Dancing with myself feat. Guy Denning & John Wentz

Ausstellung

27. SEP 2019 — 31. OKT 2019

Vernissage

27. SEP, 19:00 — 22:00

DANCING-WITH-MYSELF John Wentz - Guy Denning

Beschreibung

Wer mit sich selbst tanzt, kann sehr einsam sein oder ganz bei sich. Die Menschen unserer Zeit kennen beides.

Menschen unserer Zeit

Guy Denning und John Wentz zeigen Menschen der Gegenwart. Auf der einen Seite stehen Selbstdarsteller, die in selbstgeschaffener Isolation darum bemüht sind, der Illusion einer Social-Media-Community zu entsprechen: Menschen, die bereit sind, ihre Persönlichkeit bis zum Verlust der Selbstwahrnehmung umzugestalten. Auf der anderen Seite stehen Charaktere voller Selbstbewusstsein, die in einer geahnten, nahezu rauschhaften Verbundenheit mit dem Ganzen Stärke und Unabhängigkeit verkörpern. Ein Tanz auf dem Vulkan, ein Tanz mit sich selbst.

Zwei Handschriften

Beide Künstler konzentrieren sich in ihren Werken auf die Darstellung von Menschen. Mit ihren sehr unterschiedlichen Maltechniken gelingt es ihnen, detailgenaue Darstellung sowie Diffusion und Auflösung auf unverwechselbare Weise zu vereinen. John Wentz, der vor allem in Öl malt, zeigt Teile seiner Porträts in fotorealistischer Anmutung, während andere Partien mit breitem Pinselstrich grob skizziert bleiben. Guy Denning arbeitet vorrangig mit Kohle und Kreide und ist ein Meister darin, Ausdruck und Emotionen seiner Protagonisten mit nur wenigen Strichen präzise und nachfühlbar darzustellen.

„Dancing with Myself“
Eine Ausstellung mit Werken von Guy Denning und John Wentz

Vernissage
Freitag, 27. September 2019, 19 – 22 Uhr

Ausstellung
27. September – 31. Oktober 2019
Montag – Freitag, 11 – 19 Uhr und nach Vereinbarung

Pretty Portal
Brunnenstraße 12
40223 Düsseldorf

John Wentz

John Wentz ist ein zeitgenössischer Maler, der in seinem Werk die menschliche Figur und ihr Wesen erforscht. Dabei experimentiert er mit einer Kombination aus klassischen und modernen Maltechniken. Sein Ziel ist es, das Dargestellte auf seine wesentlichen Grundlagen zu reduzieren: Komposition, Farbe und Textur, so wie es nur die Malerei vermag.

John Wentz wurde in der San Francisco Bay Area geboren und ist dort aufgewachsen. Sein Interesse an Kunst erwachte im Alter von sechs Jahren, als er die Comics von Batman und Spider-Man entdeckte. Jahrelang kopierte er sie Bild für Bild und legte damit früh den Grundstein für seine spätere Arbeit als Wandmaler, Plakatkünstler und freiberuflicher Illustrator. Nachdem er das Malen mit der Sprühdose perfektioniert hatte, wandte er sich der bildenden Kunst zu und begann, mit klassischen Techniken wie der Ölmalerei zu arbeiten. Seitdem hat er seine Werke in drei Einzelausstellungen in San Francisco und in zahlreichen Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Seine Arbeiten wurden vielfach publiziert und mehrfach ausgezeichnet.

Guy Denning

Guy Denning wurde 1965 in North Somerset geboren. Schon als Kind war er von bildender Kunst besessen. Mit elf Jahren begann er, in Öl zu malen, nachdem ihm ein Verwandter, der das Interesse daran verloren hatte, einen Satz alter Farben überlassen hatte. In den 1980er-Jahren bewarb er sich mehrfach erfolglos um ein Studium der Malerei. Er malte dennoch weiter, studierte Kunstgeschichte an der Open University und lernte Maltechnik bei älteren Malern, die er im Westen Englands kannte. Ab 1992 stellte er in ganz Großbritannien aus, seit 2007 auch in den USA, in Deutschland, Italien und Frankreich. Seine Gemälde waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Seine Arbeiten befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter die politikwissenschaftlichen Institute der University of Bristol und der University of Galway sowie das Museum für zeitgenössische Kunst MAGI'900 in Bologna.

Guy Dennings Werk verbindet einen traditionellen, malerischen Stil mit einem zeitgenössischen, vom Punk inspirierten Element: eingebetteten, collagierten und schablonierten Texten. Diese Ästhetik, verbunden mit einer politischen Erzählung, hat ihm eine treue Anhängerschaft unter Sammlern von Urban Art eingebracht.

„Urban Art ist kein neues Phänomen. Menschen haben auf der Straße ihre Präsenz, ihren Humor, ihre Ängste und ihre Wut kundgetan, seit es Straßen gibt, auf denen man es sehen kann. Sie ist die demokratischste Kunstform, ein Medium, das jedem offensteht, der das Bedürfnis hat, es zu nutzen. Mit der Akzeptanz und Würdigung der Graffitikultur im 20. Jahrhundert ist sie an einem Punkt angekommen, an dem sie nun abseits der Straße zu finden ist, in angesagten Galerien. Ja, Moden ändern sich, aber glaubt nicht, dass Graffiti je verschwinden werden. Diese Schrift stand schon immer an der Wand.“
– Guy Denning

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