trafen sich 2009 in den Straßen von Bordeaux. Der eine suchte nach einer Weiterentwicklung seines Graffiti-Stils, der andere nach neuen Konzepten und Ideen. Mit ihrem Hintergrund in Grafikdesign sowie Objekt- und Industriedesign entwickelten sie eine Ästhetik, die Stencils, Collage, Malerei, Illustration, Schnitzerei, Siebdruck und Gravur auf unverwechselbare Weise vereint. Heute leben und arbeiten sie in Paris. In den letzten zehn Jahren haben sie eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und rund um den Globus zahlreiche atemberaubende Wandbilder, Installationen und Ausstellungen geschaffen.„Between Here and Now“ Eine Ausstellung mit Werken von Monkeybird (FR)Vernissage Freitag, 29. November 2019, 19 – 22 UhrAusstellung 2. Dezember 2019 – 31. Januar 2020 Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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DANCING-WITH-MYSELF John Wentz - Guy Denning

Wer mit sich selbst tanzt, kann sehr einsam sein oder ganz bei sich. Die Menschen unserer Zeit kennen beides.Menschen unserer ZeitGuy Denning und John Wentz zeigen Menschen der Gegenwart. Auf der einen Seite stehen Selbstdarsteller, die in selbstgeschaffener Isolation darum bemüht sind, der Illusion einer Social-Media-Community zu entsprechen: Menschen, die bereit sind, ihre Persönlichkeit bis zum Verlust der Selbstwahrnehmung umzugestalten. Auf der anderen Seite stehen Charaktere voller Selbstbewusstsein, die in einer geahnten, nahezu rauschhaften Verbundenheit mit dem Ganzen Stärke und Unabhängigkeit verkörpern. Ein Tanz auf dem Vulkan, ein Tanz mit sich selbst.Zwei HandschriftenBeide Künstler konzentrieren sich in ihren Werken auf die Darstellung von Menschen. Mit ihren sehr unterschiedlichen Maltechniken gelingt es ihnen, detailgenaue Darstellung sowie Diffusion und Auflösung auf unverwechselbare Weise zu vereinen. John Wentz, der vor allem in Öl malt, zeigt Teile seiner Porträts in fotorealistischer Anmutung, während andere Partien mit breitem Pinselstrich grob skizziert bleiben. Guy Denning arbeitet vorrangig mit Kohle und Kreide und ist ein Meister darin, Ausdruck und Emotionen seiner Protagonisten mit nur wenigen Strichen präzise und nachfühlbar darzustellen.„Dancing with Myself“ Eine Ausstellung mit Werken von Guy Denning und John WentzVernissage Freitag, 27. September 2019, 19 – 22 UhrAusstellung 27. September – 31. Oktober 2019 Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfJohn WentzJohn Wentz ist ein zeitgenössischer Maler, der in seinem Werk die menschliche Figur und ihr Wesen erforscht. Dabei experimentiert er mit einer Kombination aus klassischen und modernen Maltechniken. Sein Ziel ist es, das Dargestellte auf seine wesentlichen Grundlagen zu reduzieren: Komposition, Farbe und Textur, so wie es nur die Malerei vermag.John Wentz wurde in der San Francisco Bay Area geboren und ist dort aufgewachsen. Sein Interesse an Kunst erwachte im Alter von sechs Jahren, als er die Comics von Batman und Spider-Man entdeckte. Jahrelang kopierte er sie Bild für Bild und legte damit früh den Grundstein für seine spätere Arbeit als Wandmaler, Plakatkünstler und freiberuflicher Illustrator. Nachdem er das Malen mit der Sprühdose perfektioniert hatte, wandte er sich der bildenden Kunst zu und begann, mit klassischen Techniken wie der Ölmalerei zu arbeiten. Seitdem hat er seine Werke in drei Einzelausstellungen in San Francisco und in zahlreichen Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Seine Arbeiten wurden vielfach publiziert und mehrfach ausgezeichnet.Guy DenningGuy Denning wurde 1965 in North Somerset geboren. Schon als Kind war er von bildender Kunst besessen. Mit elf Jahren begann er, in Öl zu malen, nachdem ihm ein Verwandter, der das Interesse daran verloren hatte, einen Satz alter Farben überlassen hatte. In den 1980er-Jahren bewarb er sich mehrfach erfolglos um ein Studium der Malerei. Er malte dennoch weiter, studierte Kunstgeschichte an der Open University und lernte Maltechnik bei älteren Malern, die er im Westen Englands kannte. Ab 1992 stellte er in ganz Großbritannien aus, seit 2007 auch in den USA, in Deutschland, Italien und Frankreich. Seine Gemälde waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Seine Arbeiten befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter die politikwissenschaftlichen Institute der University of Bristol und der University of Galway sowie das Museum für zeitgenössische Kunst MAGI'900 in Bologna.Guy Dennings Werk verbindet einen traditionellen, malerischen Stil mit einem zeitgenössischen, vom Punk inspirierten Element: eingebetteten, collagierten und schablonierten Texten. Diese Ästhetik, verbunden mit einer politischen Erzählung, hat ihm eine treue Anhängerschaft unter Sammlern von Urban Art eingebracht.„Urban Art ist kein neues Phänomen. Menschen haben auf der Straße ihre Präsenz, ihren Humor, ihre Ängste und ihre Wut kundgetan, seit es Straßen gibt, auf denen man es sehen kann. Sie ist die demokratischste Kunstform, ein Medium, das jedem offensteht, der das Bedürfnis hat, es zu nutzen. Mit der Akzeptanz und Würdigung der Graffitikultur im 20. Jahrhundert ist sie an einem Punkt angekommen, an dem sie nun abseits der Straße zu finden ist, in angesagten Galerien. Ja, Moden ändern sich, aber glaubt nicht, dass Graffiti je verschwinden werden. Diese Schrift stand schon immer an der Wand.“ – Guy Denning

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Urbstractions Ausstellung feat. Chazme, Marc Woehr, Theo Lopez / Pretty Portal

Urban und abstrakt: Der Titel „Urbstractions“ verbindet zwei Welten, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Und doch steckt in jeder Stadt eine abstrakte Komposition. Fassaden werden zu Flächen, Straßenzüge zu Linien, Verkehr und Bewegung zu Rhythmus. Wer genau hinsieht, entdeckt im urbanen Raum eine Formensprache, die an die Bilder der Konstruktivisten erinnert.Formen, Flächen und LinienDie drei Künstler dieser Ausstellung übersetzen diese Wahrnehmung in ihre eigene grafisch-abstrakte Bildsprache. Zu sehen sind Kompositionen aus Formen, Flächen und Linien, voller Rhythmus und Bewegung. Inspiriert sind sie von urbanen Landschaften, vom Konstruktivismus und der russischen Avantgarde, von Architektur und Typografie. Alle drei haben ihre Wurzeln im Graffiti, und alle drei haben sich von dort aus in Richtung Abstraktion entwickelt.Das dritte KapitelZwei Jahre ist es jetzt her, dass CHAZME, Marc C. Woehr und Théo Lopez bei Pretty Portal zu sehen waren. In dieser Zeit ist bei allen dreien einiges passiert. Mit der dritten Ausgabe von URBSTRACTIONS zeigen wir in diesem Sommer ihre neuen Werke. Die Künstler kommen aus Polen, Frankreich und Deutschland.CHAZME Der polnische Künstler Daniel Kaliński alias CHAZME begann mit figurativer Malerei in der Warschauer Graffitiszene. Seitdem hat sich seine Bildsprache hin zu formaler, grafischer Abstraktion entwickelt. Er studierte in Warschau Architektur und Stadtplanung. Seine surrealen, verschachtelten Architekturen und urbanen Labyrinthe sind eine Metapher für das städtische Umfeld des modernen Menschen.Marc C. Woehr Marc C. Woehr kam in den 1990er-Jahren als Graffiti-Künstler zur Kunst. Die Straße als kleinste Einheit, die Architektur und die Stadt als große Struktur haben ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In seinen Collagen und Holzreliefs verbindet er diese Auseinandersetzung mit Ideen von Bauhaus und Dada.Théo Lopez Der 1989 in den Pariser Vorstädten geborene Théo Lopez gehört zu den besonderen Talenten der französischen Urban-Contemporary-Szene. In seinen Bildern gleiten Linien über die Leinwand und definieren Formen, die an Wild-Style-Graffiti erinnern und von Dada, Surrealismus und Konstruktivismus inspiriert sind. Seine Werke sind dem Graffuturismus zuzuordnen.URBSTRACTIONS III Eine Ausstellung mit Werken von CHAZME, Marc C. Woehr und Théo LopezVernissage 19. Juni 2019, 19 – 22 Uhr Ausstellung 19. Juni – 2. August 2019 Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Ruben Carrasco & Rustam QBic "Backwards Future" - Ausstellung

Um nach vorn zu blicken, lohnt manchmal der Blick zurück: auf alte Mythen, auf überliefertes Wissen, auf unsere Beziehung zur Natur. In „Backwards Future“ treten zwei Künstler aus verschiedenen Kontinenten in den Dialog, um über die Zukunft der Menschheit nachzudenken.Weltraum-Schamanen und AstronautenDer mexikanische Künstler Ruben Carrasco und der russische Künstler Rustam Qbic erzählen in ihren Bildern von Weltraum-Schamanen, von spirituellen Reisenden, die eine paradiesische Welt erkunden, und von Astronauten, die ihr sinkendes Raumschiff verlassen, um sich in der Schwerelosigkeit zu verbinden und neu zu orientieren. Ihre Bildwelten speisen sich aus menschlichen Zuständen und Mythen, aus unserer Beziehung zur Natur und der Art, wie wir sie verändern, sowie aus der kulturellen Entwicklung hybrider Gesellschaften, die für die moderne Welt typisch sind.Eine fragile WeltBeide Künstler teilen die Vorstellung einer fragilen Welt und von Menschen, die von ihr abhängig sind. Ihre Ansätze sind sensibel und zeigen Hoffnung und Perspektiven, aber auch die Notwendigkeit, sich von innen heraus zu verändern.Über die KünstlerRustam Qbic Rustam Qbic wurde 1985 in der Republik Tatarstan in Russland geboren. Er studierte an der Kunstschule in Kasan, experimentierte mit Illustration, Design und Graffiti und unterrichtete an einer Designschule für Kinder. Seine Begeisterung für Graffiti und die Arbeit im öffentlichen Raum verband er schon bald mit seiner Liebe zur klassischen Malerei, und es dauerte nicht lange, bis er das Style-Writing durch surrealistische Bildwelten ersetzte. Diesen neuen Stil, der illustrative Elemente, surreale Bilder und eine auffällige Farbpalette vereint, präsentierte er 2013 erstmals in einer Einzelausstellung in der Street Kit Gallery in Moskau.Rustams Werk ist stark von seinem Leben, seiner Familie, der Natur und seinen Büchern geprägt. Es vermittelt universelle Botschaften der Liebe und verbindet Wissenschaft und Spiritualität. Neben Ausstellungen in internationalen Galerien hat er an Urban-Art-Festivals in Russland, Norwegen, der Schweiz, den USA, Australien und Neuseeland teilgenommen.Ruben Carrasco Ruben Carrasco wurde in Mexiko geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend. Nach dem Studium der Bildenden Kunst an der Universidad Anáhuac in Cancún setzte er seine Studien an der McGill University und am Dawson College in Montreal fort. Neben der Entwicklung seiner künstlerischen Linie arbeitete er als Tätowierer, Bühnenbildner, Wandmaler, Fotograf sowie als Grafik- und Digitaldesigner.Sein Malstil ist figurativ und erzählerisch, inspiriert von klassischen römischen und griechischen Statuen, von indischer Folklore und vom Pop-Surrealismus. Diese außergewöhnliche Mischung gibt ihm Raum, surreale Welten zu schaffen, in denen er seine Wahrnehmung der Gegenwart reflektiert. Als Weltreisender hat Ruben in verschiedenen Ländern Europas und Amerikas gearbeitet und ausgestellt. Derzeit lebt er in Montreal, wo er als Jurymitglied des Art Exhibitions Evaluation Committee von „Espacio México“ mit dem Generalkonsulat von Mexiko zusammenarbeitet. Zudem gründete er das internationale Künstlerkollektiv „5 wolfs no pigs“ und war Mitbegründer der Kunstfestivals FIAP und IPAF. „Backwards Future“ Ruben Carrasco (MEX) & Rustam Qbic (RUS)Vernissage 10. MaiAusstellung 13. Mai – 14. Juni 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Ardif Bees 2 Kopie - Pretty Portal

Die Natur ist Ideengeber, der Mensch nur Plagiator. Ob Flugzeugflügel, Klettverschluss oder Roboterarm: Ingenieure und Konstrukteure beziehen ihre Ideen seit jeher aus der Natur und bilden sie nach. Bionik nennt sich dieses Prinzip. Doch die Nachbildungen bleiben begrenzte Kopien. An die Präzision, Komplexität und Leistungsfähigkeit der Originale reichen sie nicht heran.Natur und MaschineIn seiner Einzelausstellung „MACHINaturE vs MachiNATURE“ stellt der französische Künstler ARDIF Natur und Maschine einander gegenüber. Seine Werke zeigen, wie der Mensch mit seinen Schöpfungen die Natur kopiert, und machen zugleich deutlich, wie weit diese Kopien hinter dem Original zurückbleiben.Fortschritt und VerantwortungDarüber hinaus befasst sich ARDIF mit der Bedrohung der Natur durch den Menschen und mit der Frage, wie sich technischer Fortschritt und Respekt vor der Umwelt in Balance bringen lassen.Von der Fauna zur FloraNachdem ARDIF in den letzten Jahren ausschließlich Kompositionen aus der Tierwelt gezeigt hat, hält nun auch die Pflanzenwelt Einzug in seine Werke. Die Besucher erwarten neue Zeichnungen, Illustrationen und Installationen.Über den KünstlerARDIF setzt sich mit der Mechanik hinter der belebten Materie auseinander. In seinen Zeichnungen verwandelt er meist Tiere in mechanische Wesen, die zweigeteilt sind: Eine Hälfte ist naturalistisch dargestellt, die andere verwandelt sich in eine kuriose Maschine mit verschachtelter Architektur. Diese Gegenüberstellung erzeugt eine besondere Spannung und lädt zu eingehender Betrachtung ein.Seine Zeichnungen vergrößert ARDIF und bringt sie als Paste-ups auf die Straße. In Paris sind seine halb mechanischen Tiere aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Auch in Düsseldorf hat ARDIF im vergangenen September mit einer Serie von Interventionen im öffentlichen Raum Spuren hinterlassen. „MACHINaturE vs MachiNATURE“ ARDIFVernissage Freitag, 22. März 2019, 19 – 22 UhrAusstellung 25. März – 26. April 2019 Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Silence kills banner ROOOOOM Pretty Portal

Schweigen ist keine neutrale Position. Wenn sich gegen laute Parolen niemand zu Wort meldet, entsteht schnell der Eindruck, es gäbe keine Gegenstimmen. Genau hier setzt „Silence Kills“ an.Position beziehen„Silence Kills“ ist ein Projekt des Künstlerkollektivs ROOOOOM. Es setzt sich kritisch und fragend mit der „schwankenden Mitte“, dem allgemeinen Rechtsruck und alltäglicher Diskriminierung in unserer Gesellschaft auseinander. Es geht darum, Position zu beziehen: für mehr Solidarität mit unseren Mitmenschen, mit Geflüchteten und mit Menschen mit Migrationshintergrund, auch in der zweiten und dritten Generation. Und es geht darum, sich klar zu den eigenen Werten und Wünschen für die Gesellschaft zu äußern, in der wir leben möchten.Eine Stimme, ein PlakatEin zentraler Teil des Projekts ist eine Plakatkampagne, die auch in den Straßen von Düsseldorf zu sehen ist. Der Fotograf Kilian van den Water porträtiert Menschen, die ihre Meinung öffentlich machen wollen. Jedes Porträt und jedes Statement ist eine sichtbar gemachte Meinung, eine Stimme, die das Kollektiv anschließend im öffentlichen Raum plakatiert. Jedes Poster wird nur ein einziges Mal geklebt. So zeigt jedes neue Plakat, dass sich eine weitere Stimme dem Zusammenhalt angeschlossen hat.In einem kurzen Intermezzo zeigt die Galerie Pretty Portal eine Auswahl dieser Poster: Stimmen von Menschen, die ihre Meinung nicht nur im Freundeskreis teilen, sondern bereit sind, damit an die Öffentlichkeit zu gehen.Werden Sie Teil der AktionAm Abend der Vernissage und an zwei weiteren Terminen während der zweiwöchigen Ausstellung haben Besucher die Möglichkeit, selbst Teil der Aktion zu werden. Der Kostenbeitrag für die Teilnahme am Fotoprojekt beträgt 3 Euro.Aus dem Manifest von „Silence Kills“„Momentan gibt es eine faschistische und populistische Entwicklung in der Politik, welche die herkömmliche neutrale Position des Schweigens aufhebt, denn ohne Gegenstimme trügt der Schein, es gäbe zu wenige Meinungen, die anders denken. Es entstanden einige Interviews mit rechts denkenden Demonstranten, um zu hinterfragen, wer die Leute sind und was sie dazu bewegt, für faschistische Politik auf die Straße zu gehen. Durch die Medien haben diese Interviews eine große Reichweite gewonnen. Parallel zu diesen Ereignissen gibt es aber auch sehr viele Menschen in unserer Gesellschaft, die ganz anders über das aktuelle politische Klima denken. Und genau deswegen wollen wir mit der Aktion ‚Silence Kills‘ deiner Stimme Platz geben, in Form einer Plakatkampagne. Wenn du Interesse hast teilzunehmen, werden wir ein Porträtfoto von dir machen und dazu ein Statement aufnehmen, das mit deinem Porträt zusammen auf einem Plakat abgebildet wird. Anschließend wird das Plakat einmal ausgedruckt und von uns an einem öffentlichen Ort aufgehängt.“„Silence Kills“ Eine Ausstellung des Künstlerkollektivs ROOOOOMVernissage 15. Februar, 19 – 22 UhrFototermine 20. Februar, 18 – 20 Uhr 27. Februar, 18 – 20 UhrAusstellung ab 15. Februar, zwei WochenPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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L.E.T. „No walls for old men“ teaser - Pretty Portal

Wer bei „No walls for old men“ an „No Country for Old Men“ denkt, den Roman von Cormac McCarthy und den Film der Coen-Brüder, liegt richtig. Wörtlich nehmen sollte man den Titel von L.E.T.s Einzelausstellung allerdings nicht.Ein alter HaseL.E.T. ist zwar einer der am längsten aktiven Stencil-Künstler Deutschlands und damit einer der „alten Hasen“ der noch recht jungen Kunstrichtung Urban Contemporary. Alt ist er aber noch lange nicht, und darum, dass er keine Wände bekommt, muss er sich wahrlich keine Sorgen machen. Das Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) in München hat ihm jüngst einen eigenen Raum gewidmet, und diesen Sommer reiste er von einem Festival zum nächsten, um seine Interventionen vor Ort im urbanen Raum zu installieren.Zitieren, dekonstruieren, modifizierenDer Titel ist vielmehr ein Beispiel für L.E.T.s Arbeitsweise: das Zitieren, Dekonstruieren und Modifizieren von Bekanntem. Nachdem er bereits mehrmals an den STENCILS-ONLY-Ausstellungen teilgenommen hat, ist „No walls for old men“ nun seine erste Einzelausstellung in der Galerie Pretty Portal. Die Besucher erwarten neue und bekannte Werke, eine Mischung aus Installation und Präsentation.Über den KünstlerDas Kürzel L.E.T. des aus Frankreich stammenden Künstlers steht für „Les Enfants Terribles“. Diesen Namen hat er sich zu Recht gegeben, denn traditionell wurden so die Außenseiter und Exzentriker der Künstlerszene bezeichnet. L.E.T. gehört zu den Urban-Art-Künstlern der ersten Stunde. Seit 1992 ist er auf der Straße aktiv und prägt das Bild mancher Städte, unter anderem das seiner heutigen Heimatstadt Düsseldorf. Seine Motive sprüht er auf Papier und plakatiert sie anschließend meist ungefragt als Paste-ups in der Stadt.In seinen Werken greift er unterschiedlichste Bildelemente auf, gern auch bekannte Sujets, die er mit seinen markanten, charmant-provokanten Aussagen versieht und denen er so eine neue Bedeutung gibt. Schwarz-weiße Figuren mit wenigen Farbakzenten lassen die Botschaft umso deutlicher hervortreten. Es sind die Themen unserer Zeit, die L.E.T. kritisch aufs Korn nimmt. Auf augenzwinkernde Weise deckt er so Missstände in unserer Konsum- und Spaßgesellschaft auf. „No walls for old men“ L.E.T.Vernissage Freitag, 7. Dezember 2018, 19 – 22 UhrAusstellung 10. Dezember 2018 – 8. Februar 2019Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Roman Klonek - From the Wood to the blocks teaser - Pretty Portal

Vom Wald in die Stadt, vom Holz zum Häuserblock: Der Titel „From the Woods to the Blocks“ spielt gleich doppelt mit der Sprache. Zum einen verweist er auf die Technik, mit der Roman Klonek seine Werke schafft, den Holzschnitt, im Englischen woodblock print. Zum anderen steht er für Kloneks Auseinandersetzung mit Urbanität, denn „blocks“ sind im Englischen auch die Häuserblocks der Stadt.Die erste EinzelausstellungNachdem wir Roman Klonek bereits einige Male in Gruppenausstellungen gezeigt haben, ist dies endlich seine erste Einzelausstellung bei Pretty Portal. Zu sehen ist eine Auswahl von Holzschnitten aus seiner aktuellen Schaffensphase sowie eine Siebdruck-Edition des Motivs „Souta Mouse“.Roman Klonek über seine Ausstellung„In der Ausstellung ‚From the Woods to the Blocks‘ in der Galerie Pretty Portal können Sie beobachten, wie die traditionelle Handwerkskunst der Holzschnitzerei auf experimentelle Formen der Erzählung trifft. Die Erzählungen sind frei von kategorischen Vorgaben und weder zeitlich noch räumlich eindeutig. Durchaus vergleichbar mit einem vollen Skizzenbuch, wobei man sich hier bitte einmal vorstellen mag, das Papier wäre durchsichtig und alles ‚Gezeichnete‘ somit ein heilloses Kauderwelsch und Durcheinander. Vielleicht sollte ich nun erwähnen, dass ich es liebe, ein Chaos anzurichten, um es anschließend wieder aufzuräumen. Kommt es dabei zu einem unverhofften Zusammentreffen zweier oder mehrerer Ideen (wobei dies oft auf geradezu natürliche Weise stattfindet), kann es gut passieren, dass diese Begegnungen aufgrund ihrer Originalität einen Glücksmoment in mir hervorrufen. Was die Kombination dieser Einfälle bzw. Bildelemente angeht, bewege ich mich da auch gern in der Tradition der sogenannten B-Movies. Als Gegenentwurf zum berechenbaren Mainstream-Kino weisen sie, mit deutlich mehr Risikobereitschaft und ohne Rücksicht auf konzeptionelle Strenge, oft die wichtigsten Merkmale beim Erzählen von Geschichten auf, nämlich die Momente der Überraschung.“„From the Woods to the Blocks“ Roman KlonekVernissage Freitag, 12. Oktober, 19 – 22 UhrAusstellung 15. Oktober – 16. NovemberPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Oliver Räke - Outside Society teaser - Pretty Portal

Oliver Räke malt Zäune. Und Zäune symbolisieren Grenzen: Grenzen zu anderen Ländern und Kulturkreisen, zu wirtschaftlich weniger oder besser privilegierten, scheinbar sichereren oder gerechteren Orten und umgekehrt. Grenzen als Schutz und als Hürde. Je nachdem, auf welcher Seite man steht, empfindet man eine Grenze als gut oder schlecht und will sie überwinden oder verstärken.Grenzen in unsDoch es gibt auch Grenzen in uns, in unseren Köpfen: dort, wo wir uns selbst beschränken. Freiwillig oder weil sich andere Ideen unserer Vorstellungskraft entziehen. Politisch, gesellschaftlich und auch in der Beziehung zwischen zwei Menschen. Eine Grenze ist dabei immer auch ein Dagegen.AntiOliver Räke sagt dazu:„anti – hauptsache dafür. dagegen! anti, nicht aus trotz, anti als ursprung über das gut und böse gleichzeitig nachzudenken. anti als abgrenzung. in meinen arbeiten reflektiere ich auf abstrakte art, wofür ich bin. griechisch gedacht: dem anti der elementaren fronten ein anti des klugen streits entgegenzusetzen. alles ist politisch.“Über den KünstlerOliver Räke ist Graffiti-Künstler der ersten Stunde. Bereits 1984 in Düsseldorf aktiv, wurde er schnell über die Stadtgrenzen hinaus und im ganzen Bundesgebiet in der Szene bekannt. Mit seinem Style verschiebt er die Grenzen dessen, was man unter Graffiti versteht, immer weiter und malt auch Werke für den White Cube, für Ausstellungen und Galerien. „Outside Society“ ist seine vierte Ausstellung in der Galerie Pretty Portal.Stefan Schwander X Oliver RäkeDie Ausstellung findet als Teil des Gemeinschaftsprojekts Stefan Schwander X Oliver Räke statt. Zeitgleich zeigt Stefan Schwander seine Ausstellung „Möbel: Grau mit Funktionslosigkeit“ in den Räumen von Present Progressive, direkt neben der Galerie.„Outside Society“ Oliver RäkeVernissage Freitag, 28. September, 19 – 22 UhrAusstellung Samstag, 29. September, 12 – 16 Uhr Sonntag, 30. September, 14 – 18 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Aufstiegshelden

Fortuna Düsseldorf ist zurück in der Bundesliga. Nach fünf Jahren in der 2. Liga ist dem Traditionsverein in dieser Saison der Aufstieg gelungen, und die ganze Stadt feiert. Kurz vor dem Start in die neue Bundesligasaison widmet die Galerie Pretty Portal den Aufstiegshelden eine Ausstellung der besonderen Art.Spieler, Trainer und LegendenIm Mittelpunkt der Schau stehen Porträts der aktiven Spieler und Trainer, die den Aufstieg möglich gemacht haben. Zu sehen sind unter anderem Werke mit Oliver Fink, Andreas „Lumpi“ Lambertz, Rouwen Hennings, Axel Bellinghausen, Benito Raman, Adam Bodzek und Marcel Sobottka. Daneben würdigen Porträts Vereinslegenden wie Toni Turek und Gerd Zewe. Abgerundet wird die Ausstellung durch kalligrafische Arbeiten und einen speziellen „Fortuna-Geist“ des Street-Art-Künstlers PDOT, dessen Geister aus dem Düsseldorfer Stadtbild nicht mehr wegzudenken sind.Urban Art mit Düsseldorf-BezugFolgerichtig hat Kurator Klaus Rosskothen ausschließlich Urban-Art- und Street-Art-Künstler mit Bezug zu Düsseldorf eingeladen, die sich für die Ausstellung mit Fortuna Düsseldorf auseinandergesetzt haben. Gezeigt werden Werke von Brian Storm, DECYCLE, DXTR, KJ263, L.E.T., Mexer, Mindix, ONI, PDOT, Roman Klonek, Strassenmaid und Tom71. Alle Arbeiten sind eigens für die Ausstellung entstanden und können erworben werden.Limitierte Siebdruck-EditionenVon den Porträts von Oliver Fink und Benito Raman, gemalt von Brian Storm beziehungsweise DXTR the Weird, entstehen für die Ausstellung limitierte Siebdruck-Editionen. Sie sind ab der Vernissage in der Galerie und im Onlineshop zum Preis von 95 Euro erhältlich. Ein Teil des Erlöses geht an die Jugendarbeit und das Nachwuchsleistungszentrum von Fortuna Düsseldorf.Vernissage mit FortunaDie in Kooperation mit Fortuna Düsseldorf realisierte Ausstellung wird am 9. August in den Räumen der Galerie in Düsseldorf-Bilk eröffnet. Zur Vernissage werden die Künstler und einige Spieler der Fortuna anwesend sein.„Aufstiegshelden“ Fortuna meets Urban ArtEine Gruppenausstellung mit Werken von Brian Storm, DECYCLE, DXTR, KJ263, L.E.T., Mexer, Mindix, ONI, PDOT, Roman Klonek, Strassenmaid und Tom71Vernissage Donnerstag, 9. August 2018, 19 – 22 UhrAusstellung 10. August – 21. September 2018Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Calligraffiti teaser - Gruppenausstellung ODD MARKS - Pretty Portal

Die Schönheit der Schrift gegen die Provokation ihrer Platzierung, die Präzision des Werks gegen die Impulsivität der Ausführung, die Tradition der Schrift gegen die Modernität ihrer Interpretation: Aus solchen Gegensätzen lebt die Calligraffiti.Kalligrafie, Typografie, GraffitiCalligraffiti verbindet Kalligrafie, Typografie und Graffiti und wird mit dem Abstrakten Expressionismus ebenso in Verbindung gebracht wie mit dem Abstrakten Vandalismus. Geprägt wurde der Begriff 2007 vom niederländischen Künstler Niels „Shoe“ Meulman. In ODD MARKS zeigen wir mit BLAQK, EGS, Jun Inoue, Patrick Hartl und Zepha eine Auswahl der interessantesten und progressivsten Künstler dieser Richtung. Hinzu kommt mit TOM71 ein Calligraffiti-Künstler aus Düsseldorf.Ein Erbe, viele InterpretationenDie Künstler stammen aus Griechenland, Japan, Frankreich, Finnland und Deutschland. Durch ihre unterschiedlichen geografischen und kulturellen Hintergründe und das jeweils eigene kalligrafische Erbe zeigt die Ausstellung eine spannende Mischung von Neuinterpretationen einer klassischen Auseinandersetzung mit Schrift.BLAQK BLAQK ist ein Zusammenschluss der beiden griechischen Künstler Greg Papagrigoriou und Chris Tzaferos alias Simek. Das Duo arbeitet mit einer Kombination grafischer Elemente, darunter Kalligrafie, Buchstaben, Linien, geometrische Formen, Muster, negativer Raum und Texturen. Kalligrafie und geometrische Formen finden sich vor allem in Gregs Arbeiten, während Simek geometrische Formen mit Linien kombiniert. Ihre Werke entstehen im Atelier und im öffentlichen Raum. BLAQK hat in zahlreichen Ausstellungen ausgestellt und an Festivals und Projekten rund um die Welt teilgenommen.EGS EGS (geb. 1974 in Helsinki) bezeichnet sich selbst als Graffiti-Anthropologe und spielt eine wichtige Rolle bei der Dokumentation und Verbreitung von Graffiti. Als Künstler wie als Archivar geht er den formalen und folkloristischen Wurzeln von Graffiti nach, um die sozialen und materiellen Grundlagen der Kunstform zu verstehen. Während seine Atelierarbeiten zunehmend abstrakter werden, sind seine nach wie vor illegalen Arbeiten das Ergebnis langer, intensiver Studien der Graffiti-Form. In ihnen stellt er die verschiedenen Entwicklungsstufen dieser Kunstform collageartig nebeneinander. EGS begann Mitte der 1980er-Jahre als Teil der ersten Graffiti-Welle Finnlands. Seitdem bereist er die Welt, um zu malen, zu forschen, sich mit anderen Künstlern zu vernetzen und sein Wissen zu teilen.Ein Hauptmotiv von EGS sind Weltkarten, meist mit Tinte oder Tusche in seinem klassischen „Inkbolt“-Stil gemalt und stark von der kalligrafischen Essenz des Graffiti geprägt. Er verdreht und verformt die Topografie, bis sie seinen Namen ergibt. Diese Karten sind beispielhaft für seinen unnachahmlichen chirografischen Graffiti-Stil. Gerade die schwarze Tusche, die EGS auch im Atelier verwendet, lässt den Betrachter das Reine wie das Komplexe in seinen Bildern erkennen. Zugleich verweist sein Farbauftrag auf die Außenseiterrolle von Graffiti als Kunstform und auf die Milieus hinter den Kulissen, in denen Graffiti meist entstehen. Seine Karten sind aber nicht nur abstrakte Versionen der Welt: Sie befassen sich auch mit der Kolonialisierung „neuer“ Kontinente durch die Europäer, die die Welt mit Stift und Lineal aufteilten. Die Arbeiten von EGS befinden sich in zahlreichen Privatsammlungen und werden in der Finnischen Nationalgalerie gezeigt.Jun Inoue Jun Inoue verbindet in seinen Werken traditionelle japanische Kalligrafie mit dem gestischen Malen des Informel und schafft so Arbeiten, die an die Bilder des deutschen Künstlers K.O. Götz erinnern. Er interpretiert die vom „Sen“ inspirierten Aspekte authentischer japanischer Handarbeit neu und kombiniert sie mit Wildstyle-Graffiti. So verbindet er Tradition und moderne Einflüsse. Jun Inoue malt im Atelier und auf Wänden, seine Werke sind in Galerien rund um den Globus zu sehen.Patrick Hartl Der deutsche Künstler Patrick Hartl griff bereits mit 15 Jahren zur Sprühdose und begann, Graffiti zu malen. Seine grafischen Studien zeugen von einer besonderen Liebe zur Kalligrafie und zu stilisierten Schriften, vor allem zur gotischen Schrift. Hartl verbindet ein altes Handwerk mit modernem Streetstyle, mit faszinierenden Ergebnissen. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich seine scheinbar monochromen Arbeiten als das Resultat vieler übereinanderliegender, farbiger Schichten. Sein persönliches Lieblingswerk ist eine zehn Jahre alte Wand, die bemalt, gesäubert, erneut bemalt, zerstört, gewaschen und beschädigt wurde und so immer wieder eine neue, einzigartige Geschichte erzählt.Als Meister handgemachter Designs und analoger Arbeit, vor allem aber als einer der führenden urbanen Kalligrafen, schafft Patrick Hartl seit zwei Jahrzehnten Kunst. Er gehört zur Künstlergruppe „Calligraffiti Ambassadors“. Neben Ausstellungen in Galerien von New York über Buenos Aires bis Tokio gestaltet er Wandbilder in Europa und weltweit.TOM71 TOM71 ist ein deutscher Urban-Art-Künstler und zählt zur ersten Generation der Graffiti-Writer in Düsseldorf. Seine Arbeiten sind eine Symbiose aus Typografie, Kalligrafie und Graffiti und gehören zur noch jungen Kunstform der Calligraffiti. In den letzten Jahren konzentriert er sich darauf, die Verbindung von Schrift, Form und Farbe immer wieder neu weiterzuentwickeln.Zepha Mit einer Choreografie von virtuoser Leichtigkeit komponiert Vincent Abadie Hafez alias Zepha eine Partitur, in der Buchstaben von ihren semiotischen Fesseln befreit sind. So tritt ihre innewohnende Ästhetik hervor, ihre kulturelle Bedeutung als Symbol. Zeichen unterschiedlicher Herkunft verflechten sich zu einer kontrastreichen Struktur: formale Logik und Verwirrung in den Linien, instinktiver Pragmatismus und Geste. Ausgangspunkt ist die Bewegung und die Abstraktion, die aus ihr entsteht. Seine Kompositionen haben einen dichten Rhythmus, elektrisiert von alltäglichen Orten, und offenbaren mit stillem, manchmal unerwartetem Atemholen ein forderndes, umfassendes Werk. Die Geste ist technisch, Trägerin uralter kalligrafischer Praktiken, und wird durch den urbanen Kontext bereichert: kontrastreich und überraschend.Die Formensprache arabischer wie lateinischer Buchstaben verweist auf eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame zeitlose Sprache, eine Abstraktion, die es zu verinnerlichen gilt. Trotz aller Unterschiede tragen unsere Alphabete eine verbindende Bedeutung in sich, die über unsere Herkunft hinausgeht. Zephas Werke spiegeln seine Werte wider: einen zeitgenössischen Humanismus, getragen von der Kraft des Symbols und offenbart durch eine Kunst, die alle Grenzen überschreitet.ODD MARKS Eine Ausstellung mit Werken von BLAQK, EGS, Jun Inoue, Patrick Hartl, TOM71 und Zepha (Vincent Abadie Hafez)Vernissage Freitag, 27. April 2018, 19 – 22 UhrAusstellung 30. April – 6. Juli 2018 (verlängert) Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Punks, Robots and Angels Header / ARDIf, GUY DENNING, PIXELPANCHO - Pretty Portal

Am Anfang steht die Zeichnung. Ein Bleistift, etwas Tusche, ein Stück Kohle oder ein Marker genügen, um ganze Welten entstehen zu lassen: Welten voller mechanischer Tiere, verbeulter Roboter und Menschen, deren Gefühle sich in wenigen Strichen offenbaren.Drei Zeichner, drei WeltenMit unserer letzten Ausstellung dieses Jahres widmen wir uns ganz der Zeichnung. Zu sehen sind Arbeiten in Bleistift, Tusche, Kohle und Marker von Guy Denning und Pixelpancho, zwei international bekannten Künstlern, sowie von ARDIF, einem jungen französischen Künstler, der vor allem in Paris immer mehr Aufmerksamkeit erregt.ARDIFARDIF ist ein junger französischer Künstler, der sich mit der Mechanik hinter der belebten Materie auseinandersetzt. In seinen Zeichnungen verwandelt er meist Tiere in mechanische Wesen, die zweigeteilt sind: Eine Hälfte ist naturalistisch dargestellt, die andere verwandelt sich in eine kuriose Maschine mit verschachtelter Architektur. Diese Gegenüberstellung erzeugt eine besondere Spannung und lädt zu eingehender Betrachtung ein. Seine Zeichnungen vergrößert ARDIF und bringt sie als Paste-ups auf die Straße. In Paris sind seine halb mechanischen Tiere aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.Guy DenningGuy Denning wurde 1965 in North Somerset geboren. Schon als Kind war er von bildender Kunst besessen. Mit elf Jahren begann er, in Öl zu malen, nachdem ihm ein Verwandter, der das Interesse daran verloren hatte, einen Satz alter Farben überlassen hatte. In den 1980er-Jahren bewarb er sich mehrfach erfolglos um ein Studium der Malerei. Er malte dennoch weiter, studierte Kunstgeschichte an der Open University und lernte Maltechnik bei älteren Malern, die er im Westen Englands kannte. Ab 1992 stellte er in ganz Großbritannien aus, seit 2007 auch in den USA, in Deutschland, Italien und Frankreich. Seine Gemälde waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Seine Arbeiten befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter die politikwissenschaftlichen Institute der University of Bristol und der University of Galway sowie das Museum für zeitgenössische Kunst MAGI'900 in Bologna.Guy Dennings Werk verbindet einen traditionellen, malerischen Stil mit einem zeitgenössischen, vom Punk inspirierten Element: eingebetteten, collagierten und schablonierten Texten. Diese Ästhetik, verbunden mit einer politischen Erzählung, hat ihm eine treue Anhängerschaft unter Sammlern von Urban Art eingebracht.PixelpanchoPixelpancho verbindet etwas mit Robotern: Sie sind das stets wiederkehrende Thema seiner Arbeiten.„Mich treibt eine vergessene Welt an, verborgen unter einer dicken Schicht aus Staub und Schmutz. Dort gibt es Roboter, Schöpfungen der Menschheit, verbeult und abgenutzt, eine Symbiose aus Organischem und Anorganischem, deren Körper aus rostigem Eisen auseinanderfallen. Voller Träume, Wünsche und Hoffnungen.“In seiner surrealen Bildwelt verschmelzen Menschen, Marionetten und Roboter zu Bildern, die auf große Marken, Superhelden und berühmte Popikonen anspielen, denen, dem ständigen Wandel unterworfen, der Zerfall droht. Pixelpancho überzeugt nicht nur durch seine auffälligen Motive, sondern auch durch seinen einzigartigen Stil, der aus vielfältigen Quellen schöpft.Der gebürtige Italiener studierte an der Accademia Albertina di Belle Arti in Turin und an der Kunstakademie in Valencia. Auf seinen zahlreichen Reisen nutzte er jede Gelegenheit, an Festivals teilzunehmen und seine Werke in Ausstellungen zu zeigen. Pixelpancho gilt als eine der neuen Größen der italienischen Urban-Art-Szene, die sich nach und nach um Künstler wie Blu und Ericailcane, das Fame Festival und das Studio Chromie entwickelt hat.„Punks, Robots & Angels“ ARDIF · Guy Denning · PixelpanchoVernissage Donnerstag, 7. Dezember 2017 Die Eröffnung findet dieses Mal an einem Donnerstag statt.Ausstellung 8. Dezember 2017 – 26. Januar 2018 Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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CHAZME, MARC C. WOEHR, THÈO LOPEZ - Urbstration teaser - Pretty Portal

Was passiert, wenn Graffiti den Buchstaben hinter sich lässt? Aus Schriftzügen werden Formen, aus Characters Architekturen, aus der Dynamik der Straße Rhythmus und Bewegung auf der Leinwand. Unter Begriffen wie Urban Abstract und Graffuturismus hat sich daraus eine der spannendsten Richtungen der zeitgenössischen Urban Art entwickelt.Formen, Flächen und LinienIn URBSTRACTIONS zeigen wir mit CHAZME, Marc C. Woehr und Théo Lopez eine Auswahl der interessantesten und progressivsten Künstler dieser Richtung. Zu sehen sind Kompositionen aus Formen, Flächen und Linien, voller Rhythmus und Bewegung, inspiriert von urbanen Landschaften, vom Konstruktivismus und der russischen Avantgarde, von Architektur und Typografie. Die Künstler kommen aus Polen, Frankreich und Deutschland.CHAZMEDaniel Kaliński alias CHAZME ist für seine Darstellungen surrealer, verschachtelter und komplexer Architekturen bekannt. Seinen künstlerischen Weg begann er in der Warschauer Graffitiszene als Spezialist für Characters und figurative Malerei, bevor er seinen Stil zur formalen Abstraktion weiterentwickelte. Der in der Schweiz geborene polnische Künstler studierte unter anderem Architektur und Stadtplanung in Warschau. Die futuristischen Stadtlandschaften in seinen Werken sind von Brutalismus und Konstruktivismus inspiriert. Seine an Escher erinnernden Konstruktionen verbinden starre Geometrie mit poetischen Szenerien, klassische Mythologie mit zeitgenössischer urbaner Erfahrung. Das städtische Labyrinth, typisch für seine Bildsprache, ist eine starke Metapher für die urbane Umwelt des modernen Menschen. Neben zahlreichen Wandbildern, die er oft gemeinsam mit seinen Künstlerfreunden Sepe und Robert Proch malt, hat er seine Arbeiten in Ausstellungen in ganz Europa gezeigt. 2011 wurde CHAZME mit dem ARTAQ Urban Art Award ausgezeichnet.Marc C. WoehrSeit seinen Anfängen als Graffiti-Künstler in den 1990er-Jahren hat Marc C. Woehr einen langen Weg zurückgelegt und sich zu einer beeindruckenden künstlerischen Freiheit vorgearbeitet. Wie fast jeder Graffiti-Writer begann er mit einfachen Schriftzügen, dann folgten große, sich über mehrere Meter erstreckende Bilder. Irgendwann merkte er jedoch, dass ihm das hektische, weil verbotene Arbeiten bei Nacht im Außenraum nicht mehr genügte. Er wollte stärker kompositorisch arbeiten, bezog kurzerhand ein Atelier und tauschte die rauen Außenmauern gegen klassische Leinwände.Die Straße als kleinste Einheit, die Architektur und die Stadt als große Struktur, als Matrix, haben ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Aus dieser intensiven Auseinandersetzung mit dem Stadtraum entstanden im Atelier zunächst Collagen: Kompositionen aus Fotografien und Zeitungsausschnitten, kombiniert mit malerischen Partien. Schon diese Collagen lassen Anklänge an die 1920er-Jahre, an Bauhaus und Dada spüren und deuten die Ästhetik seiner späteren Holzreliefs an.Die Holzreliefs sind inzwischen zu seinem absoluten Alleinstellungsmerkmal geworden. Aus der Auseinandersetzung mit der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts sind frische und sehr zeitgemäße Arbeiten entstanden, die nicht im Geringsten erkennen lassen, dass der Künstler seine Karriere nicht mit Pinsel oder Zeichenstift, sondern mit der Sprühdose in der Hand begonnen hat.Théo LopezIn Théo Lopez' Bildern gleiten Linien über die Leinwand. Sie folgen imaginären Freiformen, schwingen in harmonischem Rhythmus und nehmen gerade Wege, um plötzlich die Richtung zu ändern. Dabei definieren sie Formen, die an Wild-Style-Graffiti erinnern und von Dadaismus und Surrealismus inspiriert sind. Nach weiteren Einflüssen gefragt, nennt Lopez die russischen Konstruktivisten und den amerikanischen Abstrakten Expressionismus. All diese Richtungen vereint er in Werken, die dem Graffuturismus zuzuordnen sind. Auffällig sind neben der ausdrucksstarken Formensprache auch sein gekonnter Umgang mit Licht und Schatten und der Einsatz kräftiger Farben, die seinen Werken eine wunderbare Lebendigkeit verleihen.Théo Lopez ist eines der besonderen Talente der französischen Urban-Contemporary-Szene. Er wurde 1989 in den Pariser Vorstädten geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet. Bereits 2008 wurde er vom Kollektiv 9ème Concept eingeladen, mit dem er mehrere große internationale Projekte realisierte. Seitdem arbeitet er an seinem Ausdruck und seiner Bildsprache und hat sich dabei immer weiter vom Gegenständlichen zum Abstrakten, vom Effekt zum Wesentlichen entwickelt. Die Werke des noch jungen Künstlers wurden in zahlreichen Ausstellungen und Publikationen vorgestellt. Einige gehören zur Sammlung von Nicolas Laugero Lasserre und sind im Art 42 Urban Art Museum in Paris ausgestellt.URBSTRACTIONS Eine Ausstellung mit Werken von CHAZME, Marc C. Woehr und Théo LopezVernissage 3. November, 19 – 22 UhrAusstellung 6. November – 1. Dezember Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Claudio Ethos – Give me your fields, Kopie - Pretty Portal

„Deadmocracy“: In diesem Kunstwort verschmelzen „dead“ und „democracy“. Claudio Ethos beschreibt damit ein Gefühl, das hinter den ökonomischen Prozessen in südamerikanischen Staaten, aber auch weltweit wächst. Diese Entwicklung drängt Menschen in extreme Situationen sozialen Zusammenlebens.PandemoniumIn dem daraus entstehenden Pandemonium offenbart sich die Zerbrechlichkeit des demokratischen Grundgerüsts. Kampf, Gewalt, Extremismus, Vereinsamung und weitere dynamische Prozesse führen zu einer Mutation des Lebensrhythmus. Diesen Veränderungen spürt Claudio Ethos in seinen Arbeiten auf Leinwand und Papier nach, die direkt aus São Paulo, der kulturellen Hauptstadt Brasiliens, zu uns kommen.Eine Begegnung in MünchenIch habe Claudio Ethos 2010 auf der zweiten STROKE Art Fair in München kennengelernt. Er malte dort gerade ein großes Wandbild, und seine Bildwelt übte sofort eine magische Faszination auf mich aus. Ein solches Zusammenspiel von Stilmitteln hatte ich noch nie gesehen, und am Abend sprach ich ihn an. Aus einem kurzen Gespräch entwickelten sich eine Freundschaft und die Idee, seine Werke einmal in der Galerie Pretty Portal zu zeigen. Sieben Jahre später wird diese Idee nun Wirklichkeit: Claudio Ethos kommt Ende August nach Deutschland und eröffnet am 15. September bei Pretty Portal seine erste Einzelausstellung in Deutschland.Über den KünstlerClaudio Ethos wurde 1982 als Claudio Rafael Ethos in São Paulo geboren. In seiner Kindheit und Jugend war er in den Favelas der Stadt von der Pichação umgeben, der für São Paulo typischen Form des Taggings. Davon beeinflusst, begann er mit 15 Jahren, Graffiti zu malen. Später studierte er zwei Jahre lang Visual Arts, brach das Studium jedoch ab, weil es ihn in die Welt hinauszog. Auf seinen Reisen nahm er an zahlreichen Urban-Art-Festivals teil, malte weltweit eine beträchtliche Anzahl von Wandbildern und entwickelte dabei seine Bildsprache stetig weiter.In seinen Werken beschäftigt sich der brasilianische Künstler mit der vielschichtigen Wechselwirkung zwischen Individuum und Gesellschaft. Seine Beobachtungen des Einzelnen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Prozessen sind kontinuierlich in seine künstlerischen Ideen eingeflossen und bilden heute das Fundament seines unverwechselbaren Ausdrucks. Zugleich versucht er, in der Welt, die ihn umgibt, auch deren spirituelle Seite zu ergründen. Seine surreal anmutenden Bilder, in denen sich Figuratives mit Abstraktem mischt, bestechen durch hohe Intensität und eine monochrome Farbpalette. Mit seinen Figuren hält er unterschiedliche emotionale und spirituelle Zustände fest.Seine Ideen notiert Ethos meist zuerst mit dem Kugelschreiber im Skizzenbuch: alltägliche Szenen und Beobachtungen des öffentlichen Lebens und seiner Umgebung. Aus diesen Skizzen entwickelt er die Kompositionen für seine Leinwände und Wandbilder. Seine ausdrucksstarken Figuren führen ihren individuellen Kampf in stadtähnlichen, abstrakten Landschaften und erzählen dabei Geschichten, die in den Erfahrungen, Träumen und Erinnerungen des Künstlers wurzeln.Beeinflusst wurde Ethos von bekannten brasilianischen Künstlern wie Os Gêmeos, Vitché, Onesto und Herbert Baglione. Sein Stil hat sich jedoch zu etwas ganz Eigenem entwickelt, sehr individuell und unverkennbar. Seine Wandbilder trugen dazu bei, dass viele etablierte zeitgenössische Künstler Südamerikas einen neuen Blick auf die noch junge Urban-Art-Szene Brasiliens warfen. Ethos hat unter anderem in Italien, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, den USA und Paraguay ausgestellt und lebt derzeit zwischen São Paulo und Los Angeles.DEADMOCRACY Eine Ausstellung von Claudio EthosVernissage Freitag, 15. September 2017, 19 – 22 UhrAusstellung 15. September – 20. Oktober 2017 Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Gruppenausstellung: URBAN SCUPTURES, teaser - Pretty Portal

Wer im Stadtraum arbeitet, denkt in Räumen. Fassaden, Mauervorsprünge, Stromkästen und Laternenmasten sind für Urban-Art-Künstler nicht einfach Untergrund, sondern Teil des Werks. Was liegt da näher, als die eigene Bildsprache ganz von der Fläche zu lösen und in die dritte Dimension zu führen?Von der Wand in den RaumIn der Ausstellung „Urban Sculptures“ zeigen viele der von Pretty Portal vertretenen Künstler Arbeiten, in denen sie ihre Bildsprache in den Raum übertragen. Dabei experimentieren sie mit unterschiedlichsten Materialien: Holz, Metall, Kunststoff oder auch Legosteinen. Denn so selbstverständlich der Stadtraum für die Urban Art ist, so selten stehen Skulpturen und Objekte bislang im Mittelpunkt. Meist überlassen sie der Malerei die Hauptrolle.Freistehend und an der WandPixelpancho formt die Protagonisten seiner Bilder, seine Roboter, als Skulpturen. Manche Arbeiten stehen frei im Raum, andere sind an der Wand montiert, wie die abstrakten, an Favelas erinnernden Architekturansichten von Jana & JS. Darüber hinaus sind abstrakte Objekte des italienischen Künstlers ETNIK, Figuren von Biserama, KJ263, Mono Cieza, SAM3 und WESR sowie Style-Writing aus Legosteinen von Cole Blaq zu sehen.URBAN SCULPTURES feat. Biserama, Cole Blaq, Cranio, ETNIK, Jana & JS, KJ263, Mono Cieza, Pixelpancho, SAM3, WESRVernissage 23. Juni, 19 – 22 UhrAusstellung 23. Juni – 11. August Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach VereinbarungPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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STENCILS ONLY Collective show, teaser - Pretty Portal

Ein Stencil entsteht aus dem, was fehlt. Jede Fläche, die aus der Schablone geschnitten wird, lässt Farbe hindurch. Alles, was stehen bleibt, bleibt leer. Das Bild entsteht also im Wechselspiel von Positiv und Negativ, von Fläche und Aussparung.Eine Technik mit vielen GesichternSeit Blek le Rat Anfang der 1980er-Jahre in Paris die ersten Schablonen an die Wände sprühte, hat sich der Stencil zu einer der prägendsten Techniken der Urban Art entwickelt. Mit STENCILS ONLY widmen wir dieser Technik erneut eine eigene Ausstellung. Fünf Künstler zeigen, wie unterschiedlich sich mit Schablonen arbeiten lässt: von fotografisch präzisen Porträts über skulptural verschlungene Bänder bis hin zu Arbeiten auf Plakatschichten, die direkt von der Straße stammen. Die Künstler kommen aus Großbritannien, Irland, Chile, Frankreich und Polen.Copyright Der britische Künstler Copyright studierte Fotografie und Videoschnitt und entdeckte dabei, dass sich seine eigenen Fotos in Schablonen verwandeln lassen. Seine Arbeiten verbinden Stencil und Sprühfarbe mit Öl- und Acrylmalerei und spielen mit Idealen der Konsumgesellschaft wie Schönheit, Mode und Popkultur, die er mit Verweisen auf Mythologie und Spiritualität kontrastiert. Zu seinen Inspirationsquellen zählt er Alfred Hitchcock, Andy Warhol und Banksy.Fin DAC Der irische Künstler Fin DAC hat eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt, die er „Urban Aesthetics“ nennt. Bekannt ist er für seine Darstellungen eurasischer Frauen, oft maskiert und in traditioneller Kleidung. In ihnen setzt er sich mit weiblicher Selbstbestimmung, sexuellen Stereotypen und kolonial geprägten Wahrnehmungsmustern auseinander. Als Einflüsse nennt der Autodidakt düstere Graphic Novels ebenso wie Francis Bacon und Aubrey Beardsley.Otto Schade Der in Chile geborene Künstler, auch bekannt als „Osch“, begann seine Laufbahn als Architekt und Stadtbildhauer. Seit 2006 lebt er in London, wo er aus seinem architektonischen Raumverständnis heraus seinen markanten „Ribbon“-Stil entwickelte. Die ineinander verschlungenen Bänder formen seine Motive und verleihen ihnen eine fast skulpturale Wirkung.STF Moscato Der 1976 geborene Marseiller Stéphane Moscato alias STF ist ein Kind des Punk. Seit vielen Jahren löst er in den Straßen seiner Stadt ganze Plakatschichten von den Wänden und kaschiert sie im Atelier auf Leinwand. Mit Schablone und Sprühlack schafft er darauf Unikate, die sich von diesen Fragmenten der Straße leiten lassen und hinter denen subtil eine gesellschaftliche und politische Haltung durchscheint.Tankpetrol Der aus Polen stammende Künstler Tankpetrol lebt und arbeitet in Manchester, wo er auch zur Stencil-Kunst fand. Im Mittelpunkt seiner detailreichen Arbeiten stehen meist Frauenfiguren in kraftvoller Pose, häufig in militärisch inspirierter Kleidung und umgeben von Tieren, geometrischen Formen und Typografie. Bewusst verzichtet er auf vielschichtige Schablonen, um den ursprünglichen Charakter der Stencil-Kunst zu bewahren.STENCILS ONLY Gruppenausstellung mit Arbeiten von Copyright, Fin DAC, Otto Schade, STF Moscato und TankpetrolVernissage Freitag, 17. März 2017, 19 – 22 UhrAusstellung 17. März – 28. April 2017Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Gruppenausstellung: winter-is-coming, teaser - Pretty Portal

Ein Jahr voller Ausstellungen, Begegnungen und neuer Arbeiten geht zu Ende. Zum Jahresausklang versammeln wir 16 Künstlerinnen und Künstler, die das Programm von Pretty Portal prägen, in einer großen Gruppenausstellung. Ein übergreifendes Thema gibt es nicht, dafür einen breiten Querschnitt durch die Vielfalt der Urban Contemporary Art.Druckgrafik und EditionenEin Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Druckgrafik und Editionen. Siebdrucke, Holzschnitte und andere Druckverfahren haben in der Urban Art eine lange Tradition. Sie sind eng mit der Geschichte von Plakat und Schablone verbunden und ermöglichen es, eine Bildidee in limitierter Auflage einem größeren Publikum zugänglich zu machen. In der Regel sind die Blätter signiert und nummeriert, und gerade bei handgedruckten Editionen machen kleine Abweichungen jeden Abzug zu etwas Besonderem.Für Sammler sind Editionen ein idealer Einstieg und für viele die Möglichkeit, Werke ihrer Lieblingskünstler zu besitzen. Und wer noch ein besonderes Geschenk sucht, findet hier gerade in der Vorweihnachtszeit eine echte Fundgrube.16 PositionenZu sehen sind Arbeiten von BTOY, DECYCLE, FAKE, Fin DAC, ICY & SOT, L.E.T., Limow, Natalia Rak, Otto Schade, PDOT, Pixelpancho, Roman Klonek, Rowan Newton, Shai Dahan, Sokar Uno und Wolfgang Krell. Die Bandbreite reicht von Stencils und Paste-ups über figurative Malerei und Zeichnung bis zum Holzschnitt. Künstler aus Düsseldorf stehen dabei neben internationalen Positionen aus ganz Europa und den USA.

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Ghosts of things to come, Andrew Hem Benjamin Bjorklund Daniel Ochoa David Monllor David Stegmann Robert Proch Sebas Velasco - Pretty Portal

Ein Gesicht, fotorealistisch präzise gemalt, das sich im nächsten Moment in Farbe und Bewegung auflöst. Figuren, die aus der Dämmerung auftauchen. Landschaften, in denen Konkretes und Fantastisches ineinanderfließen. Wie Erscheinungen bewegen sich die Bilder dieser Ausstellung zwischen Realismus und Abstraktion, zwischen Gegenwart und Auflösung.Kuratiert von David MonllorBereits im Februar 2014 war der Schweizer Künstler David Monllor mit seiner Einzelausstellung „Fade into Nothing“ bei Pretty Portal zu sehen. Seine Bildsprache und Maltechnik hat er seitdem nicht nur im Atelier, sondern auch auf zahlreichen Reisen weiterentwickelt. Dabei hat er mit vielen namhaften Künstlern an Projekten im öffentlichen Raum gearbeitet, mit denen ihn heute eine Freundschaft verbindet. Für „Ghosts of Things to Come“ hat er eine Auswahl dieser Künstler zusammengestellt und steuert selbst ebenfalls ein Werk bei.Malerei zwischen Realismus und AbstraktionAlle beteiligten Künstler sind außergewöhnliche Talente der Malerei, die verschiedene Stilmittel zu verbinden und zu überschreiten verstehen. Andrew Hem erzählt in atmosphärischen Bildern mystische Geschichten, in leuchtenden Farben, die an den Übergang von Tag und Nacht erinnern. Daniel Ochoa setzt sich mit der Wahrnehmung von Identität auseinander, die sich im Wechsel zwischen realistischer Konstruktion und Abstraktion zeigt. Robert Proch hinterfragt mit dramatischen Verzerrungen inmitten geometrischer Muster das moderne Leben, wie ein Riss in der Matrix. Benjamin Björklund hält seine Kompositionen bewusst einfach, damit seine Motive, häufig Porträts im Wandel, unmittelbar zugänglich bleiben. Sebas Velasco gewährt mit naturalistischen Nachtszenen Einblick in die verschlossene Welt der Graffiti-Writer. David Stegmann verbindet abstrakte Malerei und Neosurrealismus zu teils apokalyptischen, visionären Bildern über die Koexistenz von Mensch und Umwelt. David Monllor schließlich ist für seinen Fotorealismus und dessen bewusste Auflösung bekannt: Zwischen Konstruktion und Dekonstruktion erschafft er anmutige, perfekte Illusionen.Eine Speerspitze der Urban Contemporary ArtAlle Künstler stellen international aus, ihre Werke wurden in renommierten Kunstmagazinen besprochen und zierten zahlreiche Titelseiten. Sie gehören zur Speerspitze jener Künstler, denen der Übergang vom urbanen Raum in die Urban Contemporary Art eindrucksvoll gelungen ist und die diese Kunstrichtung entscheidend prägen. Wir freuen uns sehr, diese außergewöhnliche Auswahl bei Pretty Portal zu präsentieren. Zu sehen sind Arbeiten auf Papier und Leinwand.Andrew HemAndrew Hem wurde während der Flucht seiner Eltern vor der Terrorherrschaft der Roten Khmer geboren und wuchs zwischen zwei Kulturen auf: der ländlichen, vom Animismus geprägten Welt seiner Khmer-Vorfahren und der dynamischen, von Urban Art geprägten Welt von Los Angeles. Früh begeisterte er sich für Graffiti und verfeinerte seine grafischen und kompositorischen Fähigkeiten auf den Straßen von L.A., bevor er seine Leidenschaft für die figurative Malerei entdeckte und sein Studium am Art Center College of Design abschloss. Mit Gouache, Öl und Acryl erschafft er atmosphärische Geschichten auf der Leinwand. Ihre mystische Wirkung entsteht durch eine Farbgebung, die eine Welt in ständiger Dämmerung entstehen lässt.Andrew Hem hat weltweit ausgestellt, von der Jonathan LeVine Gallery in New York und dem Portsmouth Museum of Art in New Hampshire bis zu Einzel- und Gruppenausstellungen in Los Angeles, San Francisco, San Diego, Seattle, Portland, Nashville, Miami, Toronto, Zürich und Lecce. Seine Arbeiten wurden unter anderem in Beyond Illustration, dem Society of Illustrators Annual, Communication Arts, Spectrum, American Illustration, 3x3, Swallow und Hi-Fructose veröffentlicht. Er lebt und arbeitet in Los Angeles.Benjamin BjörklundInspiriert vom Alltag versucht Benjamin Björklund, in seinen Bildern Emotionen und Charaktere zu interpretieren. Seine Kompositionen und Schwerpunkte hält er bewusst einfach, damit seine Motive für den Betrachter zugänglich bleiben. Häufig zeigen seine Werke seine Familie und enge Freunde. Seine Arbeiten befinden sich heute in Privatsammlungen in London, New York, Los Angeles, San Francisco, Melbourne sowie in ganz Schweden und Europa. Er lebt und arbeitet im schwedischen Uppsala.Daniel OchoaDaniel Ochoa über seine Arbeit:„Die Erfahrungen, die ich durch das Aufwachsen in einer multikulturellen Familie gesammelt habe, prägen die Metaphorik und emotionale Qualität meiner Arbeit. Mit der Zeit begann ich, kulturelle Trennlinien zu erkennen und mit widersprüchlichen Standpunkten je nach Kontext umzugehen. Dadurch verändert sich meine Wahrnehmung von Identität ständig, und in meiner Arbeit, die von Fotos, Emotionen und Erinnerungen geprägt ist, werde ich immer wieder damit konfrontiert. Ich verwende verschiedene Techniken, um die Grenzen zwischen formalen Qualitäten wie Abstraktion und realistischer Darstellung aufzulösen. So habe ich beispielsweise Bilder aus Google Street View und aus sozialen Medien verwendet, um zu zeigen, welchen Einfluss Technologie auf die Bildsprache hat. Die Verbindung voneinander abweichender Elemente suggeriert eine pluralistische Realität, die den Bogen vom historischen Ursprung der Malerei über das eigene Selbst bis hin zum Einfluss der Technologie spannt.“David MonllorDavid Monllor wurde 1987 als Sohn einer italienischen Mutter und eines spanischen Vaters im Schweizer Kanton Aargau geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet. Schon als Kind entdeckte er seine Leidenschaft für die figürliche Darstellung und Malerei. Mit zwölf Jahren kam er mit Graffiti in Berührung, einer Subkultur, die sein Werk nachhaltig geprägt hat. Durch die Kontakte in der Urban-Art-Szene ergaben sich unzählige Reisen: Er malte mit vielen Urban-Art-Künstlern, wurde zu internationalen Kunstfestivals eingeladen und schuf fassadengroße Murals.Als Autodidakt perfektionierte er seine Technik mit der Sprühdose. Hyperrealistische Porträts und surreale Stillleben wurden zu seinem Markenzeichen. Auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen hat er in den letzten Jahren die Ölmalerei für sich entdeckt. Seine aktuellen Arbeiten reichen von akribisch ausgearbeiteten fotorealistischen Gemälden bis zu abstrahierten Porträts, die sich explosionsartig auflösen und durch die Bewegung im Bild eine völlig neue Ästhetik im Auge des Betrachters entstehen lassen.David StegmannDavid Stegmann befasst sich in seinem Werk mit der Koexistenz von Mensch und Umwelt. Seine Arbeiten verbinden abstrakte Malerei und Neosurrealismus, wirken zum Teil apokalyptisch und visionär und gewähren Einblick in einen fragilen, organischen Mikrokosmos. Konkretes und Fantastisches fließen vor den Augen des Betrachters zusammen, um sich im nächsten Moment wieder aufzulösen. Seine Inspiration findet er in der Natur mit ihrem absoluten Drang zur Perfektion in Farbe, Form und Bestand. Der aus der Schweiz stammende Künstler lebt und arbeitet im Breisgau und experimentiert dort mit unterschiedlichen Materialien. Neben Malerei auf Leinwand und Holz arbeitet er seit dem vergangenen Jahr verstärkt mit einer Mischtechnik hinter Glas.Robert ProchDramatische Verzerrungen inmitten geometrischer Muster und Formen: Robert Prochs große Wandbilder bringen überall den Straßenverkehr zum Stehen. Schon als Teenager schuf er großformatige, provokante Murals in seiner Heimatstadt Bydgoszcz in Polen. Seitdem hat er weltweit Wandbilder gemalt und seine Leinwände in Polen, Dänemark, Frankreich, Italien, Ungarn, England und Deutschland ausgestellt. Sein abstrakt-figurativer Stil ist gleichermaßen von zeitgemäßer Animation und klassischer Karikatur wie von Impressionismus und modernem Graffiti inspiriert.Das Gefühl für Bewegung und zeitlich versetzte Perspektiven in einem einzigen Bild sind zentral für sein Werk. Seine gemalten Erzählungen hinterfragen das Leben des modernen Menschen. Mit lebhaften Farben erzeugt er konkrete Emotionen, und statt grob oder pessimistisch wirkt seine Kunst dynamisch, fesselnd und oft mitreißend. Sentimentalität, Ehrgeiz, Angst, Verlust, Anmaßung, Habgier und Freundschaft sind nur einige der Emotionen, die in seinen Bildern allgegenwärtig sind. So betont Proch die Intensität alltäglicher Erfahrungen. In jedem Werk trennt dabei eine zarte Barriere das Irdische vom Traumhaften.Sebas VelascoSebas Velasco begann 2004, in seiner Heimatstadt Graffiti zu malen. Später zog er nach Bilbao, wo er Bildende Kunst mit Schwerpunkt Malerei studierte. Heute zeichnen ihn vor allem seine hervorragende Technik und seine Hingabe an den Naturalismus aus. Er arbeitet mit Öl, Acryl, Sprühdose und Bleistift. Mit einem Stipendium der Fundación Antonio Gala realisierte er sein Projekt „Around the Wall“, das in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen in Spanien gezeigt und vielfach ausgezeichnet wurde. Zugleich blieb er im öffentlichen Raum aktiv und gestaltete Wände in verschiedenen Städten Spaniens und Europas, wo er oft die Inspiration für seine Atelierarbeit findet. Sebas Velasco lebt und arbeitet in Spanien.„Ghosts of Things to Come“ Andrew Hem · Benjamin Björklund · Daniel Ochoa · David Monllor · David Stegmann · Robert Proch · Sebas Velasco Kuratiert von David MonllorVernissage Freitag, 30. September 2016, 19 – 22 UhrAusstellung 30. September – 4. November 2016Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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SWEET ASH feat. Liqen, Limow, Hyuro, Daniel Munoz, Jeice2, Aris, SAM3

Spanien gehört zu den lebendigsten Ländern der Urban Art. Von Madrid über Valencia bis nach Galicien hat sich eine Szene entwickelt, deren eigenständige, oft poetische und zugleich gesellschaftskritische Bildsprache weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen wird.Kuratiert von SAM3Für SWEET ASH hat der spanische Künstler SAM3, dessen Werke wir bereits 2010 und 2013 bei Pretty Portal gezeigt haben, einige der besten Urban-Art-Künstler seines Landes zusammengebracht und nach Düsseldorf geholt. Neben SAM3 selbst sind Arbeiten von Aris, Daniel Muñoz, Hyuro, Jeice2, Limow und Liqen zu sehen. Alle sind Teil der lebhaften spanischen Urban-Art-Szene, haben an zahlreichen Festivals mitgewirkt, ihre Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und wurden vielfach in Publikationen vorgestellt.Arbeiten auf PapierDie Ausstellung zeigt Arbeiten auf Papier: Zeichnungen ebenso wie Siebdrucke und Linolschnitte. Zur Vernissage am Freitag, 17. Juni, ab 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein. Liqen Liqens Werke sind poetisch und voller Geheimnisse. Immer wieder thematisiert er die verwobenen Beziehungen zwischen antiken Kulturen und der Natur und stellt sie den gegenwärtigen Verhältnissen in unserer Gesellschaft gegenüber. Dabei versucht er, die Tiefen des menschlichen Geistes zu ergründen, und prangert die zunehmende Verdrängung des Denkens durch Maschinen und falsche Werte an.Limow Limow verbindet abstrakte und figurative Elemente auf außergewöhnliche Weise. Während einige seiner Arbeiten aus Heftklammern, Sieben und Stecknadeln mit Materialität, Größe und optischen Effekten spielen, fesselt er den Betrachter in seinen Zeichnungen und Gemälden vor allem inhaltlich: Er erschafft geheimnisvolle Welten, die Vergangenheit und Zukunft, Verführung und Finsternis vermischen und von Geschichten zwischen Mensch und Tier erzählen.Hyuro Hyuro beschäftigt sich mit den Freiheiten, Ängsten und Sorgen, mit denen wir in unserem Umfeld immer wieder konfrontiert werden. In vielen ihrer Werke thematisiert sie dabei vor allem die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft. Sie lädt dazu ein, sich die Grenzen und Verhältnisse bewusst zu machen, die uns und unser Dasein bestimmen, und hinterfragt die Definition von Freiheit als grundlegendes und unverzichtbares Recht jedes Menschen.Daniel Muñoz Daniel Muñoz hat seine Kunst ganz darauf ausgerichtet, an und mit öffentlichen Orten zu funktionieren. So möchte er die Botschaft seiner Werke auf direktem Weg möglichst vielen Menschen gleichzeitig vermitteln. Seine Bildsprache setzt sich aus Symbolen und Codes zusammen und lädt den Betrachter ein, das Werk zwischen der Erzählperspektive der klassischen Malerei und den moralischen Diskursen der zeitgenössischen Kunst zu lesen. Alle seine Werke lassen unterschiedliche Interpretationen zu.Jeice2 Auch Jeice2 reflektiert in seinen Arbeiten die heutige Gesellschaft und menschliches Verhalten. Dabei konzentriert er sich häufig auf politische Probleme und soziale Ungerechtigkeit. Seine Metaphorik ist oft sehr provokativ und hat satirischen Charakter. Scharfe Linien, starke Kontraste und ein klarer Bezug zu seinen Themen sind typisch für seine Werke.Aris Aris hat sich in mehr als zwanzig Jahren mit seiner ganz eigenen Bildsprache in der europäischen Urban- und Contemporary-Art-Szene einen Namen gemacht. Seine Arbeiten zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass er Formen ineinander verschmelzen lässt, ohne auf eine klare Linienführung zu verzichten. Aus Buchstaben werden Silhouetten menschlicher Körper, und einzelne Silhouetten gehen fließend in die eines anderen Körpers über.SAM3 SAM3 ist für seine silhouettenartigen Wandbilder bekannt, die zum Teil haushoch sind und häufig Bezug auf ihr direktes urbanes Umfeld nehmen. Seine Bilder sind ironisch, poetisch und vor allem provokant. Sie behandeln klassische philosophische Themen, hinterfragen Gewohnheiten und greifen aktuelle gesellschaftliche Diskurse auf. Durch die Reduktion auf wenige Farben und ihren teils grafischen Stil haben seine Bilder eine ungewöhnliche Präsenz. Trotz oder gerade wegen ihrer Schlichtheit laden sie zur Auseinandersetzung ein und enthüllen ihre Botschaft nach und nach.Seine Werke werden von figurativen Elementen dominiert, die sich in Metamorphose mit ihrem Umfeld befinden. SAM3 arbeitet mit Symbolen wie Wurzeln und Leitern, und Figuren mit überdimensionierten Köpfen sind typisch für seinen Stil. Der gebürtige Spanier lebt zurzeit in Madrid, malt jedoch weltweit, und zwar nicht nur Bilder, sondern oft ganze Geschichten. Diese erzählt er in seinen experimentellen Stop-Motion-Kurzfilmen.SWEET ASH Eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von Aris, Daniel Muñoz, Hyuro, Jeice2, Limow, Liqen und SAM3 Kuratiert von SAM3Vernissage Freitag, 17. Juni 2016, ab 19 UhrAusstellung 17. Juni – 15. Juli 2016Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Modul und Raum

Städte sind aus Modulen gebaut. Fenster reiht sich an Fenster, Geschoss an Geschoss, Fassade an Fassade. Und doch erleben wir sie nie nur als Raster: Wir bewegen uns durch sie hindurch, sehen sie aus wechselnden Blickwinkeln, erinnern uns an frühere Ansichten und überlagern sie mit neuen.Zwei Blicke auf die StadtJacqueline Hess und Pascal Sender thematisieren in ihren Arbeiten Urbanität und Architektur. Dabei setzen sie fast gegensätzliche Schwerpunkte, und genau das macht die Zusammenstellung ihrer Werke so spannend.Jacqueline Hess: ModulJacqueline Hess hat in diesem Jahr ihr Studium bei Prof. Eberhard Havekost an der Kunstakademie Düsseldorf abgeschlossen. In ihren Werken tauchen immer wieder Fenster und Fassaden auf. Dunkle, undurchsichtige Fenster als Sehnsuchtsmotiv kontrastieren mit trostlos wirkenden Fassaden und erzeugen eine eigentümliche Spannung. Die Monotonie unseres Lebensraums und die darin liegende Unaufgeregtheit führen zu einer fast meditativen Stille, die dazu auffordert, unsere tägliche Wahrnehmung zu reflektieren. Die Künstlerin verweist auf die modulhaft aufgebaute Architektur unseres urbanen Umfelds und schafft so eine Metapher für die Modularität heutiger Lebenskonzepte: Gleichförmigkeit und Wiederholung, die, positiv genutzt, zur Quelle von Freiheit und Kreativität werden können.Pascal Sender: RaumIn Pascal Senders Arbeiten sehen wir Stadtlandschaften, die in einem einzigen Bild eine Vielzahl von Perspektiven einnehmen. Unterschiedliche, zeitlich verschobene Wahrnehmungen überlagern sich zu einer Vision, die er auf seinen detailreich gemalten Leinwänden Schicht für Schicht aufbaut. Der Künstler, der vor drei Jahren sein Studium bei Peter Doig an der Kunstakademie Düsseldorf abgeschlossen hat, spielt in seinen Werken mit Zeit und Raum. Indem er die räumliche Perspektive verschiebt und sich künstlerisch entlang des Zeitstrahls bewegt, verdichtet er Eindrücke zu futuristisch anmutenden urbanen Szenerien. Neben der Malerei nutzt Pascal Sender auch Videoprojektion und Computeranimation, die er zu magischen Installationen verbindet.„Modul und Raum“ Jacqueline Hess | Pascal SenderVernissage Freitag, 13. Mai 2016, 19 – 22 UhrAusstellung 13. Mai – 10. Juni 2016Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Puppenhafte Menschen, die ihre innere Mechanik entblößen. Figuren auf einer Achterbahn der Gefühle zwischen Abgrund und Ekstase. Protagonisten, deren Konturen verschwimmen, verloren in Verwirrung und Entfremdung. Auf den ersten Blick sind es „lovely people“, doch dahinter verbirgt sich mehr.Hinter der FassadeIn „Lovely People“ zeigen wir Gemälde und Zeichnungen von Natalia Rak, Pixelpancho und Sokar Uno. Alle drei setzen sich in ihren Arbeiten mit dem Menschsein auseinander und blicken hinter die Fassade des menschlichen Daseins. Pixelpancho thematisiert die Menschwerdung von Maschinen oder umgekehrt die Verwandlung des Menschen in ein roboterhaftes Wesen. Natalia Rak erzählt in leuchtenden Farben Geschichten von Abgründen, Ekstase, Angst und Romantik. Und Sokar Uno zeigt seine Protagonisten in Zuständen der Verwirrung und Entfremdung.Natalia RakMit leuchtenden Farben, wunderbaren Kompositionen und einer bewusst weiblichen Perspektive bringt Natalia Rak frischen Wind in die weltweit immer präsentere Urban-Art-Bewegung. Ihre Bilder erzählen Geschichten und fesseln den Betrachter mit einer fast magischen Intensität. Nach ihrem Abschluss an der Kunstakademie in Łódź hat sie ihre Arbeiten in den USA, Frankreich, Österreich und Polen gezeigt und wurde zu zahlreichen renommierten Urban-Art-Festivals eingeladen, bei denen sie fassadenhohe, epische Wandbilder malte. 2013 gewann sie die „Art Battles“ in New York. Im selben Jahr wählten Kunstmagazine ihr Wandbild „Legend of the Giants“ neben Arbeiten von Banksy und JR zu den fünf besten Urban-Art-Werken des Jahres.PixelpanchoPixelpancho verbindet etwas mit Robotern: Sie sind das stets wiederkehrende Thema seiner Arbeiten.„Mich treibt eine vergessene Welt an, verborgen unter einer dicken Schicht aus Staub und Schmutz. Dort gibt es Roboter, Schöpfungen der Menschheit, verbeult und abgenutzt, eine Symbiose aus Organischem und Anorganischem, deren Körper aus rostigem Eisen auseinanderfallen. Voller Träume, Wünsche und Hoffnungen.“In seiner surrealen Bildwelt verschmelzen Menschen, Marionetten und Roboter zu Bildern, die auf große Marken, Superhelden und berühmte Popikonen anspielen, denen, dem ständigen Wandel unterworfen, der Zerfall droht. Pixelpancho überzeugt nicht nur durch seine auffälligen Motive, sondern auch durch seinen einzigartigen Stil, der aus vielfältigen Quellen schöpft.Der gebürtige Italiener studierte an der Accademia Albertina di Belle Arti in Turin und an der Kunstakademie in Valencia. Auf seinen zahlreichen Reisen nutzte er jede Gelegenheit, an Festivals teilzunehmen und seine Werke in Ausstellungen zu zeigen. Pixelpancho gilt als eine der neuen Größen der italienischen Urban-Art-Szene, die sich nach und nach um Künstler wie Blu und Ericailcane, das Fame Festival und das Studio Chromie entwickelt hat.Sokar UnoDer in Berlin lebende Sokar Uno ist eines der besonderen Talente der ostdeutschen Graffitiszene. Der mit der Sprühdose aufgewachsene Illustrator und Restaurator ist uns mit seinen sensiblen Arbeiten schon vor einiger Zeit aufgefallen. Spätestens seit seiner Einzelausstellung „Depth of Loneliness“ in New York hat er eindrucksvoll internationales Terrain betreten. In seinen Werken befasst er sich mit der sich ausbreitenden Einsamkeit unserer urbanen Existenz: gemeinsam allein. Sozialverträgliche Individualisten, gegeißelt von der Stadt, in der wir leben, und zweifellos verkatert in der Rolle unseres Lebens zurückgelassen. Mit der gewohnt surrealen Darstellung seiner Protagonisten in vertrauten Situationen provoziert Sokar Uno die Entschleunigung.„Lovely People“ Natalia Rak · Pixelpancho · Sokar UnoAusstellung ab Freitag, 8. April 2016Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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STENCILS ONLY 2016

Eine Ratte an einer Pariser Hauswand: Mit solchen Schablonenbildern begann Blek le Rat Anfang der 1980er-Jahre, und er ebnete damit den Weg für die Kunst im öffentlichen Raum, wie wir sie heute kennen. Seitdem haben Grafikdesign, Mode und Werbung die Bildsprache des Stencils übernommen. Moden wechseln von Jahr zu Jahr, doch in der Urban Art ist die Schablone so aktuell wie eh und je.Schablone mit HaltungWie in den letzten Jahren zeigen wir in „STENCILS ONLY 2016“ Künstler, die für ihre Schablonenarbeiten international Anerkennung finden. In diesem Jahr sind es ICY & SOT, FAKE, EMESS und L.E.T. Was sie verbindet, ist der kritische Blick: Ob Menschenrechte, politische Konflikte oder die Konsumgesellschaft, alle vier nutzen die Schablone, um Stellung zu beziehen, oft mit Humor und einem ironischen Dreh.ICY & SOTDie Brüder ICY & SOT stammen aus Täbris im Iran und leben derzeit in Brooklyn, New York. Seit 2006 haben sie die iranische Urban-Art-Szene entscheidend mitgeprägt und mit ihren markanten Stencils vorgefasste Vorstellungen von iranischer Tradition aufgebrochen. Sie setzen sich mit sozialen und politischen Themen wie Menschenrechten und Gerechtigkeit auseinander. Ihre Wandbilder sind im Iran, in den USA und in Europa zu sehen.FAKEDer niederländische Künstler FAKE lebt und arbeitet in Amsterdam. Aufgewachsen in einem grauen, teils tristen Umfeld, wollte er anderen mit Ironie und Humor ein Lächeln ins Gesicht zaubern und entdeckte dafür schnell die Schablone. Seine farbenfrohen, sehr präzisen Bilder greifen Ikonen der Popkultur auf, erzählen Geschichten und legen den Finger auf brisante Themen, ohne direkte Schuldzuweisungen. Ausgestellt hat er unter anderem in den Niederlanden, Deutschland, Norwegen, Dänemark, Großbritannien, den USA und dem Iran.EMESSEMESS, einst Meisterschüler an der Universität der Künste Berlin, erforscht seit über einem Jahrzehnt, wie öffentlicher Raum funktioniert und wirkt. Mit irritierenden oder provokanten Motiven und urbanen Interventionen stellt er gewohnte Überzeugungen infrage und greift lokale Probleme mit globaler Bedeutung auf, die sonst eher unter den Teppich gekehrt würden. Humor und ein Sinn für Ästhetik lenken den Blick auf den Inhalt. Für ihn gibt es keinen Unterschied zwischen Straße und Galerie, und sein Werk reicht von Skulpturen und Installationen über großformatige Wandbilder und Plakate bis zu filigranen Holzschnitten und farbstarken Drucken.L.E.T.Der aus Frankreich stammende L.E.T. ist seit 1992 auf der Straße aktiv und gehört zu den Street Artists der ersten Stunde. Sein Kürzel steht für „Les Enfants Terribles“, eine traditionelle Bezeichnung für Außenseiter und Exzentriker der Kunstszene. Seine Motive sprüht er auf Papier und klebt sie als Cut-outs in die Stadt, darunter in seiner heutigen Heimatstadt Düsseldorf. Schwarz-weiße Figuren mit wenigen Farbakzenten tragen seine charmant-provokanten Botschaften, mit denen er augenzwinkernd die Missstände der Konsum- und Spaßgesellschaft aufdeckt. In der Galerie arbeitet er auf Leinwand, Pappe und Holz, ohne dass sein unverkennbarer Stil sich ändert.„STENCILS ONLY 2016“ ICY & SOT, FAKE, EMESS, L.E.T. Laufzeit: 26. Februar – 25. März 2016 Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 Düsseldorf

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DOPPELDENK - NUMBERS

Zahlen zählen, messen, ordnen und bewerten unsere Welt. Sie begegnen uns auf jedem Kassenzettel, jeder Uhr, jedem Bildschirm. Und doch sind sie weit mehr als nüchterne Werkzeuge der Mathematik.Mehr als eine MengeIn der Ausstellung NUMBERS zeigt das Künstlerduo DOPPELDENK Arbeiten, die sich mit dem Konzept von Nummern und Zahlen auseinandersetzen. Zahlen sind mehr als nur Symbole für eine Menge: Sie stehen für Ideen und Konzepte, sind Codes und Synonyme für Ereignisse. Auf den ersten Blick haben sie einen klaren Wert, doch oft werden sie zur Manipulation missbraucht. Mit Zahlen werden Geschichten erzählt, in Design und Graffiti sind sie grafische Konzepte. Sie haben etwas Magisches, und fast jeder von uns hat eine Glückszahl.Eine UniversalspracheZahlen müssen nicht übersetzt werden. In gewisser Weise sind sie eine Universalsprache, die jeder versteht. DOPPELDENK verbindet Zahlen auch mit dem Ausstellungsort Düsseldorf: Hier nahm Kraftwerk 1981 das Album „Computerwelt“ mit dem Titel „Nummern“ auf.Malerei, Licht und DruckBei Pretty Portal zeigt DOPPELDENK Malerei, Illustrationen, Lichtinstallationen und eine Serie neuer Drucke.Über DOPPELDENKHinter DOPPELDENK stehen Marcel Baer und Andreas Glauch, die in Leipzig leben und arbeiten. Ihr Name geht auf George Orwells dystopischen Roman „1984“ zurück: Doppeldenk bezeichnet dort die Fähigkeit, zwei widersprüchliche Überzeugungen gleichzeitig im Kopf zu haben und beide zu akzeptieren. Für die beiden Künstler ist der Begriff ein Motto. Auf den ersten Blick wirken ihre Arbeiten vertraut, mit Neonfarben und Anspielungen auf Pop- und Subkultur, auf Manga und die 8-Bit-Ästhetik der 1980er-Jahre. Auf den zweiten Blick zeigen sie sich jedoch subversiv: Das Duo nutzt die suggestive Kraft massenkultureller Symbole, Piktogramme und idealisierter Figuren für humorvolle und kritische Kommentare zu unserer Gegenwart. Neben Malerei und Drucken umfasst ihr Werk Skulpturen und Lichtobjekte.NUMBERS DOPPELDENKVernissage Freitag, 4. Dezember 2015, 19 – 22 UhrAusstellung 4. Dezember 2015 – 22. Januar 2016Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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LAGUNA - Pretty Portal

Was wir von uns selbst denken, was andere von uns denken und was andere glauben, was wir von uns selbst denken: Zwischen diesen drei Bildern liegt für Laguna eine große Lücke. Aus ihr entstehen Verschiebungen in der Wirklichkeit, wann immer Menschen einander begegnen. Diese Verschiebungen sind der Stoff seiner Bilder.Zwischen Innenwelt und Außenwelt„Es gibt eine große Diskrepanz zwischen dem, was wir von uns denken, was andere von uns denken und was andere glauben, was wir von uns selbst denken“, sagt Laguna. Hinzu kommen Träume und surreale Momente, die einen oft gleichförmigen Alltag aufbrechen. „Diese Momente sind die schönsten. Sie zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht.“Lagunas Arbeiten verbinden Konkretes mit Abstraktem. Sie sind eigensinnig und traumhaft und brechen gewohnte Sichtweisen auf. Innenwelt und Außenwelt treffen aufeinander und verschmelzen in einer verspielten Vielfalt von Formen und Farben zu einer surrealen Bildwelt. Oder, wie Laguna es formuliert: „Es geht nicht darum, was wir sehen, sondern was wir wahrnehmen, oder umgekehrt … oder auch nicht.“Neue Arbeiten und ein RückblickIn „Harvest of times that go away leaving signs without memory“ (Ernte vergehender Zeiten, die Zeichen ohne Erinnerung hinterlassen) zeigen wir neben neuen Werken auch Bilder aus den letzten Jahren. Sie geben Einblick in Lagunas künstlerische Entwicklung. Zu sehen sind Aquarelle, Zeichnungen, Collagen und Arbeiten in Acryl und Öl.Über den KünstlerLaguna stammt aus Spanien und zählt zu den markanten Stimmen der spanischen Urban-Art-Szene. Seine Wandbilder auf großen Hausfassaden finden sich in vielen Städten Spaniens, Brasiliens und der USA. Im letzten Jahr hat er beim CityLeaks Festival in Köln zum ersten Mal in Deutschland gemalt. Magazine und Blogs wie Juxtapoz, Unurth und Wooster Collective haben seine Arbeiten in den letzten Jahren vorgestellt.„Harvest of times that go away leaving signs without memory“ Laguna Vernissage: 16. Oktober, 19 – 22 Uhr Laufzeit: 16. Oktober – 13. November 2015 Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 Düsseldorf

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FACE OFF feat. Julian Kimmings, Rowan Newton, Shai Dahan, Various & Gould

Kaum ein Motiv ist so alt und zugleich so unerschöpflich wie das menschliche Gesicht. Seit Jahrhunderten versuchen Künstler, darin Charakter, Gefühle und Geschichten einzufangen, und doch findet jede Generation einen neuen Zugang.Vier Positionen, ein ThemaIn FACE OFF treten vier Positionen gegeneinander an, die sich alle dem Porträt widmen: Julian Kimmings, Rowan Newton, Shai Dahan und Various & Gould. Alle vier sind zum ersten Mal bei Pretty Portal zu sehen. Ihre Herangehensweisen könnten kaum unterschiedlicher sein: von gestischer Ölmalerei über rohe Mischtechniken mit Sprühlack und Aquarell bis zu Stencil, Collage und Siebdruck.Julian KimmingsDer britische Künstler Julian Kimmings malt meist Porträts und verwendet dafür eine Mischung aus Öl, Sprühfarbe, Tinte und Acryl. Fasziniert von alten Kulturen, Volkskunde und Mythologie, verleiht er seinen Arbeiten mit deren Geschichten eine Erzählung, die er einer zunehmend materialistischen modernen Welt gegenüberstellt. In seinen Porträts verbindet er gestisches Malen und schnelle, intuitive Pinselführung mit detaillierten, fast realistischen Elementen. In diesen oft sehr emotionalen Momenten kontrastiert ein klarer Ausdruck mit rohen, energiegeladenen Farbflächen, die der Imagination des Betrachters Raum geben. Julian Kimmings schloss sein Studium in London ab. Mit seiner einzigartigen Bildsprache hat er die Aufmerksamkeit von Sammlern auf der ganzen Welt und hohes Ansehen bei Kennern der zeitgenössischen Kunst und der Urban Art gewonnen.Rowan NewtonRowan Newton lebt in London und malt Menschen. Seine Bilder spiegeln die Dichotomien des urbanen Lebensraums wider. Mit Sprühlack, Acryl und Aquarell schafft er Werke voller Charakter, ungeschminkt und provokant. Seit seinem Abschluss des Kunststudiums 2004 hat er seine Arbeiten in Ausstellungen in London, Amsterdam und New York gezeigt.Shai DahanShai Dahan (geb. 1979) ist ein amerikanischer Maler und Urban-Art-Künstler. Geboren in Haifa, wuchs er in Los Angeles auf, wo er mit 14 Jahren zur Sprühdose griff. 2007 zog er nach New York und malte dort bei Street- und Urban-Art-Projekten wie NYSAT, dem Underbelly Project und MOM&POPism. Kurz darauf begann er, seine Bilder in Galerien in Los Angeles, New York, Boston und Philadelphia zu zeigen. Ende 2010 zog er nach Schweden. Im Juli 2012 erhielt er große Anerkennung für seine Einzelausstellung im Kunstmuseum Borås, kurz darauf war er Hauptredner bei TEDx Göteborg. In seinen Arbeiten für den öffentlichen Raum, auf Leinwand und in Installationen setzt er unterschiedliche Techniken ein, darunter Stencil, Collage sowie Malerei mit Acryl, Öl und Sprühlack.Various & GouldSeit 2005 arbeitet das Berliner Künstlerduo Various & Gould eng zusammen. Beide studierten an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB) und machten dort 2010 ihr Diplom. Various & Gould stehen für die schlichte, aber wirkungsvolle Formel 1 + 1 = 3. Sie erfinden sich in jedem Projekt neu und sind oft Grenzgänger auf verschiedenen Gebieten. Gemeinsame Interessen wie die Liebe zum Papier, die Begeisterung für die zufällige Schönheit im Alltag und vor allem die Arbeit im öffentlichen Raum bilden die Grundlage ihrer Kollaboration. Siebdruck und Collage sind ihre Spezialität. Auf meist spielerische Weise greifen sie relevante Themen auf, etwa Arbeit, Migration, (sexuelle) Identität, Tod, Religion oder die Finanzkrise. Ihre Werke sind von (politischer) Plakatgrafik, Dada und Pop-Art beeinflusst und zeichnen sich oft durch eine starke Farbigkeit und eine vieldeutige Verknüpfung von Symbolen, Assoziationen und Klischees aus.FACE OFF feat. Julian Kimmings, Rowan Newton, Shai Dahan und Various & GouldVernissage Freitag, 11. September 2015, 19 – 22 UhrAusstellung 11. September – 10. Oktober 2015Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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JANA & JS : A MATTER OF TIME

Eine Fotografie schneidet einen Augenblick aus dem Fluss der Zeit. Jana & JS tun dasselbe mit dem Messer. So wie die Klinge die Schablone schneidet, schneiden ihre Bilder ein Stück aus dem Zeitfluss und halten es zur eingehenden Betrachtung fest.MomentaufnahmenDie Bilder von Jana & JS erscheinen wie Momentaufnahmen. Die klaren Linien und die scharfen Umrisse der porträtierten Personen, die durch den Einsatz von Stencils entstehen, wirken wie ein Anhalten der Zeit. Die so eingefangenen Momente sind eng mit Gefühlen verbunden, die in den Arbeiten des Künstlerpaars eine starke Rolle spielen.Spuren der StadtViele ihrer Arbeiten entstehen auf gefundenen alten Gegenständen. Diese verstärken die Wirkung der Bilder, in denen Vergänglichkeit und die Nachwirkung gelebter Erfahrungen mitklingen. Mit Objekten, die ihren Ursprung im urbanen Raum haben, verknüpft das Künstlerpaar sein Werk mit der Stadt als menschlichem Lebensraum. So wie Jana & JS ihre Kunst als Intervention in den Stadtraum bringen, holen sie mit diesen Werken den Stadtraum in die Galerie.Eine Einzelausstellung bei Pretty PortalJana & JS waren in den vergangenen Jahren bereits mehrmals Teil der Gruppenausstellung STENCILS ONLY bei Pretty Portal. Ihre Wandbilder findet man in den Straßen von Wien, Paris, Düsseldorf, London und New York, und ihre Bildwelten sind fester Bestandteil der stetig wachsenden Urban-Art-Bewegung. Nun freuen wir uns, die beiden für eine Einzelausstellung nach Düsseldorf einzuladen. In „A Matter of Time“ zeigen sie eine neue Serie von Arbeiten, die in diesem Jahr entstanden sind. Im Laufe der Ausstellung geben wir gemeinsam mit Jana & JS zudem eine limitierte Stencil-Edition heraus.Über die KünstlerDas österreichisch-französische Künstlerpaar Jana & JS arbeitet seit 2006 zusammen. Grundlage ihrer mehrfarbigen Stencils sind eigene Fotografien, häufig Porträts, die sie mit Stadtlandschaften und Architektur verbinden. Bevorzugt arbeiten sie auf alten, gebrauchten Materialien, die für das Vergehen der Zeit stehen.„A Matter of Time“ Jana & JSVernissage Freitag, 12. Juni 2015, 19 – 22 UhrAusstellung 12. Juni – 10. Juli 2015Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Guy Denning - shooting angels - Pretty Portal

„Urban Art ist kein neues Phänomen. Menschen haben auf der Straße ihre Präsenz, ihren Humor, ihre Ängste und ihre Wut kundgetan, seit es Straßen gibt, auf denen man es sehen kann. Sie ist die demokratischste Kunstform, ein Medium, das jedem offensteht, der das Bedürfnis hat, es zu nutzen. Mit der Akzeptanz und Würdigung der Graffitikultur im 20. Jahrhundert ist sie an einem Punkt angekommen, an dem sie nun abseits der Straße zu finden ist, in angesagten Galerien. Ja, Moden ändern sich, aber glaubt nicht, dass Graffiti je verschwinden werden. Diese Schrift stand schon immer an der Wand.“ – Guy DenningZwischen Tradition und PunkIn seiner Einzelausstellung „Shooting Angels“ zeigt Guy Denning Arbeiten, in denen er einen traditionellen, malerischen Stil mit einem zeitgenössischen, vom Punk inspirierten Element verbindet: eingebetteten, collagierten und schablonierten Texten. Diese Ästhetik, verbunden mit der politischen Erzählung, die sich durch sein Werk zieht, hat ihm eine treue Anhängerschaft unter Sammlern und Liebhabern der Urban Art eingebracht.Über den KünstlerGuy Denning wurde 1965 in North Somerset geboren. Schon als Kind war er von bildender Kunst besessen. Mit elf Jahren begann er, in Öl zu malen, nachdem ihm ein Verwandter, der das Interesse daran verloren hatte, einen Satz alter Farben überlassen hatte. In den 1980er-Jahren bewarb er sich mehrfach erfolglos um ein Studium der Malerei. Er malte dennoch weiter, studierte Kunstgeschichte an der Open University und lernte Maltechnik bei älteren Malern, die er im Westen Englands kannte. Ab 1992 stellte er in ganz Großbritannien aus, seit 2007 auch in den USA, in Deutschland, Italien und Frankreich. Seine Gemälde waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Seine Arbeiten befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter die politikwissenschaftlichen Institute der University of Bristol und der University of Galway sowie das Museum für zeitgenössische Kunst MAGI'900 in Bologna.„Shooting Angels“ Guy DenningVernissage Freitag, 17. April 2015, 19 UhrAusstellung 20. April – 22. Mai 2015Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Wolfgang Krell - Wummenizer

Eine Waffe ist zunächst nur ein Gegenstand: Metall, Holz, eine bestimmte Form. Erst wir laden sie auf, und zwar mit Bedeutung. Als Bedrohung, als Symbol der Macht oder eben als Objekt ästhetischer Auseinandersetzung. Genau dieses Aufladen interessiert Wolfgang Krell.Frauen und „Wummen“Krells Motive sind Frauenporträts und poppige Seitenansichten von Pistolen und Gewehren. Obwohl diese beiden Sujets unterschiedlicher kaum sein könnten, verbindet er sie mit seiner ganz eigenen künstlerischen Handschrift. Der verspielte Ausstellungstitel „Wummenizer“ bringt beides auf einen Nenner: Er verbindet die umgangssprachliche „Wumme“ mit dem englischen „Womanizer“.EntwaffnendKrell arbeitet mit einem Mix aus Sprühlack, Acryl und Bleistift und setzt dabei auch Stencils ein. Die Kombination aus dynamischen Tag-Styles und Schablone mit Elementen der zeitgenössischen Malerei löst den bedrohlichen Charakter der Waffen auf. Die Frauenporträts wiederum persiflieren mit punkiger, bunter Haarpracht die strenge Mimik der Beautyfotografie. Krells intensive, kontrastreiche Farbgebung vor weißem Grund springt sofort ins Auge und zieht den Betrachter magnetisch an. Seine farbenfrohen, positiven Werke nehmen den Waffen ihre negative Bedeutung und den Beautymotiven ihren oft innewohnenden Ernst. Wolfgang Krells Bildsprache wirkt entwaffnend und macht seine Motive auf angenehme Weise nahbar. In „Wummenizer“ zeigt er Arbeiten auf Leinwand.„Wummenizer“ Wolfgang KrellVernissage Freitag, 6. März 2015, 19 – 22 Uhr Der Künstler ist anwesend.Ausstellung 6. März – 10. April 2015Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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DAVID STEGMANN - Station to station

Vom 31. Oktober bis 28. November 2014 zeigt Pretty Portal Werke des Schweizer-Deutschen Künstlers David Stegmann alias dust (*1982, Freiburg). In der Ausstellung „STATION TO STATION” präsentiert David Stegmann neue Arbeiten auf Glas sowie Werke auf Leinen und Papier. Die Vernissage findet am 31. Oktober 2014 um 19 Uhr statt. Der Künstler wird anwesend sein. David Stegmann befasst sich in seinem Schaffen mit Fragen der Koexistenz von Mensch und Umwelt. Seine Arbeiten, die abstrakte Malerei und Neo-Surrealimus spannend kombinieren, wirken zum Teil apokalyptisch und visionär. Sie gewähren einen Einblick in einen fragilen, organischen Mikrokosmos. Hier fließt Konkretes und Phantastisches vor den Augen des Betrachters zusammen, um sich im nächsten Moment wieder aufzulösen. Die Natur, mit ihrem absoluten Drang zur Perfektion in Farbe, Form und Bestand, ist dabei Quelle für seine Inspiration. David Stegmann hat sein Werk konsequent weiterentwickelt. Nach Shows in 2008 und 2009 freuen wir uns seine aktuellen Arbeiten in der Galerie Pretty Portal zu zeigen. DAVID STEGMANN STATION TO STATION 31.10.-28.11.2014

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URBSTRACTION feat. CHAZME, ETNIIK, PENER, NEIAS, SEIKON - PRETTY PORTAL

URBSTRACTIONS feat. CHAZME, ETNIK, NEIAS, PENER & SEIKON Im September zeigt Pretty Portal mit URBSTRACTIONS eine Ausstellung unterschiedlicher formaler und abstrakter Positionen. Wir freuen uns mit CHAZME, ETNIK, NEIAS, PENER und SEIKON eine Auswahl der interessantesten und progressivsten Künstler der Urban Abstract und Graffuturism Richtung zeigen zu können. In ihren Werken dominieren Kompositionen aus Formen, Flächen und Linien. Die Künstler erspüren die Transformation der urbanen Landschaft zur Megalopolis, die sie in abstrakten Darstellungen manifestieren. Die Ergebnisse sind kraftvolle Werke, voller Rhythmus und Bewegung. Die teilnehmenden Künstler kommen aus Polen, Italien und der Schweiz. CHAZME ETNIK NEIAS PENER SEIKON Ausstellung: 12.09. - 10.10.2014

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The Band - feat. DXTR the Weird, Roman Klonek, Oliver MAGIC Räke, ...- Pretty Portal

Ein zottiges Ungeheuer mit einer Axt im Rücken jagt durch die Wolken. Darunter reitet ein Skelett mit Smiley-Kopf auf einem Bären, ein Ritter schwingt sein Schwert, ein Affe schlägt die Trommel, und ein rothaariger Radfahrer stürzt kopfüber vom Rad. Am Rand fliegen Augäpfel mit Bleistift und Farbeimer vorbei. Dieser wilde Zug füllt eine Giebelwand an der Suitbertusstraße in Düsseldorf-Bilk. Gemalt haben ihn fünf Künstler, die sich dafür zu einer Band zusammengetan haben.Ein Denkmal im RemixVorlage des Wandbilds ist das Stadterhebungsmonument von Bert Gerresheim in der Düsseldorfer Altstadt. Die Bronzeskulptur von 1988 erzählt von der Schlacht bei Worringen und der Stadterhebung Düsseldorfs im Jahr 1288. Beim 40° Urban Art Festival im letzten Jahr brachte Oliver „MAGIC“ Räke dafür eine Gruppe Düsseldorfer Künstler zusammen: DXTR, Max „MEXER“ Fiedler, Roman Klonek und KJ263. Gemeinsam übersetzten sie das Denkmal in ihre eigene Bildsprache. Aus Rittern, Fabelwesen und Schlachtgetümmel wurde ein farbiger, ironischer Remix der Stadtgeschichte.THE BAND in der GalerieIm Mai zeigen wir Arbeiten der fünf Künstler, die seitdem als THE BAND auftreten. Jeder bringt eine eigene Handschrift mit, aus Graffiti, Illustration, Druckgrafik, Comic und Character Design. Gemeinsam ist ihnen die Lust an Figuren, an Geschichten und an einem Humor, der oft einen doppelten Boden hat.Über die KünstlerOliver „MAGIC“ Räke ist Künstler und freiberuflicher Grafikdesigner. Seit den frühen 1980er-Jahren ist er als Urban Artist aktiv. Er gehörte zu den ersten Graffiti-Writern, die erweiterte Post-Graffiti-Methoden nutzten, und damit zu den Vorläufern dessen, was heute als Street Art populär ist. Er tat dies auf überraschende, intelligente und vor allem unprätentiöse Weise. Stilistisch schlagen in ihm vier Herzen: Als Künstler und Grafiker möchte er alles Überflüssige weglassen, als Illustrator und Urban Artist liebt er die ausschweifende Geste und das Ornament.Roman Klonek ist freiberuflicher Illustrator und Druckgrafiker und zählt zu den international bekannten Vertretern der zeitgenössischen Druckgrafik in Deutschland. Von 2001 bis 2008 war er Mitorganisator der Düsseldorfer Galerie Revolver. Er gibt regelmäßig Holzschnitt-Workshops an Kunst- und Designhochschulen, war mehrfach beim Festival für Character Design „Pictoplasma“ vertreten und hat eine Gastprofessur an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Roman Klonek lebt und arbeitet in Düsseldorf.Max „MEXER“ Fiedler ist freiberuflicher Illustrator, Comiczeichner und Gamedesigner. Er zeichnet sehr viel und sehr gern und sitzt nach eigener Aussage leider viel zu oft am Computer. Von 2005 bis 2013 hatte er einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Düsseldorf im Bereich Interaktive Systeme und Gamedesign.DXTR (Denis Schuster) lebt und arbeitet als freiberuflicher Illustrator und Künstler in Düsseldorf. Sein Schwerpunkt liegt derzeit auf großflächigen Wandmalereien und spontanen Kollaborationen mit befreundeten Künstlern. Ende 2011 gründete er das Künstlerkollektiv The Weird, das Malerei, Installation, Muralism, Urban Art, Character Design und Illustration verbindet und für seine Wandproduktionen im In- und Ausland bekannt ist. Sein Stil kommt aus dem Graffiti. Seine Bilder sind figurativ, auf den ersten Blick verspielt und verträumt, aber mit einem Schuss Mystik, Ironie und Provokation.KJ263 ist in der Düsseldorfer Szene groß geworden und macht als Graffiti-Künstler und freiberuflicher Grafikdesigner inzwischen auch international von sich reden. Der gebürtige Russe verbindet Alltagsbeobachtungen mit fiktiven Spielereien zu surreal anmutenden Motiven, mal faszinierend, mal ironisch-witzig, immer voller Charakter und Charme.„THE BAND“ DXTR, Max „MEXER“ Fiedler, Oliver „MAGIC“ Räke, Roman Klonek, KJ263 Vernissage: Freitag, 16. Mai 2014, 19 – 22 Uhr Laufzeit: 16. Mai – 20. Juni 2014 Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 Düsseldorf

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Natalia Rak - Through the looking glass- Pretty Portal

Ein Mädchen im karierten Kleid klettert durch einen prunkvollen Goldrahmen, hinein in einen leuchtenden Dschungel, in dessen Bäumen Häuser hängen. Wie Alice in Lewis Carrolls „Through the Looking-Glass“ betritt sie eine andere Welt. Genau diese Schwelle zwischen Wirklichkeit und Traum ist das Reich von Natalia Rak.Bilder, die Geschichten erzählenNatalia Raks Bilder zeigen traumhafte, surreale Szenen und erwecken oft den Eindruck, einem Märchen entsprungen zu sein. Vor allem aber sind sie erzählerisch: Jedes Bild ist eine Geschichte, und jede Geschichte hält einen ganz bestimmten Moment fest. In „Not This Time“ sitzt ein Junge am Ende eines Stegs. Seine Füße berühren das Wasser, doch weiter traut er sich nicht, denn dort unten könnte etwas lauern. Und tatsächlich: Unter der Oberfläche winden sich Aale, die mit ihren aufgerissenen Mäulern fast wie Muränen wirken. Was wir dort sehen, ist seine Vorstellung. Jeder kennt dieses Gefühl aus der eigenen Kindheit: die Angst, in einen See zu steigen, weil unter der Oberfläche vielleicht etwas wartet.Wenn die Vorstellung Wirklichkeit wirdGenau diese Momente fängt Natalia Rak ein. Es sind konkrete Szenen, und zugleich erzählen sie von etwas Allgemeinem: von der Kraft unserer Vorstellung, die so wirklich werden kann, dass wir uns vor ihr fürchten. In „Blind Man’s Bluff“ tritt eine junge Frau im roten Kleid mit verbundenen Augen über die Kante eines Hausdachs ins Ungewisse, hoch über der Stadt, beobachtet nur von zwei Tauben. Und in „Forgotten Feelings“ hält eine Frau mit tränenblauem Gesicht ihr eigenes Herz in einem Einmachglas, als hätte sie es dort sicher verwahrt. Raks Bilder bleiben offen. Es ist der Betrachter, der die Geschichten zu Ende erzählt, und oft erkennt er sich selbst darin wieder.Mut zur FarbeRak malt mit großem Mut zur Farbe. Leuchtendes Rot trifft auf Türkis, glühendes Orange auf tiefes Grün und Violett. Ihre besondere Intensität verdankt die Palette auch der Ölmalerei, die sie häufig mit Acryl kombiniert. Ihre klassische Ausbildung zeigt sich in der Sicherheit, mit der sie Körper, Stoffe und Licht wiedergibt: Ihre Figuren sind stilisiert und wirken doch zutiefst realistisch.Von der Leinwand zur FassadeOb auf der Leinwand oder auf mehrstöckigen Fassaden: Natalia Raks Bildsprache trägt in jedem Maßstab. Das Kunstmagazin Hi-Fructose hob 2013 hervor, dass ihr Stil und ihr technisches Können vom Bild bis zum Wandgemälde gleichermaßen überzeugen. Ihre Murals sind inzwischen auf der ganzen Welt zu sehen, mit einem Fokus auf weiblichen Figuren und wunderbaren Kompositionen. Sie war unter anderem beim Walk & Talk Festival auf den Azoren, beim No Name Festival in Frankreich, auf der STROKE Art Fair und bei Art Whino vertreten.Über die KünstlerinNatalia Rak wurde 1986 in Polen geboren und interessiert sich für Kunst, seit sie zehn Jahre alt ist. Sie studierte Bildende Kunst an der Kunstakademie in Łódź und schloss ihr Studium 2012 ab. In der polnischen Gegenwartskunst findet die junge Künstlerin schnell Anerkennung, und auch international macht sie auf sich aufmerksam: 2013 gewann sie die Art Battles in New York, und im selben Jahr wurde ihr Wandbild „Legend of the Giants“ in Białystok neben Arbeiten von Banksy und JR zu den fünf besten Urban-Art-Werken des Jahres gewählt.„Through the Looking Glass“ Natalia RakVernissage Freitag, 11. April 2014, 19 – 22 UhrAusstellung 11. April – 9. Mai 2014Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Ein Gesicht, das in Facetten zerfällt. Ein Schädel. Bienen, die verschwinden. Die Bilder von David Monllor erzählen von einer Welt, die sich langsam auflöst, und vom Menschen mittendrin.Dystopische VisionenIn „Fade into Nothing“ zeigt David Monllor dystopische Szenen, in denen das Vergehen allgegenwärtig ist. Das Aussterben der Tiere, in diesem Fall der Bienen, steht für eine Natur, die uns entgleitet. Schädel erinnern an die eigene Vergänglichkeit, und auch Vögel tauchen immer wieder als Motiv auf. Seine Menschen scheinen sich in Facetten aufzulösen: Porträts, die eben noch fotorealistisch präzise waren, zerfallen explosionsartig in Splitter aus Farbe und Licht. Durch diese Bewegung im Bild entsteht im Auge des Betrachters eine völlig neue Ästhetik.Zwischen Auflösung und RembrandtSeit einigen Jahren malt David Monllor in Öl. Seine Arbeiten reichen von akribisch ausgearbeiteten, fotorealistischen Gemälden bis zu abstrahierten Porträts, die sich in ihre Bestandteile auflösen. Dabei beweist er ein großes Gespür für Lichtstimmungen. Neben den modern anmutenden, sich auflösenden Porträts zeigt er auch ganz klassische Bildnisse, deren Hell-Dunkel an die Stimmungen eines Rembrandt erinnert.Über den KünstlerDavid Monllor wurde 1987 als Sohn einer italienischen Mutter und eines spanischen Vaters im Schweizer Kanton Aargau geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet. Schon als Kind entdeckte er seine Leidenschaft für die figürliche Darstellung und Malerei. Mit zwölf Jahren kam er mit Graffiti in Berührung, einer Subkultur, die sein Werk nachhaltig geprägt hat. Durch die Kontakte in der Urban-Art-Szene ergaben sich unzählige Reisen: Er malte mit vielen Urban-Art-Künstlern, wurde zu internationalen Kunstfestivals eingeladen und schuf fassadengroße Murals. Als Autodidakt perfektionierte er seine Technik mit der Sprühdose, und hyperrealistische Porträts wurden zu seinem Markenzeichen.In den letzten Jahren zeigte David Monllor seine Arbeiten in Ausstellungen in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland, unter anderem in der Colab Gallery, der ehemaligen Carhartt Gallery. „Fade into Nothing“ bei Pretty Portal ist seine erste Einzelausstellung in Deutschland.„Fade into Nothing“ David MonllorVernissage Freitag, 28. Februar 2014Ausstellung 28. Februar – 28. März 2014Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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STENCILS ONLY 2013- FinDAC, BTOY, JANA&JS, Tankpetrol, Stefan Winterle, ICKS - Pretty Portlal

Auf der Straße zählt die Wiederholung: Eine Schablone erlaubt es, ein Motiv schnell und immer wieder aufzutragen. In der Galerie rückt etwas anderes in den Vordergrund. Hier geht es um die Technik, die jeder Künstler für sich gefunden hat, um eine Bildsprache, die man auf den ersten Blick wiedererkennt, und um das Konzept, die Idee hinter dem Bild. Kurz: um die künstlerische Handschrift.Originale und EditionenIn „STENCILS ONLY 2013“ zeigen wir Originalarbeiten von Jana & JS, L.E.T., Tankpetrol und Stefan Winterle. Außerdem präsentieren wir die neuesten Editionen von BTOY, DECYCLE, Fin DAC und Orticanoodles, die im November und Dezember 2013 bei Pretty Portal erscheinen.Jana & JSHinter Jana & JS steht ein Künstlerpaar, sie aus Österreich, er aus Frankreich. Sie sprühen Porträts nach eigenen Fotografien, häufig von sich selbst, auf Wände, Holz und Fundstücke.L.E.T.L.E.T. steht für „Les Enfants Terribles“. Seit 1992 prägt der Düsseldorfer Künstler mit Stencils und Paste-ups das Straßenbild seiner Heimatstadt. Bei STENCILS ONLY war er bereits 2011 vertreten.TankpetrolDer in Polen geborene Tankpetrol lebt in Manchester, wo er zur Stencil-Kunst kam. Im Zentrum seiner Arbeiten stehen meist Frauen in militärisch anmutender Kleidung, umgeben von Tieren, geometrischen Formen und selbst entworfenen Schriften.Stefan WinterleStefan Winterle wurde 1976 in Lörrach geboren und begann 1993 mit Graffiti. Seit 2000 konzentriert er sich ganz auf das Schneiden und Sprühen von Schablonen, ein Prozess, den er als meditativ beschreibt: Beim Vorbereiten eines Schablonensatzes analysiert er das Motiv und plant die Farben. Seit 2010 ist er außerdem Kurator der Carhartt Gallery in Weil am Rhein.BTOYHinter BTOY steht die Künstlerin Andrea Michaelsson aus Barcelona. Ihre Schablonen entstehen nach fotografischen Vorlagen, im Mittelpunkt stehen starke Frauenfiguren. Im Februar war sie mit ihrer Einzelausstellung „The dispossessed“ bei uns zu Gast.DECYCLE„Vielschichtig trifft es wohl am besten“, sagt DECYCLE über seinen Stil. Jedes Bild entsteht aus mehreren Schablonen, eine pro Farbe, die übereinandergeschichtet das fertige Motiv ergeben. Vielschichtig sind auch die Inhalte: DECYCLE will keine eindeutige Aussage treffen, sondern zum Nachdenken anregen, und gerade die unterschiedlichen Deutungen sind ihm wichtig. Sein Name steht für das Ausbrechen aus gewohnten Denkmustern, aus dem eigenen Alltag und für Kunst, die sich ihren Weg dorthin bahnt, wo man sie nicht erwartet: auf die Straße.Fin DACDer irische Künstler Fin DAC lebt in London. Bekannt ist er für Frauenporträts mit einem farbigen Band über der Augenpartie, in denen er Stencil und freie Malerei verbindet.OrticanoodlesHinter Orticanoodles steht das italienische Künstlerpaar Alita und Wally aus Mailand. Es ist bekannt für ungewöhnlich komplexe, vielschichtige Schablonenbilder.„STENCILS ONLY 2013“ BTOY, DECYCLE, Fin DAC, Jana & JS, L.E.T., Orticanoodles, Tankpetrol, Stefan Winterle Vernissage: Freitag, 22. November 2013 Laufzeit: 22. November – 23. Dezember 2013 Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): Stefan Winterle leitete die Galerie in Weil am Rhein, heute Colab Gallery, insgesamt 14 Jahre lang als Kurator.

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Pau Quintanajornet - Coming full circle - Pretty Portal

Pau malt keine Bilder, Pau entwirft Welten. Sie lädt ein zu einer Reise hinaus in die Schönheit lateinamerikanischer Einflüsse und hinein in die Sphären einer Künstlerin, die ihr Inneres auf spielerische Weise mit Papier, Holz und Tinte nach außen kehrt.Zwischen zwei WeltenIn den Arbeiten der chilenischen Künstlerin Pau Quintanajornet verschwimmen die Grenzen zwischen den Kulturen. Aus dem Spannungsverhältnis zwischen ihren chilenischen Wurzeln und ihrer deutschen Heimat erwächst eine eigene Symbolik: starke Frauen, die wie Pflanzen aus dem Boden in den Himmel wachsen, tief verwurzelt in Werten und Traditionen und dennoch bereit, in unbekannte Höhen aufzusteigen. Auch Vögel sind ein wichtiger Teil von Paus Welt. Sie stehen für Weisheit und Ruhe und breiten zugleich ihre Flügel aus, freie Seelen, die Höhen und Tiefen meistern.Ein Geschenk an die AllgemeinheitPau hat auf zahlreichen Festivals gemalt, etwa beim 40° Urban Art Festival in Düsseldorf, 2011 beim CityLeaks Festival in Köln und 2013 beim Latido Americano in Lima und beim Beantatuz in Tolosa. Ihre Bilder zieren Wände von bis zu 15 Metern Länge und 10 Metern Höhe, wie in Lima. Dabei gestaltet sie ausschließlich legale Flächen im öffentlichen Raum. Im Mittelpunkt steht nicht ihr Name, sondern die Kunst: „Wände gestalten, das ist etwas, das die Umwelt prägt und mitgestaltet: ein Geschenk an die Allgemeinheit.“Ein Kreis schließt sichBis April dieses Jahres war Pau erneut in Südamerika unterwegs. Sie hat die wilden Landschaften Patagoniens und den rauen Charme Boliviens und Perus in sich aufgenommen und sich künstlerisch emanzipiert. In „Coming Full Circle“ dokumentiert sie dieses Kapitel ihrer Reise: Eine junge Künstlerin zieht Bilanz, eine Geschichte endet, etwas Neues beginnt.„Ich brauchte diesen neuen Raum auch, um Neues in mir zuzulassen und einen frischen Zugang zu meiner Kunst zu finden. Aus jedem Ende entspringt ein Neuanfang, viele offene Stränge verflechten sich, und es schließt sich ein Kreis.“„Coming Full Circle“ Pau QuintanajornetVernissage Freitag, 27. September 2013, ab 19 Uhr Die Künstlerin ist anwesend.Ausstellung 27. September – 19. Oktober 2013Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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FACE OFF feat. FinDAC, Ben Slow, Orticanoodles, David Monllor, Natalia Rak - PrettyPortal

From Painting to Stencil: the show FACE OFF at Pretty Portal, presents different perspectives from international Urban Artists, on the topic portrait. Ben Slow C215 David Monllor Fin DAC Guy Denning Natalia Rak Onur Dinc OrticanoodlesWolfgang Krell Ausstellung 14.6. - 20.07. Vernissage 14.6. 19 – 22h

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SAM3 - Canonicity - Pretty Portal

Schwarz, mit geschwungenen Hörnern, steht er an Spaniens Landstraßen und Autobahnen: der Osborne-Stier. Kaum ein Motiv ist dort so bekannt, kaum eines so aufgeladen. SAM3 nimmt sich dieses Zeichen vor und verwandelt es, mit Farbe, mit Knochen, mit Feuer.Vom Werbeschild zum WahrzeichenDer Stier entstand 1956 als Werbung für einen Brandy der Bodega Osborne. Hunderte der riesigen Silhouetten wurden in ganz Spanien aufgestellt. Als die Werbung an Straßen verboten wurde, blieben die Stiere stehen, ohne Schriftzug, als reine Form. Inzwischen gelten sie als Teil des kulturellen Erbes und als inoffizielles Wahrzeichen des Landes.SAM3 hat zwei der echten Osborne-Stiere in der Landschaft bemalt: einen mit dem Skelett des Tieres, einen zweiten als Babystier. In „Canonicity“ zeigen wir, wie er dieses Motiv in die Galerie holt. Dafür hat er die Stiere aus Holz nachgebaut und jeden auf eigene Weise bearbeitet.Skelett, Kalb und AscheWie bei seinem Stier in der Landschaft hat SAM3 auf einen Nachbau in Weiß das Skelett des Tieres gemalt: Schädel, Rippen und Beinknochen liegen auf der schwarzen Silhouette, als würde man das Tier durchleuchten. Einen zweiten hat er mit Himmelblau umgeben und den schwarzen Stier darin zu einem Kalb verkleinert. Den dritten hat er verbrannt. Die verkohlte Holzsilhouette mit ihren hellen Brandspuren hängt neben einer Fotoreihe, die das Verbrennen dokumentiert.So entstehen drei Lesarten eines Zeichens: der Tod hinter dem Symbol, das Kleine im Großen, die Zerstörung eines Mythos. Das sind Deutungen. SAM3 lässt die Bilder selbst sprechen, ohne sie zu erklären.Der schwere KopfNeben den Stieren zeigen wir Zeichnungen in Tusche auf Papier und eine Keramik. Die Skulptur zeigt einen übergroßen Kopf auf einem zu kleinen Körper. Sie lässt sich auf René Descartes’ Satz „Ich denke, also bin ich“ beziehen: Der Mensch lebt durch seine Gedanken. Zugleich zeigt sie, wie kopflastig wir sind und wie oft wir uns zu viele Gedanken machen. Figuren mit übergroßen Köpfen sind ein wiederkehrendes Motiv in SAM3s Werk.Über den KünstlerSAM3 wurde 1980 in Elche geboren und lebt derzeit in Murcia. Er begann in den 1990er-Jahren mit Graffiti. Bekannt ist er für seine Silhouetten, die er selbst „Schatten“ nennt: schwarze, anonyme Figuren, oft haushoch, die mit ihrer Umgebung verschmelzen. Seine Wandbilder sind ironisch, poetisch und provokant. Durch die Reduktion auf wenige Farben und den grafischen Stil haben sie eine ungewöhnliche Präsenz und geben ihre Botschaft erst nach und nach preis.2007 nahm SAM3 an Banksys Projekt Santa’s Ghetto in Bethlehem teil. Seine Wandbilder sind in mehr als zehn Ländern zu sehen, unter anderem beim Fame Festival in Grottaglie und beim Outdoor Festival in Rom. Neben der Malerei arbeitet er mit Skulptur, Keramik und Zeichnung und erzählt in experimentellen Stop-Motion-Kurzfilmen ganze Geschichten. Bei Pretty Portal war er 2010 mit der Einzelausstellung „Nice to meet you“ zu sehen.„Canonicity“ SAM3 Vernissage: Freitag, 26. April 2015, 19 – 22 Uhr Laufzeit: 26. April – 14. Juni 2015 Der Künstler ist anwesend. Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): 2017 bemalte SAM3 einen weiteren echten Osborne-Stier, in den Salinen von Santa Pola, mit Motiven aus Picassos „Guernica“. Er verstand die Arbeit als Protest gegen den Stierkampf.

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Verbeulte Roboter, rostiges Eisen, Marionetten an unsichtbaren Fäden und Kreaturen, die älter scheinen als die Zeit: Pixelpanchos Bildwelten wirken wie Fundstücke aus einer vergessenen Zukunft.Eine vergessene WeltRoboter sind das stets wiederkehrende Thema in Pixelpanchos Arbeiten. Er selbst beschreibt seine Inspiration so:„Mich treibt eine vergessene Welt an, verborgen unter einer dicken Schicht aus Staub und Schmutz. Dort gibt es Roboter, Schöpfungen der Menschheit, verbeult und abgenutzt, eine Symbiose aus Organischem und Anorganischem, deren Körper aus rostigem Eisen auseinanderfallen. Voller Träume, Wünsche und Hoffnungen.“Zwischen Popkultur und VerfallIn seiner surrealen Bildwelt verschmelzen Menschen, Marionetten, Roboter, Spielzeug und uralte Kreaturen zu Bildern, die auf große Marken, Superhelden und berühmte Popikonen anspielen, denen, dem ständigen Wandel unterworfen, der Zerfall droht. Pixelpancho überzeugt nicht nur durch seine auffälligen Motive, sondern auch durch seinen einzigartigen Stil, der aus vielfältigen Quellen schöpft.Von der Zeichnung zur SkulpturIn „Rusted Ideas“ zeigt Pixelpancho die ganze Bandbreite seines Schaffens: Zeichnungen und Illustrationen in Aquarelltechnik, drei großformatige Arbeiten in Acryl auf Holz und drei Skulpturen von rund 25 Zentimetern Höhe, in denen seine Roboter die Bildfläche verlassen und Gestalt annehmen.Ein Roboter für die GalerieEin besonderer Teil der Ausstellung entsteht vor Ort: Während seines rund einwöchigen Aufenthalts in Düsseldorf baut Pixelpancho in der Galerie aus altem Holz einen raumgreifenden Roboter. Wie seine gemalten Figuren trägt er die Spuren der Zeit und scheint geradewegs aus jener vergessenen Welt zu stammen, von der der Künstler erzählt.Über den KünstlerDer gebürtige Italiener studierte an der Accademia Albertina di Belle Arti in Turin und an der Kunstakademie in Valencia. Auf seinen zahlreichen Reisen nutzte er jede Gelegenheit, an Festivals teilzunehmen und seine Werke in Ausstellungen zu zeigen. Pixelpancho gilt als eine der neuen Größen der italienischen Urban-Art-Szene, die sich nach und nach um Künstler wie Blu und Ericailcane, das Fame Festival und das Studio Chromie entwickelt hat.„Rusted Ideas“ PixelpanchoVernissage Freitag, 22. März 2013, 19 – 22 Uhr Der Künstler ist anwesend.Ausstellung 25. März – 20. April 2013Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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BTOY - The dispossessed

Hinter runden Brillengläsern ein ruhiger, ernster Blick. Das Gesicht ist in Rot, Orange und Gelb über abgerissene Plakate gesetzt, an den Rändern stehen noch Reste von Veranstaltungshinweisen. Das Porträt zeigt die russische Journalistin Anna Politkowskaja. Es ist eines der Bilder, mit denen BTOY Frauen ins Zentrum rückt, die Geschichte bewegt haben.Frauen, die Geschichte bewegenIn „The dispossessed“ zeigen wir Porträts von Frauen mit besonderen Lebenswegen: Denkerinnen, Aktivistinnen, Feministinnen. Neben Anna Politkowskaja, die über den Krieg in Tschetschenien berichtete und 2006 in Moskau ermordet wurde, malt BTOY die französische Philosophin Simone de Beauvoir, deren Buch „Das andere Geschlecht“ (1949) zu den Grundtexten des Feminismus zählt. Ihr Porträt trägt den Titel „Art is an attempt to integrate evil“ (Kunst ist der Versuch, das Böse zu integrieren), nach einem Satz der Philosophin.Dazu kommen Angela Davis, Philosophin und eine der bekanntesten Stimmen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA, Helena Blavatsky, Mitbegründerin der Theosophischen Gesellschaft, und Petra Kelly, Friedensaktivistin und Mitbegründerin der Grünen.Der englische Titel lässt sich mit „Die Enteigneten“ oder „Die Besitzlosen“ übersetzen.Menschen, die etwas riskierenEines der Bilder zeigt eine Demonstration. Vermummte Menschen in schwarzer Kleidung ziehen mit rot-schwarzen Fahnen, dem Zeichen der Anarchisten, durch eine Straße. Am linken Bildrand weist ein Schild nach „Angel“ und „Bank“, zwei Stationen in London. Das Bild bezieht sich auf die Occupy-Bewegung und die spanischen Indignados, die 2011 gegen die Folgen der Finanzkrise protestierten. Es zeigt Menschen, die für eine Sache ihre Sicherheit und manchmal ihr Leben riskieren.Schablone, Siebdruck und PlakatwandBTOY arbeitet in Mischtechnik aus Schablone, Siebdruck, Sprühfarbe und Malerei. Als Grund dienen oft Fetzen von Plakatwänden: abgerissene Werbung, Veranstaltungsplakate, Sterne und Schriftzüge, die durch die Porträts hindurchscheinen. Darüber legt sie die Gesichter in kräftigen Farbflächen, Rot, Orange, Gelb und tiefes Blau. So tragen die Bilder die Spuren der Straße in die Galerie.Über die KünstlerinHinter BTOY steht die Künstlerin Andrea Michaelsson, geboren 1977 in Barcelona. Sie studierte Fotografie am Institut d’Estudis Fotogràfics de Catalunya. Die Fotografie ist bis heute die Grundlage ihrer Arbeit, denn ihre Schablonen entstehen nach fotografischen Vorlagen. 2002 begann sie, auf den Straßen Barcelonas zu arbeiten, zunächst als Duo mit Ilià Mayer unter dem Namen BTOY. Frauenfiguren aus vergangenen Jahrzehnten prägen ihr Werk, angeregt von alten Plakaten und von Andy Warhol. 2008 war sie beim Cans Festival in London vertreten, das Banksy organisiert hatte. BTOY gilt als eine der bekanntesten Künstlerinnen der Urban Art.Das Jahr 2013 beginnt für BTOY mit einem vollen Terminkalender. Im Januar waren ihre Bilder in Ausstellungen in Paris und Barcelona zu sehen. Im Februar führt ihr Weg über Venedig und die Bundeskunsthalle in Bonn nach Düsseldorf. In Bonn geht es um Kleopatra, für BTOY ebenfalls eine starke Frau. Zur Vernissage stellt sie außerdem ein Buch vor, das in diesem Jahr erschienen und ihrem Werk gewidmet ist.„The dispossessed“ BTOY Vernissage: Freitag, 22. Februar 2013, ab 19 Uhr Laufzeit: 22. Februar – 15. März 2013 Die Künstlerin ist anwesend. Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 Düsseldorf

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Franz Schuier - Haphazard -Pretty Portal

Der urbane Lebensraum begegnet uns als dynamischer Berührungspunkt zwischen einer hergestellten Ordnung und neu geschaffenem Chaos. Der sich permanent verändernde Raum Stadt schafft die Möglichkeit zu scheinbar zufälligen Begegnungen und Zusammenballungen von Mensch und Materie. Wie elektrische Ströme auf einer Leiterplatte bewegen sich Individuen durch das Netz der urbanen Zentren und erzeugen dabei unentwegt neue Muster. Zur Auseinandersetzung mit diesen Themen zeigt die Galerie Pretty Portal im Juni Arbeiten von Franz Schuier. Inspiriert u.a. vom Medienphilosphen Vilem Flusser, der New Aesthetics Bewegung und der Dynamik von Chaos und Unordnung, beschäftigt sich Schuier auf seiner ersten Einzelausstellung mit der Schönheit bzw. Ästhetik, die in Zufallsdaten steckt. Dabei nutzt er u.a. frei verfügbare Datensätze (z.b. “atmospheric noise” aus der Kryptographie), die durch von ihm erstellte Programme in Farben, Kompositionen und Formen verwandelt werden. Außerdem nutzt er Techniken der Zufallskomposition, die in der neuen Musik u.a. von Stockhausen, Subotnik und Feldman entwickelt wurden, und wendet sie bei Videokompositionen an. Aus diesen bewegten Bildern wählt er Stichproben, die er im Lambda Fotobelichtungsverfahren entwickelt und auf Alu Dibond kaschiert. “Wir müssen hinnehmen, daß wir in der Unordnung, im Chaos leben, denn wer Zufall sagt, verzichtet auch auf Orientierung. Statt der Orientierung hat man allerdings etwas viel Gewaltigeres, nämlich das Entwerfen. Ich kann mich ja aus dem Chaos entwerfen in eine mich herstellende und von mir hergestellte Ordnung.” Vilem Flusser (am 01.11.96) Vernissage 01.06.2012 // 19h Ausstellung 01.06. - 29.06.2012

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WESR - JADE - Behind the eyes - Pretty Portal

Was liegt hinter den Augen? In den Bildern von WESR und JADE öffnen sich Welten, in denen Sichtbares und Unsichtbares ineinanderfließen: maskierte Gestalten, Geister und Fabelwesen, Menschen, die träumen, und Träume, die Gestalt annehmen.Zwischen Alltag und GeisterweltIn Südamerika, der Heimat des magischen Realismus, gehören Mythen, Geister und Alltag oft wie selbstverständlich zusammen. Diese Nähe zur Welt des Übersinnlichen prägt auch die Arbeiten der beiden peruanischen Künstler. Ihre Bilder sind surreal, ohne fremd zu wirken: Sie schöpfen aus der Kultur und Folklore Perus, aus den Ritualen und Legenden der Anden, und übersetzen sie in eine zeitgenössische Bildsprache, in der die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits durchlässig wird.Die Straßen von LimaDanny Figueroa alias WESR und Jonatan Rivera Enriques alias JADE gehören zu den Begründern der peruanischen Urban-Art- und Street-Art-Szene. Ihre figurativen Bilder leuchten in kräftigen Farben von zahlreichen Hauswänden der peruanischen Hauptstadt. In WESRs Arbeiten tauchen immer wieder die traditionellen Masken des Ukuku auf, jener Figur aus der andinen Folklore, die halb Mensch, halb Bär ist und zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Geister vermittelt.Hinter den AugenIn „Behind the Eyes“ zeigen die beiden Künstler Zeichnungen und Illustrationen auf Papier sowie Acrylbilder auf Leinwand. Für JADE ist die Ausstellung bei Pretty Portal zugleich sein erster Besuch in Deutschland.WESRDanny Figueroa alias WESR wurde 1980 im peruanischen Chiclayo geboren und wuchs in Lima auf, wo er 1996 als Graffiti-Writer begann. Im September 2008 zog er nach Berlin und pendelt seitdem regelmäßig zwischen Peru und seiner neuen Wahlheimat. In seinen Bildern verbindet er Einflüsse der indigenen Kunst Perus mit der Ästhetik des japanischen Manga. Aus Masken und Gesichtern entstehen dabei geheimnisvolle, fast geisterhafte Figuren. In den vergangenen Jahren malte er große Wandbilder auf der STROKE Art Fair und beim CityLeaks Festival und zeigte seine Arbeiten in Ausstellungen in Berlin und München.JADEJonatan Rivera Enriques alias JADE wurde 1983 im Andenhochland, in der Region Junín, geboren und wuchs im Stadtteil Chorrillos in Lima auf. Als Autodidakt fand er über das Graffiti zur Kunst. Prägend waren für ihn die Ästhetik des Andenhochlands, die er aus seiner Familie kannte, und die Werke der mexikanischen Muralisten Diego Rivera, José Clemente Orozco und David Alfaro Siqueiros. Seine Bilder erzählen poetische, oft traumhafte Geschichten, in denen soziale Wirklichkeit und surreale Mystik ineinandergreifen.„Behind the Eyes“ (In the Streets of Lima) WESR & JADEVernissage Freitag, 4. Mai 2012, 19 – 23 UhrAusstellung 4. – 25. Mai 2012Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Prints&Editions-Pretty Portal

Urban Art Künstler setzen sich intensiv mit verschiedenen Drucktechniken bei der Erstellung ihrer Werke auseinander. Als Paste-Ups sehen wir sie in den Straßen, wo sie Teil unserer alltäglichen Wahrnehmung werden. Die Ausstellung „Prints & Editions“ konzentriert sich daher auf diesen Aspekt. Zu sehen sind Holzschnitte, Radierungen und insbesondere Siebdrucke von 2SickBastards, Arno Beck, Base23, BTOY, C215, Decycle, L.E.T., Mexer, Mr. Penfold, Orticanoodles, Remed, Roman Klonek, Sam3, SMASH137, Sweet Toof, Tom Brane und weiteren Künstlern, die von Pretty Portal vertreten werden. Zudem zeigt die Galerie Drucke aus eigener Sammlung, darunter Arbeiten von Blek le Rat, Nick Walker, Paul Insect, Dolk, Faile und Hush. 2SickBastards, Arno Beck, Base23, BTOY, C215, Decycle, DOLK, Faile, Hush, L.E.T., Mexer, Mr. Penfold, Nick Walker, Oliver Räke (MAGIC), Orticanoodles, Paul Insect, Remed, Roman Klonek, Sam3, Shepard Fairey, SMASH137, Sweet Toof, Tom Brane, Valentina Brostean, u.a. Ausstellung : 30.03.-28.4.2012 Vernissage: 30.03.2012, 19-22h

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Pascal Schwendener - GRAND CITY CANYON - Pretty Portal

Endless street canyons, nested skyscrapers, lights that fade into the depths: the cities in Pascal Schwendener's paintings feel like fragments of a dream. And yet they seem astonishingly believable.Cities of the FutureIn Grand City Canyon, Pascal Schwendener presents large-format paintings in which he explores the city and its future. Enchanted, luminous cityscapes, nested, multidimensional high-rises and endless street canyons combine into scenes that could not possibly exist. Therein lies their appeal: Schwendener builds his cities as believable constructs with perfect internal proportions, using them to depict unbelievable scenes. The eye follows the vanishing lines, finds footholds in the details, and yet loses itself again and again in the depths of the image.The InstallationThe exhibition is rounded off by an extensive installation in which Pascal Schwendener translates the theme of the urban landscape into space.An Exceptional TalentBorn in Locarno in 1988, the Swiss artist came to Düsseldorf at the age of 17, making him one of the youngest students ever admitted to the Kunstakademie. He is currently studying in Peter Doig's class. Following Ich in 2010, Grand City Canyon is already his second solo exhibition at Pretty Portal. Back then, a single work depicted a cityscape; now the city takes centre stage. Anyone who sees Pascal Schwendener at work senses an almost obsessive devotion to art. He develops his visual worlds with great meticulousness, line by line, window by window, until countless details add up to an entire city. For us, he is one of the most exceptional young talents we have ever met, and we are very curious to see where his path will take him."Grand City Canyon" Pascal SchwendenerOpening Friday, 17 February 2012, 7 – 11 pmExhibition 17 February – 2 March 2012Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf Note (2026): Pascal Schwendener now works under the name Pascal Sender. After graduating in 2013 as a master student (Meisterschüler) of Peter Doig, he studied at the Royal Academy Schools in London from 2018 to 2022. His work has since been shown by galleries including König Galerie in Berlin and Saatchi Yates in London.

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STENCILS ONLY -Pretty Portal

Bevor ein Stencil an der Wand erscheint, ist der größte Teil der Arbeit schon getan. Das Bild im Kopf muss in Flächen und Ebenen zerlegt werden, jede Farbe braucht ihre eigene Schablone, und jeder Schnitt entscheidet darüber, wie das Werk später aussieht. Gerade bei mehrfarbigen Stencils ist diese Vorbereitung komplex. Sie prägt den Stil ebenso wie das, was nach dem Sprühen geschieht, denn viele Arbeiten werden von Hand weitergemalt und überarbeitet. Auf der Straße zeigt die Schablone dann ihre eigentliche Stärke: Ein Motiv lässt sich schnell auftragen, immer wieder und an vielen Orten, jedes Mal sehr ähnlich.Kaum eine Technik hat das Bild von Street Art und Contemporary Urban Art so geprägt. Schablonenbilder sind aus dem öffentlichen Raum kaum noch wegzudenken und beeinflussen Design, Mode und Werbung.Zwischen Fotografie und GrafikWie schon im letzten Jahr zeigen wir in „STENCILS ONLY 2011“ Künstler aus der europäischen Urban-Art-Szene, die mit Schablonen arbeiten. Die Arbeiten der sieben Positionen zeigen, wie viel Raum diese Technik zum Experimentieren bietet. Manche wirken fotografisch, andere grafisch. Sie greifen Ikonen des Alltags und der Popkultur auf oder zitieren und deuten die Botschaften anderer Urban Artists.BTOY (Barcelona)Hinter BTOY steht die Künstlerin Andrea Michaelsson, die von der Fotografie kommt. Ihre Schablonen entstehen nach fotografischen Vorlagen, im Mittelpunkt stehen Frauenfiguren aus vergangenen Jahrzehnten, angeregt von alten Plakaten und von Andy Warhol. 2008 war sie beim Cans Festival in London vertreten.C215 (Paris)Hinter C215 steht der französische Künstler Christian Guémy, einer der bekanntesten Stencil-Künstler Europas. Er porträtiert vor allem Menschen am Rand der Gesellschaft, Kinder und immer wieder seine Tochter Nina. Seine Schablonen setzt er oft auf Briefkästen, Stromkästen und Türen, auf das Mobiliar der Stadt.Czarnobyl (Berlin)Der in Polen geborene Damian Terlecki lebt seit 1993 in Berlin, wo die Punk- und Hausbesetzerszene der 1990er-Jahre seine Arbeit prägte. Seine vielschichtigen Schablonenbilder verbinden präzise Porträts mit Maschinenzeichnungen und gefundenen Schablonen. Sie wirken wie Visionen einer dystopischen Zukunft, beeinflusst von Filmen wie Andrei Tarkowskis „Stalker“ und dem Cyberpunk von William Gibson.ESOB (Düsseldorf)ESOB kommt aus der Düsseldorfer Graffitiszene und arbeitet als Grafikdesigner.FAKE (Amsterdam)Der Amsterdamer Künstler FAKE arbeitet mit Ikonen der Popkultur und des Alltags. Er setzt sie mit Humor und einem kritischen Blick auf die Gesellschaft neu zusammen.L.E.T. (Düsseldorf)L.E.T. steht für „Les Enfants Terribles“. Seit 1992 prägt der Künstler mit Stencils und Paste-ups das Straßenbild seiner Heimatstadt Düsseldorf. Mit Augenzwinkern nimmt er die Themen der Zeit und die Missstände der Konsum- und Spaßgesellschaft ins Visier.PISA73 (Berlin)PISA73 ist Künstler und Designer und seit den 1990er-Jahren als Graffiti-Künstler aktiv. Er studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule Pforzheim. Bekannt ist er für vielschichtige Stencils, für die er eigene Fotos als Vorlage verwendet.„STENCILS ONLY 2011“ BTOY, C215, Czarnobyl, ESOB, FAKE, L.E.T., PISA73 Vernissage: Freitag, 14. Oktober 2011, 19 – 23 Uhr Laufzeit: 14. Oktober – 11. November 2011 Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 Düsseldorf

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Normalerweise sieht man in einer Galerie nur das Ergebnis: fertige Bilder, gerahmt, gehängt, beleuchtet. Wie sie entstehen, bleibt verborgen. „Work in Progress“ kehrt das um und macht den künstlerischen Prozess selbst zur Ausstellung.Das Atelier in der GalerieVom 17. bis 24. Juni verlegen Arno Beck und Pascal Schwendener ihr Atelier in die Räume von Pretty Portal. Ein Teil der Arbeiten für die anschließende Ausstellung entsteht direkt hier vor Ort. Besucher sind in dieser Zeit herzlich eingeladen, den beiden über die Schulter zu schauen, Einblick in die Entwicklung der Werke zu nehmen und den künstlerischen Prozess mitzuverfolgen. An vier Abenden, vom 20. bis 23. Juni, findet zudem ein nächtliches Schattentheater statt. Am 24. Juni wird die Ausstellung schließlich eröffnet.Zwei Studenten der AkademieBeide Künstler studieren an der Kunstakademie Düsseldorf, Pascal Schwendener bei Peter Doig, Arno Beck bei Eberhard Havekost. Und beide waren bereits mit Einzelausstellungen bei uns zu sehen: Pascal Schwendener im März 2010 mit „Ich“, Arno Beck im August 2010 mit „Vertical Ghetto“.Pascal SchwendenerDer aus der Schweiz stammende Pascal Schwendener wurde mit 17 Jahren als einer der jüngsten Studenten an der Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen und studiert heute bei Prof. Peter Doig. Schon bald fielen seine großformatigen Gemälde auf, in denen sein Hintergrund als Graffiti-Künstler klar zu erkennen ist. Verschlungene, futuristisch wirkende Formenwelten, Biocomputer und fantastische Zukunftsvisionen bestimmen seine Motive.Seine Bilder üben eine enorme Faszination aus und ziehen den Betrachter sofort in ihren Bann. Verzauberte, beunruhigend menschenleere Stadtlandschaften aus fragilen Hochhäusern und endlosen Röhren wirken wie Fetzen eines Traumes: glaubwürdige Konstrukte mit perfekten Binnenproportionen, die unglaubliche Szenerien darstellen. Je näher man seinen Bildern kommt, desto abstrakter und vielschichtiger treten Details aus der Oberfläche hervor. Wie Erd-, Gesteins- und Felsschichten legt Schwendener Sehschichten übereinander, in denen sich die Welt bündelt. Sparsam eingesetzte, leuchtende Blau- und Orangetöne hauchen den Bildern Leben ein und lenken den Blick durch sein surreales Universum.Durch sein Studium kennt sich der junge Künstler mit klassischer Malerei ebenso gut aus wie mit Graffiti und Comic-Kunst und versucht, bei der Entstehung seiner Werke alle Mittel und Techniken der Malerei einzubeziehen. Pascal Schwendener gilt zu Recht als Shootingstar unter den Studierenden der Akademie.Arno BeckArno Beck studiert seit 2006 an der Kunstakademie Düsseldorf, unter anderem bei Markus Lüpertz, Reinhold Braun und Eberhard Havekost. In seinem künstlerischen Schaffen erfindet er sich immer wieder neu und experimentiert ständig mit neuen Techniken und Stilrichtungen. Grafische Elemente, Fotografie und Druck treffen auf Zeichnung und duktusbetonte Strukturen. Sprühlack, Acryl, Öl, Tusche, Collage und Druck verbinden sich auf Leinwand, Papier und Holz. Dabei greift er unter anderem auf ein visuelles Vokabular zurück, das er sich bei seiner künstlerischen Arbeit im öffentlichen Raum, in leer stehenden Fabrikhallen und auf Industriebrachen angeeignet hat. Für seine innovativen Arbeiten zum Thema Urbanität und Architektur wurde Arno Beck mit dem 10. Hogan Lovells Kunstförderpreis ausgezeichnet.„Work in Progress“ Arno Beck & Pascal SchwendenerOffenes Atelier in der Galerie 17. – 24. Juni 2011Nächtliches Schattentheater 20. – 23. Juni 2011, 19 – 24 UhrVernissage Freitag, 24. Juni 2011, 19 – 23 UhrAusstellung 24. Juni – 16. Juli 2011Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): Pascal Schwendener arbeitet heute unter dem Namen Pascal Sender. Nach seinem Abschluss als Meisterschüler von Peter Doig studierte er an den Royal Academy Schools in London. Arno Beck schloss sein Studium als Meisterschüler von Eberhard Havekost ab und wurde vor allem mit seinen auf der Schreibmaschine getippten Zeichnungen international bekannt. Beide Künstler sind heute auf dem internationalen Kunstmarkt etabliert.

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BASE23 - Morten Anderson - Pretty Portal

Höllenhunde aus dem Norden: Unter diesem Titel treffen zwei Maler aufeinander, die beide von der Sprühdose kommen und sie in entgegengesetzte Richtungen weitergeführt haben. Bei Morten Andersen löst sich die Form in Linien, Schichten und Rhythmus auf. Bei BASE23 verdichtet sie sich zu Kreaturen, Göttern und Maschinenwesen.Morten Andersen: Linien in BewegungIn „Hell Hounds from the North“ zeigen wir Arbeiten von Morten Andersen, die der Neo-Abstraktion zuzuordnen sind, auch Abstract Urban Contemporary Art genannt. Zu dieser Richtung zählen Künstler wie Futura 2000, Boris Tellegen und José Parla. Andersen malt gekrümmte Linien, abstrakte Formen, Überlagerungen und grafische Muster und verzerrt sie zu einem rhythmischen Gefüge aus Farbtönen, starken Kontrasten und kraftvollen visuellen Elementen.Seine Bilder sind energiegeladen und dicht an Details. Die Elemente fächern sich auf und fließen wie die Wellen einer Brandung wieder zu einem Ganzen zusammen. Die vielen Farbebenen und Formen geben Einblick in eine Welt zwischen Emotion und Kalkül. In seiner Handschrift ist der Ursprung im Graffiti weiterhin zu erkennen.BASE23: Götter mit der Waffe des PopBASE23 erschafft gigantische Kreaturen: Fusionen aus Tier und Maschine, südamerikanische Götterbilder, die wie aus der Zukunft geschleudert wirken, chinesische Drachen, indigene Totems und Tiki-Figuren. Gerade in einem grauen, urbanen Umfeld setzt er auf grelle, leuchtende Farben.Seine mythischen Tiergötter erwachen auf der Leinwand, treten in eine nüchterne Welt und erobern sich mit den Mitteln des Pop ihren Platz im Bewusstsein. Formvollendet und voller martialischer Kraft finden diese futuristischen Götter ihren Weg in den Stadtraum. BASE23 verbindet Pop-Surrealismus mit Graffiti, ethnische Bildwelten mit Science-Fiction.Über die KünstlerMorten Andersen wurde 1976 in Aalborg geboren. In den 1990er-Jahren war er als Graffiti-Künstler aktiv. Die langjährige Arbeit mit Sprühlack führte ihn von typografischen Elementen zu einer immer freieren, abstrakteren Farb- und Formenwelt. Seine Arbeiten sind seit Längerem in Galerien und Ausstellungen in Dänemark zu sehen. In den letzten Jahren wurden sie auch in Berlin auf der Stroke Art Fair sowie in Barcelona, London, New York und Miami gezeigt, dort während der Art Basel Miami Beach.BASE23 entdeckte 1989 die Sprühdose als Gestaltungswerkzeug und hat seinen Umgang damit seitdem ständig weiterentwickelt. Er studierte Grafikdesign und Typografie und lebt und arbeitet als freier Künstler in Berlin. In den letzten Jahren zeigten Galerien in Barcelona, London, Melbourne, Paris und Berlin seine Bilder.„Hell Hounds from the North“ BASE23, Morten Andersen Vernissage: Freitag, 25. März 2011, ab 19 Uhr Laufzeit: 25. März – 29. April 2011 Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 Düsseldorf

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REMED - DUALITY - Pretty Portal

Zwei Gesichter im Profil, Rücken an Rücken, und über ihnen ein einziges, wachsames Auge: In REMEDs Bildern begegnen sich Gegensätze, die zusammen ein Ganzes ergeben. Hell und dunkel, warm und kalt, innen und außen, Verstand und Gefühl.Zwei Seiten eines Ganzen„Duality“, also Dualität, ist das Leitmotiv dieser Ausstellung. REMED stellt Formen und Farben, Figuren und Symbole so gegeneinander, dass sie sich spiegeln, ergänzen und gegenseitig Halt geben. Klare geometrische Flächen in kräftigen, satten Farben treffen auf stilisierte menschliche Profile, Kreise auf Dreiecke, Schwarz auf leuchtendes Gelb und Orange. Seine Bilder sind auf den Punkt gebracht, voller Zeitgeist und doch zeitlos.Ein Zeitsprung durch vier JahrzehnteREMED bedient sich grafischer Stile der Siebzigerjahre, des „New Image“ der Achtzigerjahre, der Typografie und des Graffiti und formt daraus eine ganz eigene Bildsprache. Wie ein Zeitsprung spannen seine Bilder einen Bogen durch die Bildwelten der letzten vierzig Jahre, ohne dabei je nostalgisch zu wirken.Von Lille nach MadridFrankreich ist seit Langem ein Nährboden für außergewöhnliche Street-Art- und Graffiti-Stile. Kein Wunder also, dass die Arbeiten des französischen Urban Artists REMED überraschend anders und erfrischend sind. Geboren 1978 im nordfranzösischen Lille, entdeckte er die Malerei zunächst in einem Atelier in seiner Heimatstadt. Doch bald zog es ihn auf die Straße: Er wollte die Grenzen des Ateliers überwinden und seine Arbeiten zeigen. Mit Stickern und Sprühfarbe trug er seine Ideen und Botschaften in den Stadtraum. Seit Mitte der 2000er-Jahre lebt und arbeitet REMED in Madrid. Sein Künstlername ist dabei Programm: Er geht auf die französische Wendung „l'art comme remède“ zurück, die Kunst als Heilmittel.Gefragt in ganz EuropaSeine Arbeiten und Wandbilder finden sich in zahlreichen Publikationen zum Thema Street Art. REMED gehört derzeit zu den gefragtesten Urban-Art-Künstlern: Allein in diesem Jahr waren seine Werke bereits in der Carhartt Gallery in Madrid, bei Avia Pervia in Bologna und in der Pure Evil Gallery in London zu sehen. Mit „Duality“ ist er nun bei Pretty Portal in Düsseldorf zu Gast.„Duality“ REMEDVernissage Freitag, 22. Oktober 2010Ausstellung 22. Oktober – 19. November 2010Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Arno Beck - Vertical Ghetto - Pretty Portal

Häuser, die sich übereinanderstapeln, ineinander verkeilen und den Hang hinaufwuchern, ohne Plan und ohne Architekten: Die brasilianischen Favelas folgen keiner Ordnung, und doch entsteht aus ihnen eine ganz eigene, lebendige Struktur.Architektur als organischer ProzessInspiriert von seinen Reisen durch Lateinamerika, insbesondere von seinen Besuchen in den Favelas Brasiliens, setzt sich Arno Beck mit Architektur als organischem Prozess auseinander. In seinen Bildern erschafft er eine neue Räumlichkeit: architektonische Landschaften, die nicht geplant sind, sondern wachsen, geradezu wuchern, abstrus und ohne Funktion. Dabei greift er unter anderem auf ein visuelles Vokabular zurück, das er sich bei seiner künstlerischen Arbeit im öffentlichen Raum, in leer stehenden Fabrikhallen und auf Industriebrachen angeeignet hat.Drei PhasenIn seinem Arbeitsprozess setzt Arno Beck vielfältige Techniken und Materialien ein. Grafische Elemente, Fotografie und Druck treffen auf Zeichnung und duktusbetonte Strukturen. Sprühlack, Acryl, Öl, Tusche, Collage und Druck verbinden sich auf Leinwand, Papier und Holz. Die Ausstellung zeigt drei Phasen seiner Auseinandersetzung mit dem Thema: zunächst Linolschnitte nach Fotokompositionen, dann die Verbindung dieser Linoldrucke mit Malerei, Collage und Zeichnung und schließlich die Auflösung der konkreten Strukturen. Für Arno Beck ist dieser letzte Schritt die Essenz und logische Konsequenz seines Arbeitsprozesses.Über den KünstlerArno Beck wurde 1985 in Bonn geboren. Seit 2006 studiert er an der Kunstakademie Düsseldorf, unter anderem bei Markus Lüpertz, Reinhold Braun und Eberhard Havekost. „Vertical Ghetto“ ist seine erste Einzelausstellung.„Vertical Ghetto“ Arno BeckVernissage Freitag, 27. August 2010Ausstellung 27. August – 17. September 2010Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): Arno Beck schloss sein Studium 2015 als Meisterschüler von Eberhard Havekost ab. International bekannt wurde er mit Arbeiten, die digitale Bildwelten in analoge Techniken übersetzen, allen voran mit seinen auf der Schreibmaschine getippten Zeichnungen. Seine Werke waren seither unter anderem bei der Nino Mier Gallery in Los Angeles und der Joshua Liner Gallery in New York zu sehen. 2021 erschien bei Hatje Cantz seine erste Monografie.

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ecb - HENDRIK BEIKIRCH - Faces of hope and struggle

Ein Pizzabäcker aus Brooklyn, eine Fabrikarbeiterin aus der Ukraine: Auf seinen Reisen begegnet Hendrik Beikirch Menschen, deren Gesichter Geschichten erzählen. Geschichten von harter Arbeit und von der Hoffnung auf ein besseres Leben.Zwischen Anstrengung und HoffnungIm Mittelpunkt von „Faces of Hope and Struggle“ stehen großformatige Porträts. Hendrik Beikirch hat auf seinen Reisen Menschen skizziert, die ihm durch ihre besondere Ausstrahlung aufgefallen sind und durch einen ganz eigenen Ausdruck zwischen Anstrengung und Hoffnung. Die Porträts bestechen durch die Reduktion auf die Person und zeigen sie bewusst frontal. Formal erinnern sie damit an die biometrisch optimierte Darstellung moderner Passbilder. Doch wo das Passbild nur identifiziert, erzählen Beikirchs Gesichter von einem Leben.Sprühlack, Acryl und WasserIn den letzten Jahren hat Hendrik Beikirch eine eigene Technik entwickelt, bei der er Sprühlack, Acryl und Wasser kombiniert. So entsteht auf der Leinwand eine skizzenhafte Ästhetik, die an Aquarelle erinnert. In den Firnis sind Textebenen eingearbeitet, die sich erst erschließen, wenn man den Standpunkt vor dem Bild verändert und sich das Licht anders spiegelt. Neben den Leinwandarbeiten sind auch die ursprünglichen Skizzen zu sehen.Vom Ort zum Gesicht„Faces of Hope and Struggle“ ist Hendrik Beikirchs zweite Ausstellung bei Pretty Portal. In „Einen Sommer“ zeigte er Orte und Nachtszenen, die er auf dem Weg zu seinen nächtlichen Interventionen im öffentlichen Raum entdeckt hatte. Nun stellt er erstmals die Menschen selbst in den Mittelpunkt.Über den KünstlerHendrik Beikirch wurde 1974 in Kassel geboren. Ende der 1980er-Jahre griff er zum ersten Mal zur Sprühdose und hinterließ seine Spuren auf Zügen. Später studierte er Kunstpädagogik in Koblenz, wo er heute lebt und arbeitet. Seit den 1990er-Jahren ist er unter seinem Kürzel ecb eine feste Größe der Graffiti- und Street-Art-Szene.„Faces of Hope and Struggle“ ecb · Hendrik BeikirchVernissage Freitag, 18. Juni 2010, 19 UhrAusstellung 18. Juni – 16. Juli 2010Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): Mit seinen Porträts ist Hendrik Beikirch seither international bekannt geworden. 2012 malte er in Busan, Südkorea, ein rund 70 Meter hohes Wandbild, damals das höchste Asiens. Seine monumentalen Schwarz-Weiß-Porträts von Arbeiterinnen und Arbeitern, Fischern und älteren Menschen sind heute auf Fassaden weltweit zu sehen.

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SAM3 - Nice to meet you - Pretty Portal

Vor einem Fächer aus Licht hält eine schwarze Silhouette ihr eigenes Gesicht in der Hand, abgenommen wie eine Maske. Wo es eben noch saß, schimmert ein türkisfarbener Schädel. „Nice to meet you“: Wer hinter die eigene Fassade blickt, begegnet sich selbst und der eigenen Vergänglichkeit.BegegnungenBegegnungen stehen im Zentrum der Ausstellung: mit anderen Menschen, mit unserer Umgebung, mit uns selbst. SAM3 stellt in seinen Arbeiten klassische philosophische Fragen nach Identität, Vergänglichkeit und unserem Platz in der Welt. Das menschliche Miteinander betrachtet er mit einem Blick, der ironisch, poetisch und vor allem provokant ist.Silhouetten im StadtraumBekannt wurde SAM3 durch seine silhouettenartigen Wandbilder, die zum Teil haushoch sind und häufig Bezug auf ihr direktes urbanes Umfeld nehmen. Riesige schwarze Figuren und Tiere scheinen an Fassaden entlangzuwandern, nach Dingen auf der Straße zu greifen oder über die Passanten zu wachen. So tritt das Bild in einen Dialog mit seiner Umgebung, und die Stadt selbst wird Teil der Erzählung.Weniger ist mehrMehr als Schwarz und Weiß braucht SAM3 meist nicht. Das leuchtende Türkis im Ausstellungsmotiv ist deshalb eine echte Ausnahme in seinem Werk. Gerade diese Beschränkung und der teils grafische Stil verleihen seinen Bildern eine ungewöhnliche Präsenz. Trotz oder gerade wegen ihrer Schlichtheit laden sie zur Auseinandersetzung ein und enthüllen ihre Botschaft nach und nach. Seine Werke werden von figurativen Elementen dominiert, die sich in Metamorphose mit ihrem Umfeld befinden. Ein wichtiges Stilelement sind Wurzeln, die als fantastisch verschnörkelte Strukturen aus seinen Figuren herauswachsen, als würden Mensch und Natur ineinander übergehen.Über den KünstlerDer gebürtige Spanier lebt zurzeit in Madrid, malt jedoch weltweit, und zwar nicht nur Bilder, sondern oft ganze Geschichten. Diese erzählt er in seinen experimentellen Stop-Motion-Kurzfilmen, in denen seine Figuren über Wände wandern, wachsen und sich verwandeln.„Nice to meet you“ SAM3Vernissage Freitag, 7. Mai 2010, 19 – 23 UhrAusstellung 7. Mai – 4. Juni 2010Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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„Schwarz auf weiss“ basiert auf der Idee, durch den Verzicht von Farben das Wesentliche in den Mittelpunkt zu stellen. Unter diesem Motto zeigen im April über vierzig internationale Graffiti und Urban Art Künster ausgewählte Arbeiten in der Galerie Pretty Portal. Die Künstler präsentieren Character, Styles und Grafiken die sich mit der „style needs no color“ Philosophie auseinandersetzen.„Schwarz auf weiss/ Style needs no color“Vernissage: 09.04.2010 ab 19h Ausstellung: 09.04. – 30.04.2010 3steps, Abe, Acse, Aro, Arsek (BG), Bark in the Yard (UK), Biser, Blaze, Bobsmade, Boris, Caktus&Maria, Cybe, Dennis Seide (DK), Deko, Desan21 (CH), Dome, Dosek (CH), Dust, Duster132 (FR), Eitel, Erase (BG), Erik Hancock (US), Ezra (CH), Formfieber, Hombre, Honsar, Karltoon, Hari D, Karöe, Keos 1, Kornel (CH), Lasse, Magic, Mike Hyp (US), Miedo12 (ES), Monsta (FR), Morten Anderson (US), Mr.Moes (CH), Note (CH), Nychos (AT), Pheks (CH), Pixeljuice23, Pixelpancho, Pndk (FR), Push (CH), Rips (CH), Rusl, Semor, Sir21, Shame, Schwarzmaler (CH), Story, Tomsta (AT),View (CH), WALEE (FR), Zone56, Zonenkinder

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„Ich“: Kürzer kann ein Ausstellungstitel kaum sein, und kaum einer könnte persönlicher sein. Mit seiner ersten Einzelausstellung in Düsseldorf stellt sich ein junger Künstler vor, der an der Kunstakademie bereits für Aufsehen sorgt.Schicht für SchichtVerschachtelte, futuristisch anmutende Formenwelten, Biocomputer und fantastische Zukunftsvisionen bestimmen die Motive von Pascal Schwendeners Arbeiten. Viele seiner Bilder bewegen sich in der Abstraktion, manche sind von grafischer Strenge, eine Arbeit zeigt eine Stadtlandschaft. Je näher man seinen großformatigen Bildern kommt, desto abstrakter und vielschichtiger werden sie: Detail um Detail tritt aus der Oberfläche hervor. Wie übereinanderliegende Schichten aus Erde, Fels und Gestein legt Schwendener Bildebenen übereinander, in denen sich die Welt verdichtet.Graffiti, Comic und klassische MalereiIn seinen Arbeiten ist Schwendeners Hintergrund als Graffiti-Künstler deutlich zu erkennen. Zugleich zeigen sie Einflüsse der klassischen Malerei und der Comic-Kunst. Bei der Entstehung seiner Werke versucht er, alle Mittel und Techniken der Malerei einzubeziehen.Ein Shootingstar der AkademieDer 22-jährige Schweizer wurde vor vier Jahren als einer der jüngsten Studenten an der Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen und studiert heute bei Prof. Peter Doig. Mit seinen großformatigen Bildern zog er schnell die Aufmerksamkeit auf sich und gilt unter den Studierenden der Akademie als Shootingstar. Bei Pretty Portal zeigt er nun seine erste Einzelausstellung in Düsseldorf.„Ich“ Pascal SchwendenerVernissage Freitag, 5. März 2010, ab 19 UhrAusstellung 5. – 26. März 2010Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): Pascal Schwendener arbeitet heute unter dem Namen Pascal Sender. Nach seinem Abschluss als Meisterschüler von Peter Doig 2013 studierte er von 2018 bis 2022 an den Royal Academy Schools in London. Seine Arbeiten wurden seitdem unter anderem von der König Galerie in Berlin und von Saatchi Yates in London gezeigt.

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Peeta - Sparkle&Fade - Pretty Portal

Buchstaben, die sich aus der Wand zu wölben scheinen, sich drehen, falten und ineinander verschlingen: Peetas Graffiti wirken wie dreidimensionale Körper, und doch sind sie gemalt.Vom Buchstaben zur SkulpturDer Stil des italienischen Graffiti-Künstlers Peeta ist aufsehenerregend. Ausgehend von frühen Arbeiten mit organischen Formen, entwickelte er bald seinen charakteristischen typografischen Stil, der mit einer einzigartigen 3D-Technik und beeindruckender visueller Tiefe besticht. Zunächst war er vor allem als Sprayer aktiv, heute ergänzen Leinwandarbeiten und Skulpturen seine Graffiti. Für Peeta schließen sich diese Medien nicht aus, sondern inspirieren sich gegenseitig: Bei der Arbeit an einer Skulptur bekommt er immer wieder neue Ideen für seine Wandarbeiten, und umgekehrt regen ihn seine 3D-Style-Graffiti dazu an, diese furiosen Formen als Skulpturen umzusetzen. Was auf Wänden und Mauern prominent und dynamisch daherkommt, wird auf der Leinwand intimer, aber nicht weniger energiegeladen. Bei Pretty Portal zeigt Peeta seine Leinwandarbeiten und Skulpturen nun erstmals in einer deutschen Galerie.Zwischen Italien und New YorkPeeta, mit bürgerlichem Namen Manuel Di Rita, griff 1993 in einer kleinen Stadt zwischen Venedig und Padua zum ersten Mal zur Sprühdose. Sechzehn Jahre später sind seine Arbeiten aus der internationalen Graffiti-Szene nicht mehr wegzudenken. Neben Italien hat auch das Mekka des Graffiti sein Schaffen geprägt: Anfang 2000 wurde er Mitglied der New Yorker FX Crew und später der RWK Crew. In Italien gehört er zur EAD Crew. Gemeinsam mit anderen namhaften Künstlern, darunter ECB und Loomit, die beide bereits bei Pretty Portal zu sehen waren, arbeitet Peeta weltweit immer wieder an neuen Projekten.Graffiti und DesignManuel Di Rita ist nicht nur Street Artist, sondern arbeitet auch im Industrie- und Produktdesign. Diese Erfahrung ist ein weiterer Impuls für seine Kunst und zeigt sich vor allem in seinen Skulpturen. Sie werden mit industriellen Methoden gefertigt, und auch die Materialwahl folgt dieser Logik: Polyurethan, Acetat und Holz treffen auf Pappe, Papier und Leder. Gerade diese Verbindung aus Graffiti und Design zeichnet Peetas Arbeiten aus und treibt seine künstlerische Entwicklung stetig voran.„Sparkle and Fade“ PeetaVernissage Freitag, 30. Oktober 2009, 19 – 23 UhrAusstellung 30. Oktober – 27. November 2009Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 Düsseldorf

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Vier-MAGIC, ARO, SUKI BAMBOO; BISERAMA - Pretty Portal

Florale Ornamente im Geist des Jugendstils, digitale Farbexplosionen, die Codes der Stadt und Figuren, die nur aus Lippen und Zähnen bestehen: Vier Handschriften kommen hier zusammen. Alle haben ihre Wurzeln im Graffiti, und doch weisen sie in ganz verschiedene Richtungen.Zum ersten Mal als GruppeVor der Sommerpause zeigen wir die Gruppenausstellung „VIER“. Suki Bamboo, ARO, Oliver „MAGIC“ Räke und Biserama treten hier erstmals gemeinsam auf. Zu sehen ist eine Mischung aus Bekanntem und Neuem: Illustration und Grafikdesign, am Computer entstandene Bilder, typografische Arbeiten und handgemachte Skulpturen.The Teeth ProjectEine Besonderheit sind die Skulpturen von Biserama. Unter dem Namen „The Teeth Project“ entstehen handgemachte Toys, deren Grundform allein auf Lippen und Zähne reduziert ist, auf den Mund mit all seinen Eigenschaften und Möglichkeiten. Die bizarren Figuren bestehen vor allem aus gehärtetem Alabastergips und Sprühlack. Dazu kommen Latexmilch, Silikon, Holz und Plexiglas.Über die KünstlerSuki Bamboo (Bianca Angela Litscher) ist seit 1992 als Sprüherin aktiv. Seitdem hat sie ihren Stil konsequent weiterentwickelt und verbindet Handzeichnung mit digitaler Technik. Die gelernte Grafikdesignerin folgt einem eigenen, plakativen und romantischen Illustrationsstil. Ihre Arbeiten sind geprägt von Street Art, modernem Grafikdesign, den floralen Formen der Belle Époque und dem dekorativen Jugendstil. Im Zentrum ihrer Kompositionen steht die Figur, mit großem Gewicht auf der Ästhetik der Form und der Harmonie der Farben.ARO (Christian Schupp) ist Grafikdesigner aus Koblenz und kümmert sich wenig um Konventionen und Regeln. Seine Inspiration findet er in allem, was er sieht und erlebt. Diese alltäglichen Eindrücke, aber auch Träume und Fantasien setzt er am Computer um. Am Ende stehen energiegeladene, farbenfrohe und immer wieder überraschende Bilder, die eigene Träume und Fantasien anregen.Oliver „MAGIC“ Räke war viele Jahre als Graffiti-Writer aktiv. Durch diese Arbeit und seine Tätigkeit als Grafiker hat er einen starken Bezug zur urbanen Kultur. Architektur, die Codes der Städte und Typografie sind seine bevorzugten Inspirationsquellen. Bereits in den 1980er-Jahren begann er mit Graffiti und gehört damit im Westen Deutschlands zu den Street Artists der ersten Stunde. Neben seiner künstlerischen Arbeit ist er Teil des Designstudios Dadaluxe in Düsseldorf.Biserama (Alexander Becherer) ist ein junger Künstler aus Süddeutschland, der mit einem offenen Blick für Details und Kleinigkeiten durch die Welt geht. Seine Arbeiten entstehen nach eigener Aussage meist zwischen 20 Uhr abends und 12 Uhr mittags. Sie sind expressiv und provokant, angetrieben von Kampfgeist, Willen, Ehrlichkeit und Freiheit. Neben Graffiti gilt seine Leidenschaft seit jeher dem Spielzeug, daraus ist das Teeth Project entstanden.„VIER“ Suki Bamboo, ARO, Oliver „MAGIC“ Räke, Biserama Vernissage: Freitag, 12. Juni 2009, 19 – 23 Uhr Laufzeit: 12. Juni – 17. Juli 2009 Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 Düsseldorf

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ecb-Hendrik Beikirch - Pretty Portal

Treppen, Brücken, Zäune und Passagen, darüber ein weiter Himmel, und immer wieder der Blick in einen dunklen Wald: Die Bilder von Hendrik „ecb“ Beikirch zeigen die Orte, an denen Graffiti entsteht, und die Wege dorthin. Man findet sich darin in einer melancholischen Vision des städtischen Untergrunds wieder, der immer seltener wird.Die Straße als MotivDer aus Kassel stammende Künstler ist seit Mitte der Neunzigerjahre ein fester Begriff in der Graffiti- und Street-Art-Szene. Anders als bei den bekannten Übertragungen der Zeichen der Straße in den Galerieraum versucht ecb nicht, den White Cube zur Straße zu erklären. Stattdessen zeigt er Arbeiten auf Leinwand, die die Straße selbst porträtieren: die Heimat des Graffiti-Malers. Mit fotografischer Genauigkeit sprüht er düstere Treppen, Brücken und Zäune. Daneben stehen Blicke in den Wald: dunkle Baumsilhouetten vor fahlem Himmel, Stämme, die sich in Nebel und Dämmerung verlieren. Sie zeigen die Ränder der Stadt, jene stillen Orte, die man auf nächtlichen Wegen durchquert.Graffiti als Kunst des RaumsGraffiti als Ästhetik zwischen Kunst und Schadensfall, als Zeichensprache der Geschwindigkeit mobiler Stadtindianer: Solche Charakterisierungen von Wandbildern aus der Sprühdose sind längst geläufig. Mit seinen Leinwandarbeiten beschreitet ecb jedoch weniger den Weg vom Underground in die Seriosität der Galerien. Vielmehr zeigt er, dass Graffiti im Wesentlichen eine Kunst des Raums und seiner Inszenierung ist. Er überträgt daher nicht die Zeichensprache von Wänden und Mauern auf die Leinwand, sondern die topografischen Szenarien, in denen sie stattfindet. Über seinen Treppen, Brücken und Passagen dehnt sich oft ein weiter Himmel, als anarchisches Zeichen des offenen Raums, für den die Graffitikunst eigentlich gedacht ist.Flüchtige SchönheitDie Anonymität und Heimlichkeit der Praxis verwandeln sich in diesen Bildvisionen in nahezu fotografische Perfektion. Die bewusst reduzierte Farbpalette, Verwischungen und Verflüssigungen strahlen die Melancholie eines untergegangenen Zeitalters aus, wie sie auch Bilder aus der Frühzeit der Fotografie vermitteln. Graffiti ist hier zu einer Kunst flüchtiger Schönheit geronnen.Über den KünstlerHendrik Beikirch wurde 1974 in Kassel geboren. Ende der 1980er-Jahre griff er zum ersten Mal zur Sprühdose und hinterließ seine Spuren auf Zügen. Später studierte er Kunstpädagogik in Koblenz, wo er heute lebt und arbeitet. Mit „Einen Sommer“ zeigt er seine erste Einzelausstellung bei Pretty Portal.„Einen Sommer“ ecb · Hendrik BeikirchVernissage Freitag, 8. Mai 2009, ab 19 UhrAusstellung 8. Mai – 5. Juni 2009Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): Ein Jahr später zeigte ecb bei Pretty Portal mit „Faces of Hope and Struggle“ erstmals seine Porträts. Mit ihnen ist er seither international bekannt geworden. 2012 malte er in Busan, Südkorea, ein rund 70 Meter hohes Wandbild, damals das höchste Asiens.

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case-bekannter fremder-pretty Portal

Aus dem Bild blickt ein Schwein. Erst auf den zweiten Blick werden hinter den Augenlöchern der glänzenden Maske menschliche Augen sichtbar. Im Mund steckt ein Apfel, wie man ihn vom Spanferkel auf der Festtafel kennt. Der Mensch, der sich hier zeigt, ist vertraut und zugleich fremd: ein bekannter Fremder.Masken, Macht und UnterwerfungIn „Bekannter Fremder“ zeigen wir Arbeiten, in denen case Motive aus dem Umfeld des Fetischs aufgreift: Masken, Latex, das Spiel mit Dominanz und Unterwürfigkeit. Gemeint ist das nicht im sexuellen Sinn, wie man zunächst annehmen könnte. case interessiert sich für diese Muster im Alltäglichen: wie Menschen sich verkleiden und anpassen, wie sie herrschen und sich unterordnen.Der Mensch mit Schweinsmaske und Apfel im Mund lässt sich als Kommentar zum biblischen Auftrag lesen, sich die Erde untertan zu machen (1. Mose 1,28). Wer die Natur beherrschen will, findet sich hier selbst in der Rolle des Tieres wieder, angerichtet wie ein Festbraten.Glatte Oberfläche, rauer GrundDie Figuren sind mit der Sprühdose bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Sie wirken überschminkt, aalglatt, beinahe glitschig, von einer makellosen und zugleich grotesken Schönheit. Die Motive entstehen gemeinsam mit seiner Frau, die die Modelle inszeniert und fotografiert.Den Gegensatz bildet der Untergrund. Kleine Pappfragmente, überwiegend aus den Verpackungen von Farbdosen, sind teils wahllos, teils mosaikartig mit Kleber, Klebeband und Tackernadeln auf Holz befestigt. Die so entstehende Oberfläche steht für die Unebenheiten, wie man sie nur auf Wänden findet. Auf dem Motiv der Einladung ist das am rechten Bildrand zu sehen: Wellpappe, durchzogen von schwarzen Strichen.Aus der detailverliebten Malerei und der morbiden Textur des Untergrunds entsteht der eigene Reiz dieser Arbeiten. Wie ein Fingerabdruck ist jeder Untergrund und damit jedes Werk einzigartig.Über den Künstlercase wurde 1979 geboren und wuchs im thüringischen Schmalkalden auf. Dort sprühte er Anfang der 1990er-Jahre, mit etwa 15 Jahren, seine erste Wand. Seit über 16 Jahren arbeitet der heute 30-Jährige mit der Sprühdose: anfangs auf der Straße, an stillgelegten Gebäuden und Wänden aller Art, inzwischen auch für Galerien. case ist gelernter Maler und hat an der Fachhochschule Erfurt Restaurierung studiert, er ist diplomierter Restaurator. Heute lebt und arbeitet er in Frankfurt am Main.1999 begann er, mit AKUT, dem männlichen Teil des Künstlerduos HERAKUT, und RUSK gemeinsam zu malen. 2001 kam TASSO hinzu, seitdem tritt die Gruppe als Ma’Claim auf. Die Crew ist für ihre fotorealistische Sprühtechnik bekannt und hat den Fotorealismus in der internationalen Graffitiszene in kurzer Zeit maßgeblich mitgeprägt.„Bekannter Fremder“ case Vernissage: Freitag, 27. März 2009, 19 Uhr Laufzeit: 27. März – 20. April 2009 Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 Düsseldorf Anmerkung (2026): Die Mitglieder von Ma’Claim gingen später eigene Wege. case, heute auch unter dem Namen Case Maclaim bekannt, wurde vor allem durch großformatige Wandbilder mit überlagerten Händen bekannt, die für Einheit und Kraft stehen. Seine Arbeiten finden sich inzwischen in über 20 Ländern, darunter „The Beekeeper“ für die Urban Art Biennale 2019 im Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

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NYCHOS The weird-Pretty Portal

Ein Bühnenvorhang öffnet sich. Dahinter badet ein Hase mit vorstehenden Zähnen in einem riesigen Gefäß, das an eine Kaffeetasse erinnert, Tentakel ringeln sich aus dem Schaum, ein Männchen mit Hut balanciert am Rand, und unten blickt eine kleine Figur mit kastenförmigem Kopf ins Publikum. Jugendstil-Ornamente rahmen die Szene, darunter steht: „From Stupid to Cute!“ So lädt die Einladung ins „Grotesque Theatre Café“.Ein Wiener Caféhaus voller KreaturenIm Februar zeigen wir drei Street Artists aus Wien: Nychos, Miss Isa und El Lasso. Sie verwandeln die Galerie in ein buntes, bizarres Caféhaus. Ihre illustrativen Kompositionen sind voller fantastischer Wesen und Kreaturen und erzählen von einer skurrilen, zum Teil abgründigen Welt. Das passt zu John Irvings Erzählung „Die Pension Grillparzer“, in der eine Wiener Pension von seltsamen Gästen bevölkert ist.Zu sehen sind Arbeiten in Acryl, Sprühlack und Tusche auf Papier, Holz und Leinwand.Über die KünstlerNychos wurde 1982 in Bruck an der Mur in der Steiermark geboren und lebt seit 2004 in Wien. Schon als Jugendlicher wollte er Comiczeichner werden, mit 17 kam er zum Graffiti. Der bekennende Cartoon- und Comicfan zeichnet ungewöhnlich schnell, hat einen grafischen Stil und zählt mit seiner unermüdlichen Schaffenskraft zu den bekanntesten Graffiti-Künstlern Österreichs.Miss Isa liebt kitschige, groteske und lustige Dinge. Genauso sehen ihre Figuren aus: Manchmal wirken sie ganz niedlich, ein anderes Mal scheint es, als wollten sie sich gegenseitig die Augen auskratzen, je nach Situation und gewählter Farbe.El Lasso lässt in seiner Kunst eine positive Ausstrahlung durchscheinen. Liebe Figuren, Monster und Charakterköpfe, die er „G’sichterl und Maxerl“ nennt, bevölkern seine Bildwelten.„Grotesque Theatre Café“ Nychos, Miss Isa, El Lasso Vernissage: Donnerstag, 5. Februar 2009, 19 – 23 Uhr Laufzeit: ab 5. Februar 2009 Pretty Portal, Brunnenstraße 12, 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): Ab etwa 2011 entwickelte Nychos seinen heute international bekannten Stil: Sezierungen, Querschnitte und Röntgenansichten von Tieren und Ikonen der Popkultur. Seine großformatigen Wandbilder, in denen er die Anatomie von Lebewesen offenlegt, sind weltweit zu sehen. In Wien betreibt er das Atelier und den Kunstraum Rabbit Eye Movement.

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Stefan Strumbel-What the fuck is heimat - Pretty Portal

Kuckucksuhr, Bollenhut und Bambi: Kaum etwas steht so sehr für den Schwarzwald und für das, was viele unter Heimat verstehen. Stefan Strumbel nimmt diese Symbole beim Wort, überdreht sie und stellt eine einfache, aber unbequeme Frage: What the fuck is Heimat?Heimat, neu verhandeltStefan Strumbel gehört zu den jungen Shootingstars des internationalen Kunstmarktes. Der Künstler aus Offenburg im Schwarzwald spielt mit Klischees und Stereotypen, die er übersteigert und ins Absurde führt. „Who killed Bambi?“ oder „What the fuck is Heimat?“ sind bezeichnende Titel seiner Arbeiten. Er bricht mit traditionellen Symbolen, stellt ihnen Provokantes gegenüber und befreit sie so vom Staub der Heimattümelei. Was dabei entsteht, ist weder Verklärung noch bloßer Spott, sondern eine Einladung, neu darüber nachzudenken, was Heimat heute eigentlich bedeutet.Bollenhut und SchrotflinteStrumbel kommt aus dem Graffiti und arbeitet mit der Schablonentechnik, wendet sie aber auf die Motive seiner Heimat an. Frauen und Mädchen mit dem typischen Schwarzwälder Bollenhut halten bei ihm eine Schrotflinte in der Hand oder werden beim Konsum von Kokain und Heroin gezeigt. Der Kontrast könnte kaum größer sein: Das Sinnbild ländlicher Unschuld trifft auf Gewalt und Rausch.Kuckucksuhren mit HandgranatenAuch die Kuckucksuhr, weltweit das Symbol für den Schwarzwald schlechthin, nimmt sich Strumbel vor. Er bemalt sie in grellen Pop-Art-Farben, versieht ihre Schnitzereien mit Knochen, Totenköpfen und Waffen, und statt der klassischen Tannenzapfen hängen Handgranaten als Gewichte an den Ketten. So wird aus dem Souvenir ein Kunstwerk, das zwischen Kitsch und Provokation, zwischen Liebe zur Heimat und Kritik an ihr changiert. Begeistert ist auch Karl Lagerfeld, der sich gerade im stern mit seiner Pop-Art-Kuckucksuhr von Stefan Strumbel selbst porträtiert hat.Von München und Berlin nach DüsseldorfAm 18. und 20. Oktober ist Stefan Strumbel gemeinsam mit Dare, Toast und Blek le Rat in München und Berlin zu sehen. Der 56-jährige Franzose Blek le Rat wird international als „Godfather of Stencil“ bezeichnet und gehört neben Banksy zu den bedeutendsten Vertretern der Stencil-Kunst. Am 24. Oktober eröffnet Stefan Strumbel dann seine Einzelausstellung bei Pretty Portal.Über den KünstlerStefan Strumbel wurde 1979 in Offenburg geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet. In den 1990er-Jahren war er als Graffiti-Sprayer aktiv, und schon damals flossen traditionelle Motive in seine Arbeiten ein.„What the fuck is Heimat“ Stefan StrumbelVernissage Freitag, 24. Oktober 2008, 19 – 23 Uhr DJ Orson (Version)Ausstellung 24. Oktober – 21. November 2008 Montag – Freitag, 15 – 19 UhrPretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): Stefan Strumbel ist heute einer der bekanntesten deutschen Pop-Art-Künstler. Er verwandelte unter anderem die Fassade des Karlsruher Schlosses in eine überdimensionale Kuckucksuhr und gestaltete den Innenraum einer Kirche in Kehl-Goldscheuer. Die Kuckucksuhr „What the fuck is Heimat?“ aus dem Jahr 2008, mit der sich Karl Lagerfeld porträtieren ließ, wurde 2025 bei Sotheby’s im Rahmen der Versteigerung seines Nachlasses angeboten.

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Mr.Penfold - Pretty Portal

Mr. Penfold lebt und arbeitet in Cambridge, England. Er erstellt Gemälde, Installationen, Drucke und Zeichnungen. Seine Arbeiten haben starke lineare Elemente, die seine Schöpfungen mit anmutige Konturen sowohl vor dem Hintergrund abheben, als auch mit diesem vereinen. Viele seiner Arbeiten zeigen Menschen, die er im Nachtleben, in Clubs und Bars beobachtet hat. Als Bruder der Drum n Bass DJ´s Nu:Tone und Logistic, die beim Label Hospital gesigned sind, ist er stark mit der Londoner Musikszene verbunden. Zur Erstellung seiner Drucke benutzt er Siebdruck, Holzschnitt und Kupferstich. Neben seiner Arbeit als freier Künstler arbeitet Mr. Penfold als Illustrator für Plattenlabels, Veranstalter und macht Designs für Bekleidung; unter anderem für das Düsseldorfer Bekleidungslabel "667". Der Titel der Ausstellung "Zup Kapow" spiegelt seine Begeisterung für Pop Kultur und Comics wieder. In der Ausstellung zeigt Penfold Malerei, sowie Siebdrucke und Holzschnitte. Ausstellung: 08.08.08.- 12.09.08 Vernissage: 08.08. 19h

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SMASH137-OneManShow-Pretty Potrtal

Ein Mann, ein Name, tausendfach wiederholt: Für einen Graffiti-Writer ist der eigene Schriftzug Identität, Signatur und Werk zugleich.Besessen von BuchstabenDer Basler Graffiti-Writer und Street-Art-Künstler Smash137 prägt mit seinem Stil seit Jahren nachhaltig die internationale Writer-Szene. Smash137 ist besessen von Buchstaben. Angetrieben von seiner Leidenschaft für die westliche Kalligrafie, ist er einer der aktivsten Writer weltweit, und sein Schriftzug ziert so manches Objekt im öffentlichen Raum, von New York bis Moskau. Mit „One Man Show“ zeigen wir seine erste Einzelausstellung in Deutschland.Name und SchwammIm Januar 2008 realisierte Smash137 für die Ausstellung „Urban Feedbacks“ in Basel eine Installation, die auf ironische Weise die Realität eines Writers in Szene setzt: Auf mehr als 2.500 an einer Wand befestigte Putzschwämme sprühte er in Schwarz seinen Namen. Auch bei Pretty Portal setzt er nun eine ähnliche Arbeit um. Die Schwämme spielen auf die Reaktion erboster Hausbesitzer an, die den ärgerlichen „Schmierereien“ möglichst schnell und gründlich zu Leibe rücken wollen. Zugleich lässt sich der Schwamm als Symbol für die Vergänglichkeit des Werks und die damit verbundene Endlichkeit lesen.„One Man Show“ Smash137Vernissage Freitag, 16. Mai 2008, 19 UhrAusstellung 16. Mai – 20. Juni 2008Pretty Portal Brunnenstraße 12 40223 DüsseldorfAnmerkung (2026): Seit Anfang der 2010er-Jahre hat sich das Werk von Smash137 von einem kalligrafischen Graffiti-Stil zu einer farbigen, gestisch-abstrakten Malerei entwickelt, in der einzelne Buchstaben zu kraftvollen Zeichen werden. Heute ist er auch unter seinem bürgerlichen Namen Adrian Falkner international erfolgreich.

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