Um nach vorn zu blicken, lohnt manchmal der Blick zurück: auf alte Mythen, auf überliefertes Wissen, auf unsere Beziehung zur Natur. In „Backwards Future“ treten zwei Künstler aus verschiedenen Kontinenten in den Dialog, um über die Zukunft der Menschheit nachzudenken.
Weltraum-Schamanen und Astronauten
Der mexikanische Künstler Ruben Carrasco und der russische Künstler Rustam Qbic erzählen in ihren Bildern von Weltraum-Schamanen, von spirituellen Reisenden, die eine paradiesische Welt erkunden, und von Astronauten, die ihr sinkendes Raumschiff verlassen, um sich in der Schwerelosigkeit zu verbinden und neu zu orientieren. Ihre Bildwelten speisen sich aus menschlichen Zuständen und Mythen, aus unserer Beziehung zur Natur und der Art, wie wir sie verändern, sowie aus der kulturellen Entwicklung hybrider Gesellschaften, die für die moderne Welt typisch sind.
Eine fragile Welt
Beide Künstler teilen die Vorstellung einer fragilen Welt und von Menschen, die von ihr abhängig sind. Ihre Ansätze sind sensibel und zeigen Hoffnung und Perspektiven, aber auch die Notwendigkeit, sich von innen heraus zu verändern.
Über die Künstler
Rustam Qbic
Rustam Qbic wurde 1985 in der Republik Tatarstan in Russland geboren. Er studierte an der Kunstschule in Kasan, experimentierte mit Illustration, Design und Graffiti und unterrichtete an einer Designschule für Kinder. Seine Begeisterung für Graffiti und die Arbeit im öffentlichen Raum verband er schon bald mit seiner Liebe zur klassischen Malerei, und es dauerte nicht lange, bis er das Style-Writing durch surrealistische Bildwelten ersetzte. Diesen neuen Stil, der illustrative Elemente, surreale Bilder und eine auffällige Farbpalette vereint, präsentierte er 2013 erstmals in einer Einzelausstellung in der Street Kit Gallery in Moskau.
Rustams Werk ist stark von seinem Leben, seiner Familie, der Natur und seinen Büchern geprägt. Es vermittelt universelle Botschaften der Liebe und verbindet Wissenschaft und Spiritualität. Neben Ausstellungen in internationalen Galerien hat er an Urban-Art-Festivals in Russland, Norwegen, der Schweiz, den USA, Australien und Neuseeland teilgenommen.
Ruben Carrasco
Ruben Carrasco wurde in Mexiko geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend. Nach dem Studium der Bildenden Kunst an der Universidad Anáhuac in Cancún setzte er seine Studien an der McGill University und am Dawson College in Montreal fort. Neben der Entwicklung seiner künstlerischen Linie arbeitete er als Tätowierer, Bühnenbildner, Wandmaler, Fotograf sowie als Grafik- und Digitaldesigner.
Sein Malstil ist figurativ und erzählerisch, inspiriert von klassischen römischen und griechischen Statuen, von indischer Folklore und vom Pop-Surrealismus. Diese außergewöhnliche Mischung gibt ihm Raum, surreale Welten zu schaffen, in denen er seine Wahrnehmung der Gegenwart reflektiert. Als Weltreisender hat Ruben in verschiedenen Ländern Europas und Amerikas gearbeitet und ausgestellt. Derzeit lebt er in Montreal, wo er als Jurymitglied des Art Exhibitions Evaluation Committee von „Espacio México“ mit dem Generalkonsulat von Mexiko zusammenarbeitet. Zudem gründete er das internationale Künstlerkollektiv „5 wolfs no pigs“ und war Mitbegründer der Kunstfestivals FIAP und IPAF.
„Backwards Future“
Ruben Carrasco (MEX) & Rustam Qbic (RUS)
Vernissage
10. Mai
Ausstellung
13. Mai – 14. Juni
11 – 19 Uhr und nach Vereinbarung
Pretty Portal
Brunnenstraße 12
40223 Düsseldorf